Carportdach begrünen

Carportdach begrünen

Ein Carportdach wird optisch natürlich viel ansprechender, wenn es mit Grünpflanzen bewachsen ist. Im übrigen wirkt sich eine Carportbegrünung auch sehr positiv und ausgleichend  auf die Umgebung aus:

carport_flwenn es heiß ist, verdunsten die Pflanzen die gespeicherte Nässe und erhitzen sich zudem weniger schnell als Ziegelsteine.

Außerdem wirkt eine Dachbegrünung sogar temperaturausgleichend: im Sommer sorgt sie im Carport für Kühlung und im Winter wirkt sie wie eine Dämmschicht – weniger Kälte also.  Der Blick ins Grüne ist zudem allemal schöner als auf eine nackte Fläche.

Im übrigen finden sich so auch Schmetterlinge und Vögel ein – ein im Sommer ebenfalls naturnaher Anblick. Doch: wie macht man das, ein Carportdach begrünen? Worauf muss man achten? Welche Pflanzen eignen sich? Die folgenden Tipps sollen die Entscheidung und das Ausführen etwas einfacher machen.

Vorbereitung des Carportdachs

Bevor man die Begrünung plant, sollte erst von einem Statiker geklärt werden, ob das Carportdach der künftigen Last auch standhalten kann. Dies ist natürlich ausschlaggebend, ob eine Begrünung überhaupt durchführbar ist. Der Hersteller des Carports kann möglicherweise auch Auskunft geben.

Wer ein Carportdach begrünen will, muss zuallererst die Fläche gründlich reinigen. Erst dann kann mit dem Verlegen des Trennvlieses begonnen werden, welches das Dach schützen soll. Den gleichen Zweck hat auch die nun folgende Teichfolie: Beschädigungen des Dachs verhindern. Diese Folie muss am Rand des Carportdachs ausreichend überlappen und dann befestigt werden, am besten mit einem speziellen Kraftkleber. Nun sollte eine
ausreichend dicke Drainageschicht aufs Dach aufgebracht werden: Kieselsteine, die Staunässe verhindern sollen. Die Schichtdicke sollte etwa 2 – 3 cm betragen. Wichtig ist hierbei das anschließende gleichmäßige Verteilen der Steine – zum Beispiel mit einem Besen. Als nächstes folgt eine Filterschicht-Folie, die über den Steinen ausgebreitet wird. Sonst könnte Schmutz zwischen die Kieselsteine gelangen und das wäre nicht optimal. An den Rand der Folie werden wiederum Kieselsteine geschüttet in einer etwas gröberen Körnung, und zwar aus folgendem Grund: die später innerhalb der Steine aufgetragene Erde würde sonst vom Regen schnell weggespült werden. Daher ist die Stein-Umrandung notwendig.

So, das meiste ist geschafft.: nun kann die Pflanzerde eingefüllt werden. Als Substrat gibt es spezielle Dachgartenerde, die für diesen Zweck am allerbesten geeignet ist. Damit das Gewicht während des Verteilens nicht zu einseitig auf das Carportdach wirkt (nasse Erde ist sehr schwer) bietet es sich an, die noch geschlossenen Säcke mit Erde gleichmäßig über dem Dach zu verteilen. Wenn die ganze Erde sich auf dem Dach befindet, kann mit dem Verteilen begonnen werden.

Dies sollte auch wiederum möglichst gleichmäßig geschehen. Wünschenswert ist eine Gesamtdicke der Erdschicht von ungefähr 8 – 12 cm.dachbegruenung2_fl

Nun endlich können die Pflanzen eingesetzt werden!

Welche Pflanzen eignen sich eigentlich zum Carport begrünen?

Am besten sind jene Pflanzen, die eine Maximalhöhe von 20 cm erreichen können. Hierzu zählen beispielsweise verschiedene Arten von Sedum, aber auch Gräser oder auch Kräuter werden gerne verwendet.
In der ersten Zeit sollte Wer darauf gelegt werden, das Carportdach ausreichend oft zu gießen, damit die Pflanzen auch wirklich anwachsen können.

Die Begrünung eines Carportdachs wird übrigens in

manchen Gemeinden sogar gefördert. Ob das der Fall ist - und wenn ja, wie - lässt sich erfahren beim Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ)
Alles in allem ist das Carport begrünen also nicht nur was fürs Auge, sondern erzeugt auch durchaus ein positives Wohlfühl-Klima in der Umgebung.