Der ideale Bodenbelag für den Balkon

Der ideale Bodenbelag für den Balkon

Ist der Balkon erst einmal errichtet, so ist er noch lange nicht nutzbar. Denn bei den meisten Balkonsystemen ist der Bodenbelag noch nicht inbegriffen.

balkon-glas_flDieser ist aber obligatorisch, möchte man den Balkon gefahrlos und umfangreich nutzen.

Und schon stehen die Bauherren vor einer neuerlichen Herausforderung, nämlich der Wahl des richtigen Bodenbelags für einen Balkon.

Hier stehen nicht nur verschiedene Materialien und Optiken hinsichtlich der unterschiedlichen Geschmäcker auf dem Plan, sondern spezielle Balkonkonstrukte erfordern genauso explizit nach

gewissen Bodenbelagsvarianten.

Auch der Bereich unterhalb des Balkons sollte beim Bodenbelag nicht unberücksichtigt bleiben. Entsteht nämlich unter dem Balkon ein weiterer Balkon oder ist ein Stauraum vorgesehen, so kommt es elementar auf Feuchtigkeitsdichte an.

Abdichtender Bodenbelag als Untergrund

Bevor man den äußeren Bodenbelag des Balkons anbringen kann, muss der perfekte Untergrund hergestellt werden. Dabei gibt es feuchtigkeitsdichte oder -durchlässige Komponenten, je nach Nutzung des Balkonunterbereichs.

Ist dort keine besondere Verwendung vorgesehen, so reicht ein einfacher Bodenunterbelag aus. Betonmasse oder Holzkonstrukte zur weiteren Belegung genügen in diesem Fall vollkommen.

Möchte man jedoch den Bereich unter dem Balkon speziell nutzen, so ist eine weiterführende Arbeit vonnöten. Denn hier darf die Staunässe auf dem Balkon nicht durchsickern, sondern muss abfließen, ohne in den unteren Bereich einzudringen.

Für diese Vorhaben gibt es spezielle Bitumenmatten, die auf dem gesamten Balkon verlegt und an den Anstößen mit Schweißnähten verbunden werden. Diese Komponenten bilden eine flächendeckende Schicht, die den Balkonboden wasserundurchlässig werden lässt. Diese Bitumenmatten erfordern allerdings besondere Maßnahmen beim weiteren Bodenbelag.

Der perfekte Balkonoberbelag
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Bei der Auswahl des Fußbodenbelags für den Balkon sollte man nicht nur den Unterbelag berücksichtigen, sondern bedenken, dass der Fußboden für jedermann sichtbar ist und gleichermaßen gewissen Anforderungen genügen muss. Glücklicherweise gibt es entsprechend vieler Gegebenheiten und auch Vorlieben eine große Auswahl an Balkonbodenbelägen.

Sehr häufig gesehen sind typische Terrassenplatten, die wahlweise geklebt oder „schwimmend“ verlegt werden können. Vielfältige Farben und Formen werden nahezu allen Wünschen gerecht. Bei der festen Verlegung muss allerdings der Untergrund mit leichtem Gefälle und befestigt vorliegen.

Beton eignet sich in diesem Fall besonders gut. Keinesfalls dürfen Terrassenplatten auf Bitumenmatten geklebt werden. Hierfür ist die schwimmende Verlegung unter Zuhilfenahme von Fliesenfugenkreuzen und Förderbandgummi am besten geeignet.

Der Vorteil von Terrassenplatten ist ganz klar, dass sie nicht nur vielfältige Optikvorstellungen bedienen, sondern ebenso äußerst robust sind. Nachteilig ist allerdings die häufige Moosablagerung sowie unschöne Verfärbungen aufgrund der Witterungseinflüsse. Auch naturbelassenes Aussehen gelingt mit Terrassenplatten eher schlecht, genauso wie vom Laufen ohne Schuhe abgeraten werden muss.

Wer dies möchte, der kann auf so genannte Barfußplatten zurückgreifen. Diese gibt es alternativ aus besonders hartem Holz oder WPC, einer Kunststoffart. Diese Barfußdielen werden auf Holzunterkonstruktionen verlegt und sind bevorzugt für nicht mit Bitumen ausgekleidete Balkonböden geeignet. Es entsteht eine sehr angenehme Optik, die gleichzeitig das Laufen ohne Schuhe problemlos ermöglicht.

Ebenfalls von der Stabilität her sind Barfußdielen sehr robust. Greift man allerdings auf solche Produkte aus Holz zurück, so ist ein regelmäßiges Ölen, Abschleifen und Lackieren angezeigt. Barfußdielen aus WPC erfordern

diesen Aufwand nicht, sind dafür allerdings deutlich teurer.

Setzt man hingegen auf das natürliche Aussehen von Holz ohne zwingend barfuß auf dem Balkon laufen zu wollen, kann man eine Alternative in Holzterrassenplatten finden. Vielfältige Holzarten mit unterschiedlichen Härtegraden werden hierfür verwendet.

Holzterrassenplatten werden ausschließlich schwimmend verlegt und sind deshalb für jeden Balkonunterbelag gut geeignet. Sie sind zwar teurer als Steinterrassenplatten, bleiben preislich jedoch deutlich hinter den Barfußdielen zurück.

Allerdings können natürliche Verwitterungsprozesse die Holzterrassenplatten unschön werden lassen, was mit einem Austausch oder einer umfangreichen Sanierung einhergeht.