Gartenarbeiten rund ums Gartenjahr 2012, Gartenjahrbuch

Gartenarbeiten rund ums Gartenjahr 2012, Gartenjahrbuch

Frühling

Knospen öffnen sich, überall treibt frisches grün, da können Gärtner kaum noch warten loszulegen. Doch Vorsicht, auch an warmen Frühlingstagen treten noch öfter Nachtfröste auf.

Lästige Schnecken bekämpfen

Sobald das Wetter wärmer wird, gilt es die zarten Triebe vor Schnecken zu schützen. Bewährte Methoden sind das Ausstreuen von zerstoßenen Eierschalen oder scharfen Splitt rund um die Basis gefährdeter Pflanzen oder das Aufstellen von Schneckenfallen, indem man Becher ebenerdig in den Boden eingräbt und zur Hälfte mit

Bier füllt.

- Sie können die Schnecken auch abends oder frühmorgens aufsammeln. Dann müssen Sie allerdings mit dem Spaten zerteilen oder zertreten, sonst kehren sie zurück.

Teichpflanzen auslichten

Ziehen Sie wuchernde Unterwasserpflanzen zum Auslichten vorsichtig mit dem rechen nach oben. Holen Sie Pflanzkörbe mit starkwüchsigen Pflanzen heraus, und kürzen Sie einige Stängel ein, bevor Sie die Pflanzen wieder ins Wasser setzen.

Gemüsebeete vorbereiten

Richten Sie zeitig im Frühjahr den Boden für die ersten Saaten und Pflanzen her. Entfernen Sie alles Unkraut, und arbeiten Sie für Starkzehrer gut verrotteten Kompost oder Mist ein.
- Arbeiten Sie die Reste im Herbst gesäter abgefrorener Gründüngungspflanzen mit der Hacke ein.

Moos im Rasen in Schach halten

Im nassen, schattigen oder schlecht ernährten Rasenflächen macht sich häufig Moos breit. Bringen Sie im Frühjahr ein Moosbekämpfungsmittel mit Eisensulfat aus, und ziehen sie dann mit rechen oder Vertikutierer die abgestorbenen Moose heraus.
- Leicht vermoosende Rasen können auf Dauer nur durch häufiges Vertikutien und Belüften (Aerifizieren) verbessert werden. Ersetzen Sie im Schatten den Rasen durch Bodendecker.

Sommer

Im Frühsommer gibt es viel zu tun. Die meisten Pflanzen wachsen rasch, ebenso das Unkraut. Doch ab dem Hochsommer können Sie die Früchte Ihrer Arbeit genießen, müssen aber regelmäßig gießen.

Kletterpflanzen aufleiten

Die langen, biegsamen Stängel der Kletterpflanzen wachsen im Sommer am stärksten und brauchen oft Unterstützung.

Legen Sie Ranken und schlingende Triebe um die Streben der Klettergerüste, und binden Sie kräftigere Stängel mit Gartenschnur oder Bast an.

Auf Schädlinge und Krankheiten achten

In warmen, trocknen Sommern breiten sich Schädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben sowie Echter Mehltau rasch aus, bei feuchtwarmen Wetter viele andere Pilzkrankheiten. Kontrollieren sie Ihre Pflanzen regelmäßig, und greifen Sie bei Befall frühzeitig ein. Durch konsequentes Absammeln oder Abspritzen der Schädlinge und Entfernen kranker Pflanzenteile lässt sich manches Problem meistern, ebenso durch vorbeugendes Ausbringen von Pflanzenstärkungsmitteln gegen Pilzkrankheiten.

Stecklinge für die Vermehrung

Bei vielen Gehölzen, Stauden und Kübelpflanzen eignen sich die jungen, im Frühjahr gebildeten
Triebe gut für die Stecklingsvermehrung. Schneiden Sie davon etwa 100 mm lange Stecklinge direkt unter einem Blattknoten, entfernen Sie alle Blätter bis auf die zwei obersten Blattpaare, und stecken Sie die Stecklinge in Anzuchterde. Gießen Sie sie leicht an, und stülpen sie eine durchsichtige Folie als Verdunstungsschutz über den Topf.

Den Garten bewässern

Je heißer und trockner der Sommer, desto entscheidender wird richtiges Gießen. Bewässern Sie frühmorgens oder abends, um die Verdunstung gering zu halten. Gießen Sie abwechselnd bestimmte Bereiche durchdringend,

statt den ganzen Garten oberflächlich zu berieseln. Sammeln Sie nach Möglichkeit Wasser in Regentonnen.

Herbst

Häufig hat der Herbst noch schöne, wenn auch kühlere Tage zu bieten. Es ist eine hervorragende Zeit, um zu pflanzen und späte Blüten, Ernten und die Herbstfärbung der Gehölze zu genießen.

Samen ernten und aufbewahren

Sammeln Sie Samen für die nächstjährige Aussaat an einem sonnigen Tag, und lagern Sie sie erst ein, nachdem sie völlig abgetrocknet sind. Verwahren Sie die Samen in Papiertüten (nie in Plastikbeuteln), auf denen sie Art, Sorte und Erntedatum notieren. Lagern Sie die Tüten kühl, trocken und dunkel.

Halten Sie den Teich Laubfrei

Herbstliches Falllaub kann den Teich stark belasten. Wenn es sich am Teichgrund sammelt, besteht die Gefahr der faulschlamm- und Faulgasbildung. Fischen Sie mit Rechen oder Kescher die Blätter regelmäßig aus dem Wasser. Stehen größere laubabwerfende Gehölze in der Umgebung, empfiehlt es sich, ein feinmaschiges Netz über den Teich zu spannen. Nehmen Sie es alle 14 Tage herunter und befreien es vom Laub. Befestigen Sie es dann wieder über der Wasseroberfläche.

Stauden pflanzen

Der Frühherbst eignet sich gut, um Stauden zu pflanzen oder auch durch Teilung zu vermehren. Der Boden ist noch warm, und die Pflanzen gehen allmählich in ihre Ruhezeit über. Lockern Sie den Boden gründlich, und mischen Sie reichlich gut verrotteten Kompost darunter. Tauch Sie die Wurzeln der Stauden vor dem Einsetzen etwa 1 Stunde lang in Wasser. Treten Sie hinterher die Erde rund um die Pflanzen an, und gießen Sie sorgfältig.


Lassen Sie Zwiebeln abtrocknen

Ernten Sie Zwiebeln nur an trockenen Tagen. Zum Abtrocknen lassen Sie diese 10 - 14 Tage auf dem Beet liegen oder hängen sie an einem regengeschützten luftigen Platz auf, in kleinen Büscheln zusammengebunden an ihren Schlotten. Verfahren sie ebenso mit Knoblauch. Noch feuchtes erntegut kann sehr schnell schimmeln oder faulen.

Winter

Im Garten gibt es immer etwas zu tun, doch im Winter bleibt viel Zeit, um zu planen und in Katalogen und Gartenbüchern zu schmökern. Holen Sie sich Anregungen für eine interessante Gartengestaltung.

Planen Sie das nächste Gartenjahr

Lassen sie das gerade zu ende gehende Gartenjahr Revue passieren: Gab es Zeiten, in denen es an Blüten mangelte? Oder Bereiche, die Sie nicht recht befriedigt haben? Holen Sie sich Inspirationen aus Gartenbüchern, -zeitschriften und -katalogen, und erstellen Sie eine Wunschliste. Das lässt sich sicher nicht alles auf einmal realisieren, aber einige Ihrer bevorzugten Ideen können Sie gleich in konkrete Pflanzpläne und Pflanzlisten umsetzen. Wählen Sie dann die geeigneten Bezugsquellen und -termine für ihre Wunschpflanzen aus.

Gemüsegarten mit Konzept

Planen Sie die Belegung der Gemüsebeete besonders sorgfältig, und achten Sie dabei auf Fruchtfolge und Fruchtwechsel. Listen sie genau auf, was Sie an Samen und Pflanzen brauchen, und machen Sie einen Zeitplan.

Ordnung macht das Gärtnern leichter
Nutzen Sie die Winterzeit, um Gartenhaus oder Geräteschuppen aufzuräumen und eventuell mit Regalen und Aufhängeleisten Platz sparender einzurichten.

Drehen Sie vor den ersten Frösten die Wasserzuleitung für den Garten ab, lassen Sie die Rohre leer laufen und die Hähne offen. Umwickeln Sie die Hähne mit isolierenden Lappen oder Säcken.

Winterschutzmaterial aus der Natur

Gute Isolation bei gleichzeitiger Luftdurchlässigkeit, das sind die Anforderungen für eine geeignete Frostschutzabdeckung für Pflanzen. Locker aufgeschichtetes Laub und Nadelholzreisig erfüllen dies optimal. Fichten- und Tannenzweige eignen sich mit ihren dichten, langen Nadeln besonders gut. Forstämter und manche Gärtnereien helfen, wenn Sie größere Mengen brauchen.