Hauseinfahrt pflastern und gestalten

Hauseinfahrt pflastern und gestalten

Zu einem schönen Eigenheim gehört auch eine schöne Einfahrt. Immerhin ist auch dies ein Teil des trauten Heimes, der sehr oft, wenn nicht täglich, angesehen wird.

Zur Verschönerung der Hofeinfahrt gibt es verschiedene Varianten.

Wer etwas möglichst Variables in Form und Farben möchte, das viele Gestaltungsmöglichkeiten aufweist, sollte sich überlegen, die Hauseinfahrt zu pflastern. Oder pflastern zu lassen, wenn man es selbst nicht kann.

Bevor mit der Arbeit begonnen wird, sollte sich der Bauherr überlegen, wie genau die Einfahrt aussehen soll und entsprechendes Material besorgen.

Beim Pflastern bedeutet dies: Er braucht Pflastersteine, Schotter und Split sowie einige Werkzeuge, um die Steine wie gewollt zu verlegen. Der große Vorteil an Pflastersteinen ist, dass man sie in verschiedenen Farben und Formen bekommt. So ist es sogar möglich, Muster in die Einfahrt zu legen, wenn man verschiedene Arten von Pflastersteinen kombiniert. Hier ist der Fantasie keine Grenze gesetzt, solang das Muster in die vorhandenen Quadratmeter passt.

Die Einfahrt pflastern

Das Pflastern selbst ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussehen mag. Wichtig ist vor dem Beginn des Steinelegens, dass das Fundament stimmt.

Daher wird zuerst ein kleiner Aushub der Fläche gemacht, damit die Pflastersteine später gut in der Erde liegen und nicht wackeln. Die Höhe dieses Aushubes hängt von der Höhe der Pflastersteine ab, aber auch von der Menge und der Höhe des Schotters darunter. So kann die Aushubhöhe zwischen 15cm und 35cm liegen. Wird eine Garageneinfahrt gepflastert oder ein Stellplatz, empfiehlt sich dickerer Unterschotter und somit auch ein tieferer Aushub, damit die Pflasterung auch den täglichen Anforderungen standhalten kann, ohne dass es schnell zu Fahrtrillen kommt.

Nachdem der Aushub fertiggestellt wurde, wird also eine Schicht (möglichst feinkiesiger) Schotter eingeschüttet. Die Körnung der Steine sollte hier bei 10mm bis 45mm liegen. Die Ausfüllhöhe liegt zwischen 10cm und 20cm, je nachdem, ob die Einfahrt viel befahren wird und welche Pflastersteine gewählt wurden. Nach dem Einschütten muss der Schotter noch verdichtet werden. Dies wird mit einer sogenannten Rüttelmaschine gemacht, die in einem Baumarkt geliehen werden kann. Diesen Vorgang nennt man auch "abrütteln". Ist der Schotter fest, wird noch eine Schicht Edelsplitt darüber gestreut, die optimale Körnung der Steine liegt hier zwischen 2mm und 8mm. Es sollte bis maximal 5cm aufgefüllt werden und dann
gerade gezogen. Man spricht hier auch von "nivelieren". Die fertige Ebene kann dann auch mit einem Niveliergerät überprüft werden. Gegebenenfalls muss nachgezogen werden, denn es ist wichtig, dass diese Fläche wirklich gerade ist, da sonst die Pflastersteine später verrutschen können.

Danach kann mit der Pflasterung selbst begonnen werden. Je nach Muster wird dies an einer geraden Seite getan. Wichtig ist dabei auch eine Richtschnur, nach der sich der Handwerker orientiert und das Pflaster gerade, wie gleichmäßig verlegen kann.

Die Breite der Fugen ist abhängig von Muster und Art der Pflastersteine. Beim Kauf der Steine sollte der Käufer eine entsprechende Anleitung erhalten, nach der er sich beim Verlegen der Pflastersteine richten kann. Dieser Anleitung geht auch hervor, wie genau das Legen des Musters begonnen wird, wie die Richtschnur zu handhaben ist und auch die Fugenbreite ist hier dargelegt.

In

der Regel allerdings liegt die Fugenbreite zwischen 3mm und 6mm.

Für eventuelle Ränder und Einpassungen einzelner Steine wird ein Betonschneider verwendet, mit welchem man die Steine in die passende Form für das fortlaufende Muster bringen kann.

Wenn die Pflastersteine alle wie gewünscht liegen, wird die fertige Fläche "eingesandet". Das bedeutet. Dass (in den meisten Fällen und empfohlenerweise) Quarzsand über der Fläche verteilt wird und in die Fugen eingekehrt.

Wer eine strapazierfähige Fläche wünscht, sollte anschließend auch noch mit einem Flächenrüttler über die fertige Fläche gehen, wobei man sich hier von außen nach innen arbeitet. Es empfiehlt sich auch eine Gummierung der Unterseite des Rüttlers, damit keine Schäden an den Pflastersteinen selbst auftreten.
Nach dem Rütteln muss ggf. noch mal Quarzsand über die Fläche geschüttet werden und offen gewordene Stellen müssen neu eingekehrt werden.

Wenn alle Fugen dann mit Sand gesichert sind, wird das fertige Pflaster mit einem Gartenschlauch abgespritzt, damit der überschüssige Sand verschwindet. Hierbei spricht man auch von "Einschlämmung".

Gestaltungsmöglichkeiten

Der Kreativität bei der Gestaltung der Hofeinfahrt sind generell keine Grenzen gesetzt. Natürlich muss man nicht die gesamte zur Verfügung stehende Fläche pflastern, man kann auch nur einen Teil pflastern (lassen) und einen Teil mit Blumenbeeten, Rasenflächen oder Bäumen gestalten.

Besonders schön machen sich meistens kleinere Beete in der Pflasterung, die saisonbedingt schön bepflanzt werden können. Das vermittelt zudem auch Wärme und sorgt für ein heimisches Gefühl.
Für Freunde von Rankpflanzen gibt es viele schöne Gebilde, die man aufstellen kann, an denen sich die Pflanzen (auch in schönen Mustern) hochranken können. Auch das gibt eine schöne Optik auf der Einfahrt.
Auch kleinere Mauern oder Ähnliches als Abgrenzung verschönen Hofeinfahrten deutlich mehr als einfache Metallzäune.

Viele schöne Ideen (und auf Wunsch auch eine Beratung) liefert vielleicht auch ein Besuch beim Landschaftsgärtner.