Gartenkamin mauern und verputzen

Gartenkamin mauern und verputzen

Für das besondere Flair im Garten reicht es längst nicht mehr aus, nur schöne Blumen zu pflanzen, sondern auch Romantik soll mit im Spiel sein. Das kann zum Beispiel ein Gartenkamin leisten. Er erfüllt dabei gleich mehrere Funktionen.

So verbreitet er mit dem warmen Feuerschein Romantik pur, kann aber genauso als Wärmequelle dienen, wenn die lauen Sommernächte auf sich warten lassen. Wer dann dennoch nicht auf den Abend auf der Terrasse verzichten will, kann mit einem Gartenkamin die besten Ergebnisse erzielen.

Den Gartenkamin zu kaufen, ist dabei eine Möglichkeit. Allerdings ist diese

nicht immer die Richtige, insbesondere dann nicht, wenn man Wert auf Individualität legt. In einem solchen Fall ist es besser, wenn man den Gartenkamin selbst baut. Hierfür kann man Mauersteine verwenden oder auch Gabionen. Das sind Drahtkörbe, mit denen man den Garten gestalten und ihm vor allem eine individuelle Note verleihen kann.

Dabei bietet der Gartenkamin im Gegensatz zur offenen Feuerstelle auch noch einen entscheidenden Vorteil: Er verfügt über eine Abzugshaube, wodurch es möglich wird, dass der Rauch zielgerichtet abgeleitet wird. Auch sollte beim Bau eines Gartenkamins darauf geachtet werden, dass dieser eine möglichst große Wärmeabstrahlung aufweist. Denn dadurch lassen sich selbst kühlere Abende unproblematisch draußen verbringen.

So gelingt der Gartenkamin

Wer sich nun entschieden hat, einen Gartenkamin selbst zu bauen, kann dabei wie folgt vorgehen. Zunächst werden die Gabionen benötigt, die eine Größe von 100 x 50 x 50 Zentimeter aufweisen sollten. Zwei Gabionen sollten
ausreichend sein. Für deren Verbindung untereinander sollte zudem verzinkter Draht mit einem Durchmesser von einem Millimeter vorhanden sein.

Die Gabionen werden nun nach der Anleitung des jeweiligen Herstellers montiert. Da meist Spiralen für deren Verbindung beigefügt sind, sei noch darauf hingewiesen, dass statt der Spiralen der Draht zum Einsatz kommt. Dieser wird an den Verknüpfungspunkten angesetzt und möglichst eng zusammen gedreht.

Nun können die Aussparungen für die Abzugshaube abgemessen werden. Diese variieren in der Größe, je nach Kamin und Abzugshaube. Mit dem Bolzenschneider können diese Teile aus der Gittermatte heraus getrennt werden und anschließend als Boden- oder Seitenteile wieder angebracht werden. Dabei kommt erneut der verzinkte Draht zum Einsatz.

Nachdem die erste Gabione auf diese Art bearbeitet wurde, kann sie am künftigen Standort des Gartenkamins aufgestellt werden. Wichtig ist eine genaue, waagerechte Aufstellung. Anschließend kann die Gabione mit Steinen gefüllt werden, gut geeignet sind etwa Basaltlavasteine.

Wichtig hierbei: Die Steine sollten sehr dicht aufgeschichtet werden, Hohlräume sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Ein Spannanker ist meist im Lieferumfang der Gabionen von Haus aus mit enthalten. Dieser sollte eingesetzt werden, um die Steinschicht zu stabilisieren.

Nun wird die zweite Gabione nach dem gleichen Muster bearbeitet und auf die erste aufgesetzt. Beides wird mit dem verzinkten Draht verbunden und mit den restlichen Steinen befüllt. Auch hier kommt der Spannanker wieder zum Einsatz, um für mehr Stabilität zu sorgen. Im unteren Bereich kann nun die Feuerstelle eingesetzt werden, im oberen Bereich wird die Abzugshaube montiert. Die Verbindungen erfolgen auch hier wieder mit dem verzinkten Draht. Fertig ist der neue Gartenkamin, der nun noch auf seine Einweihung wartet.