Bauanleitung: Vogelfutterhaus, Futterhaus

Bauanleitung: Vogelfutterhaus bauen Hängendes Vogelfutterhaus aus HolzFür den Bau eines Vogelfutterhauses werden eine Stichsäge, Holzbohrer, Akkuschrauber, Hammer und nach Bedarf Schraubzwingen benötigt. Als Materialgrundlage dienen Vollholzplatten, Vierkanthölzer, Rundstäbe, Holzleim, Holzdübel, sowie umweltfreundlicher Holzlack.

Im ersten Schritt werden die Vierkanthölzer bearbeitet. Mit der Stichsäge muss ein Winkel von 30° zurechtgeschnitten werden. Je nach Ausstattung können diese in Schraubzwingen eingespannt werden, um das Arbeiten zu vereinfachen.  

Die Grundplatte sollte mindestens über die Maße 40 x 40 cm verfügen, um den Vögeln ausreichend

Platz bieten zu können. In die Bodenplatte muss mit einem Holzbohrer, ein Durchmesser von 8 mm reicht aus, jeweils ein Loch in die Ecken gebohrt werden.  Jetzt werden die Vierkanthölzer mit der Bodenplatte verschraubt. Wichtig ist, dass die Holzdübel akkurat in die Bohrlöcher passen. Die gesägten Vierkanthölzer müssen nun mit der Bodenplatte verleimt werden.

Nun müssen in die Vollholzplatten mit einem Winkel von 60° zurechtgeschnitten und anschließend verleim werden.  Die Querleisten können mit Schrauben oder Nägeln mit den Vierkanthölzern verbunden werden.

Da das Vogelfutterhaus offen ist, kann das Dach mit Dachpappe ausgeschmückt werden. Für einen optimalen Witterungsschutz kann Lasur verwendet werden, die auf ökologischen Bestandteilen basiert. Werden chemische Zusätze verwendet, besteht die Gefahr, dass das Futterhaus aufgrund der Gerüche nicht besucht wird. Die Gerüche der Lasur überwiegen im Vergleich zum Geruch des Futters. Eine gute Alternative bietet hier auch Leinöl. Wird das Futterhaus mehrmals damit bestrichen, kann ebenfalls ein zuverlässiger Witterungsschutz geboten werden.

Das Vogelfutterhaus sollte in angemessener Höhe angebracht werden. Entweder in einem Baum oder auf einem hohen Pfosten, da das bunte Treiben andernfalls durch Katzen, Marder oder Füchse gestört werden könnte.

Egal,
welche Form des Futterhauses gewählt wird, es sollte stets darauf geachtet werden, dass es leicht zugänglich ist, damit das Futter, vornehmlich Sonnenblumenkerne, ohne Probleme nachgefüllt werden kann. Für Kinder ist die Fütterung wahrlich ein Highlight, da die Möglichkeit, Vögel aus direkter Nähe zu beobachten, sonst kaum besteht.

Die wichtigsten Tipps zur Hygiene an der Futterstation
  • Achten Sie darauf, dass sich keine Futterreste sammeln, sowohl im Vogelfutterhaus als auch auf der Erde darunter.
  • Vögel verbringen viel ihrer Zeit mit Fressen, und die Verdauung geht während dieser Zeit weiter, deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Futter in kurzer Zeit durch Vogelkot verschmutzt wird.
  • Wenn dieses vom Kot verunreinigte Futter gefressen wird, können so Krankheitskeime weitergegeben werden. 
  • Ein Vogelfutterhaus sollte also regelmäßig von Futterresten befreit und danach einer Reinigung unterzogen werden.
  • Meise am MeisenknödelSie können in der Zoohandel geeignete Reinigungsmittel erwerben, die das Vogelfutterhaus auch gleich desinfizieren.
  • Das Futterhäuschen kann aber auch einfach mit heißem Wasser ausgespült werden, das vernichtet die Keime ebenso.
  • Sie sollten sich angewöhnen, bei der Reinigung aus hygienischen Gründen Handschuhe zu tragen.
Das richtige Futter
  • Dass Sonnenblumenkerne geeignet sind, wurde oben bereits erwähnt, genauer gesagt sind sie ein Basisfutter, welches von den meisten Arten gefressen wird.
  • Wenn Sie die Vögel gerne beim Fressen beobachten, sollten Sie ungeschälte Sonnenblumenkerne füttern, die müssen die Vögel erst “auspacken”, so können Sie ihnen länger zusehen.
  • Meist werden sich Körnerfresser im Futterhaus bedienen, die häufigsten Vertreter unter ihnen sind Sperlinge, Meisen und Finken.
  • Zu

    den bei uns überwinternden Vögeln gehören jedoch auch Weichfutterfresser, Amseln z. B., oder Zaunkönige, Rotkehlchen, Wacholderdrosseln und Heckenbraunellen.
  • Vogelfutterhaus mit KatzeWenn Sie diese Vögel sehen und füttern möchten, müssten Sie ihnen Kleie oder Haferflocken, Rosinen oder Obst anbieten, und zwar in Bodennähe.
  • Im Winter empfiehlt sich eine Futterergänzung durch eine Mischung aus Samen und Fett, entweder selbst gemacht oder gekauft, das ist der berühmte Meisenknödel.
  • Verboten sind alle gewürzten Reste von der menschlichen Tafel, auch Salzkartoffeln, und Brot vertragen Vögel überhaupt nicht gut, es kann sogar im Magen der Vögel gefährlich aufquellen.
Denken Sie bitte daran, den Vögeln auf jeden Fall eine Tränke hinzustellen. Im Sommer wird die Vogeltränke bei Hitze auch gerne für ein erfrischendes Bad genutzt, im Winter kann sie für die Vögel lebenswichtig werden, wenn alle kleinen Pfützen gefroren sind. Auch diese Tränke sollte regelmäßig mit kochendem Wasser ausgespült werden.

Bringt Ihnen die neue Lebendigkeit im Garten Freude? Dann ist als nächstes Projekt bestimmt ein Nistkasten im Garten an der Reihe, der Ihnen zusätzlich die Beobachtung des Vogelnachwuchses ermöglicht.