Isolierte Hundehütte selber bauen - Anleitung in 7 Schritten

HundehütteBasis für ein glückliches, zufriedenes Hundeleben unter freiem Himmel ist eine vor Wind und Wetter geschützte Hütte. Handwerklich begabte Hobbygärtner lassen es sich nicht nehmen, den Rückzugsort für ihr vierbeiniges Familienmitglied eigenhändig zu errichten. Das macht nicht nur Spaß, sondern schafft reichlich Freiraum für eine individuelle, kreative Gestaltung. Damit Funktionalität und Ästhetik Hand in Hand gehen, sind für eine optimale Konstruktion verschiedene Faktoren zu bedenken. Wie Sie eine isolierte Hundehütte selber bauen, erläutert die folgende Anleitung in 7 Schritten.


/>Die richtige Größe

Vor dem Einkauf der Materialien sollte die Entscheidung über die ideale Größe der Hundehütte gefallen sein. Je besser die Abmessungen an die Statur des Hundes angepasst sind, desto wohler fühlt er sich in seinen eigenen vier Wänden. In einer zu kleinen Hütte wird es dem Tier zu warm. Es bildet sich Kondenswasser, sodass Fäulnis und Schimmel drohen. Wählen Sie die Maße zu groß, reicht die Körpertemperatur des Vierbeiners nicht aus für ein warmes Klima. Selbst bei fachgerechter Isolierung wird es im Winter zu kalt in der Holzhütte. Zur Orientierung möge folgende Faustformel dienen:
  • Höhe der Holzhütte = 1,2-fache Schulterhöhe
  • Länge der Holzhütte = 1,2-fache Länge des Hundes (von der Schnauze bis zur Schwanzspitze)
  • Breite der Hundehütte = 1,2-fache Drehbreite
  • Die Schulterhöhe des Tieres definiert die Höhe des Eingangs.
Material- und Werkzeugliste

Im naturverbundenen Garten empfiehlt sich als Baumaterial in erster Linie qualitativ hochwertiges Gartenholz, das mit einer ökologisch unbedenklichen Imprägnierung behandelt wird. Ergänzend sorgen Platten aus Betonplan, auch bekannt als Siebdruckplatten, für zusätzliche Stabilität und Isolierung. Ideal ist eine 4-8 mm starke Qualität aus Birke durch und durch oder einer Kombination aus Eukalyptus mit Birken-Deck, die als Hartholz indes schwieriger in der Bearbeitung ist. Die folgenden Materialien und Werkzeuge sind erforderlich, wenn Sie eine isolierte Hundehütte mit dekorativ gebogenem Giebeldach für einen mittelgroßen Hund selber bauen:

Materialliste:

Bodenplatte:
  • 1 Betonplan in 966 x 656 x 4 mm für die Unterseite
  • 1 Betonplan in 900 x 590 x 4 mm für die Oberseite
  • 2 Holzleisten in 900 x 35 x 20 mm für die Längsseite
  • 3 Holzleisten in 530 x 35 x 20 mm für die Querseite
  • 1 Holzleiste in 320 x 33 x 24 mm für die Schwelle
Vorder- und Rückwand:
  • 2 BFU 100-Platten in 695 x 638 x 9 mm für die Außenseiten
  • 2 Betonplan in 695 x 590 x 4 mm für die Innenseiten
  • 4 Holzleisten in 590 x 35 x 20 mm für die Seiten
  • 4 Bogenleisten in 350 x 35 x 20 mm
  • 2 Holzleisten in 325 x 35 x 20 mm für die Türseiten
  • 2 Bogenleisten in 210 x 35 x 20 mm für den Türbogen
Seitenwände:
  • 2 BFU 100 Platten in 966 x 55 x 9 mm für die Außenseite
  • 2 Betonplan in 948 x 55 x 4 mm für die Innenseite
  • 4 Holzleisten in 448 x 35 x 20 mm für die Längsseite
  • 6 Holzleisten in 481 x 35 x 20 mm als Querleisten
Dach:
  • 1 BFU 100 in 990 x 760 x 4 mm für die Oberseite
  • 1 Betonplan in 900 x 670 x 4 mm für die Unterseite
  • 3 Betonplan in 635 x 140 x 18 mm als Dachträger
  • 2 Holzleisten in 900 x 35 x 30 mm als Randleisten
Hunde in Holz-HundehütteAußerdem

4 Kunststoff-Eckleisten und 4 verzinkte Kulissenscharniere als Beschläge.

Werkzeugliste:
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  • Akkuschrauber
  • Exzenterschleifer
  • Hand- und Stichsäge
  • Kartuschenpresse
  • Pinsel
  • Spitzbohrer
  • Tischkreissäge
  • Zwingen
Tipp: Da der Zuschnitt der Baukomponenten sehr aufwändig ist und eine hohe Präzision erfordert, ist es ratsam, diesen im Baumarkt in Auftrag zu geben. Ein eigenhändiger Zuschnitt lohnt sich nur dann, wenn die erforderlichen Werkzeuge sich ohnehin im eigenen Bestand befinden.

Anleitung in 7 Schritten

Schritt 1: Montage der Bodenplatte
Die Längs- und Querleisten der Bodenplatte sowie der Seitenwände verschrauben Sie mit der kleineren Betonplan-Platte für die Oberseite sowie den beiden Betonplan-Platten für die seitlichen Wände der Hundehütte. Damit das Material nicht reißt, werden alle Löcher zunächst vorgebohrt. Die Schraubzwingen erleichtern die Positionierung und Fixierung der Einzelteile erheblich.

Schritt 2: Die Isolierung
Damit sich Ihr Hund bei jeder Witterung wohl fühlt in seinem kleinen Zuhause, ist eine Isolierung unverzichtbar. Doppelwandige Seiten und Böden schaffen die idealen Voraussetzungen. Zwischen Innen- und Außenseite kommen Materialien, wie Styropor, Styrodur, Holzwolle, Schafswolle oder ein anderes kälteabweisendes Material. Bei dieser Anleitung kommen Platten aus Styropor zur Anwendung.
Hierzu legen Sie die Seitenteile sowie die Bodenplatte mit den Holzleisten nach oben, um diese mit den Styroporplatten auszukleiden. Die zugesägten Außenseiten werden anschließend mit PU-Kleber fixiert.

Schritt 3: Eingangstüre bauen
Damit der dekorative Türbogen und die Giebelform einheitlich gelingen, gehen Sie so vor:
  • Die Betonplan-Platte für die Innenseite der Vorderwand mit einem Hilfsloch versehen
  • Einen einfachen Zirkel konstruieren, bestehend aus einer Holzleiste mit 2 Löchern im Abstand von 500 mm
  • Das eine Loch mit der Bohrung der Vorderwand verschrauben
  • Das andere Loch mit einem Bleistift ausstatten, um einen Radius von 500 mm anzureißen
  • Ebenso im Radius von 205 mm verfahren, um den Türbogen zu markieren
Mithilfe der Stichsäge werden jetzt Dachbogen und Eingang ausgesägt. Für die Rückwand ist diese Methode dann einfach zu übertragen.

Schritt 4: Giebel aussägen
Für eine korrekte Verarbeitung müssen beide Giebelwände exakt dieselbe Kontur erhalten. Zu diesem Zweck werden beide Teile verspannt, um eine runde Dachform zu schleifen. Darüber hinaus werden sowohl die beiden Türseitenleisten als auch die beiden Türbogenleisten an der Türöffnung positioniert und angezeichnet.

Die Leisten für den Dachaufbau bereiten Sie so vor:
  • Zuerst an den 4 Seitenleisten den oberen Winkel zu den 4 Bogenleisten ausrichten
  • Alle Teile zueinander präzise positionieren und anzeichnen
  • Darauf achten, dass unter dem runden Zuschnitt eine geschlossene Kante entsteht
Schneiden Sie erst dann die Länge der Leisten zu, wenn sie sich unterhalb des Rundbogens lückenlos zusammenfügen. Mit den Kanten der Vorder- und Rückseite schließen die Seitenleisten bündig ab. Hier wird die Säge bei diesem Arbeitsschritt zuletzt angesetzt.

Schritt 5: Giebel montieren
Im Anschluss an die akkurate Vorbereitung in Schritt 4, können Sie den Giebel nun verleimen. Hierzu richten Sie sämtliche Leisten einzeln aus, was dank der eingezeichneten Markierungen problemlos von der Hand geht. Das Verkleben mit den Giebelinnenwänden ist dann ein Kinderspiel.

HundJetzt wird wiederum mit Styropor gedämmt, damit die Giebelaußenwände aufgeleimt werden können. Eventuell ist nach der Trocknungszeit noch eine Korrektur mit der Säge erforderlich, damit Innen- und Außenseiten übereinstimmen.

Schritt 6: Dach errichten
Da die Giebelseiten jetzt fertig sind, kann der Giebelbogen auf die 3 Dachträger übertragen werden, um diese in Form zu sägen. Zugleich ist es nun möglich, die genauen Winkel der Dachabschlussleisten zu ermitteln und ebenfalls mithilfe der Tischkreissäge zurecht zu sägen. Um diese Abschlussleisten präzise zu positionieren, sind die Dachträger anzupassen. Hierzu übertragen Sie die Abmessungen der Abschlussleisten und kürzen die Ecken der Dachträger entsprechend ein. Dann sind Dachträger und Leisten nur noch zu verleimen und zu verschrauben.
Um das Dachgerüst auf die BFU-Platte der Dachoberseite zu leimen, ist eine helfende Hand jetzt willkommen. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass eine zu lange Zeit vergeht zwischen dem Auftragen des Klebers und dem Verspannen mit den Zwingen.

Schritt 7: Endmontage
Jetzt ist der Bau der Hundehütte bald vollendet, denn es ist nur noch die Dachunterseite anzuschrauben. Zuvor kennzeichnen Sie noch die Positionen der Scharniere, die zum guten Schluss an den Seitenwänden angeschraubt werden. Diese dienen dazu, das Dach ohne Werkzeuge zu öffnen, indem die Scharnierbolzen herausgezogen werden. Die Profilleisten an den Außenecken fungieren als zusätzlicher Schutz.

Fazit

Für den geübten Heimwerker ist es Ehrensache, für seinen Hund eine individuelle Behausung aus Holz zu errichten. Mit dieser Anleitung gelingt das Vorhaben in 7 Schritten. Das Ergebnis ist eine dekorative Hundehütte mit rundem Giebel und entsprechend geformtem Türbogen. Damit sich das vierbeinige Familienmitglied bei jedem Wetter wohlfühlt in seinem Heim, sind Wände und Boden isoliert.