Balkonabdichtung selber machen

Balkonabdichtung selber machen

Ist der Traum von den eigenen vier Wänden erst einmal erfüllt, so zeigt sich jedoch meist schnell, dass es mit der reinen Anschaffung eines Hauses oder Wohnung nicht getan ist. Nach Abschluss der Bauarbeiten zeigen sich häufig noch Mängel, die unterschiedliche Ursachen haben können.

Die gängigsten sind Baupfusch oder schlechte Materialien. Häufig treten Schwachstellen an Balkon oder Terrasse auf. Dort bildet sich regelmäßig Kondenswasser, dessen Bildung eigentlich die so genannte Dampfsperre verhindern sollte, oder es sammelt sich Regenwasser an.

Um Folgeschäden zu verhindern, sollten solche Mängel gleich behoben werden. Bei Neubauten gibt es in

der Regel Garantien, die eine kostenlose Nachbesserung ermöglichen. Schwachstellen an Balkon oder Terrasse treten jedoch auch häufig bei selbst konstruierten und gebauten, sowie bei älteren Gebäuden, die sanierungsbedürftig sind, alters- oder witterungsbedingt auf.

Wird eine Abdichtung außerhalb einer Garantie vom Fachmann übernommen, so kann das schnell teuer werden. Mit etwas handwerklichem Geschick kann man sich diese unnötigen Kosten jedoch ersparen.

/>Zuerst müssen die Ober-Schichten (falls überhaupt vorhanden) vorsichtig bis zur eigentlichen Stahlbetondecke abgetragen werden. Die unterste Schicht sollte sodann gründlich gereinigt werden. Ist die Betondecke auf Grund der Abrissarbeiten beschädigt oder ungleichmäßig, so sollte sie aufgefüllt werden, sodass eine ca. 1,5 - 2 cm dicke Stahlbetondecke entsteht.

Als nächstes sollte die frische Betondecke erst einmal trocknen. Im nächsten Schritt sollte der Gefälleestrich mit einer Dicke von ca. drei Zentimetern aufgetragen werden. Auf diese wird direkt die so genannte Dampfsperre mit einer Dicke von ebenfalls ca. drei Millimetern aufgetragen. Diese Schicht soll gerade die unerwünschte Bildung des Tauwassers verhindern.

Die nächste Schicht ist die Wärmedämmung, die ruhig ca. zehn Zentimeter dick sein darf. Schließlich sollte der Wärmeverlust möglichst gering gehalten werden. Die vorletzte Schicht ist sodann die Bitumendachbahn, die ebenfalls ca. drei Millimeter dick sein darf.

Eine einwandfreie Abdichtung sollte damit garantiert sein. Im letzten Schritt wird dann die oberste Schicht, je nach Belieben z.B. Fliesen oder Teppichboden verlegt. Beim Fliesen ist darauf zu achten, dass ein Mörtelbett von mindestens fünf Zentimetern aufgetragen wird.