Pflanztröge und Pflanzkübel aus Holz selber bauen

Pflanztröge und Pflanzkübel aus Holz selber bauen

Pflanztröge und Kübel aus Holz lassen sich mit relativ wenig Aufwand leicht selbst bauen. Auf diese Weise kann ihre Form und Größe genau an die eigenen Wünsche und die Pflanzen, die darin wachsen sollen, angepasst werden.

gartendekoration-holz flEine relativ einfache Art, Pflanztröge und Kübel selbst zu bauen, besteht in der Verwendung von Kanthölzern für die Ecken und glatten Leisten, um die Zwischenräume zu füllen. Dies ist zwar eine recht simple Konstruktion, sie ist aber zugleich

sehr robust, stabil und dauerhaft.

Für die Flächen an den Seiten eignet sich das Profilholz, das an den Längskanten mit Nut und Feder versehen ist und sich leicht ineinander stecken lässt, sodass sich eine glatte Fläche ergibt, die sich kaum verzieht. Wer handwerklich geschickt und kreativ ist, findet sicherlich noch viele weitere Möglichkeiten, um einen Pflanzkübel selber zu bauen, einige Grundregeln gelten jedoch in jedem Fall.

Schutz vor Feuchtigkeit

Der Boden eines Pflanzkübels aus Holz sollte auf keinen Fall später auf dem Boden aufliegen, denn selbst mit einem guten Holzschutz würde er bald zu verrotten beginnen. Er benötigt daher Füße, die unter die Bodenfläche geschraubt werden. Hierfür eignet sich Kunststoff oder ein nichtrostendes Metall. Sollen auch die Füße aus Holz gefertigt werden, können diese mit Schuhen oder zumindest einem guten Holzschutz gegen die Feuchtigkeit geschützt werden.
  • Bei Pflanztrögen, deren Ecken aus Kanthölzern bestehen, wird der Boden nicht am Ende der Kanthölzer, sondern etwas oberhalb angebracht, um auch
    in diesem Fall die Bodenplatte vor dem direkten Kontakt mit der Erde zu schützen.

  • Bei allen Pflanzgefäßen für den Außenbereich ist unbedingt dafür zu sorgen, dass Regenwasser abfließen kann. Kübel aus Keramik haben hierfür meist Löcher, bei Pflanzkübeln aus Holz lässt sich dies jedoch noch einfacher verwirklichen, indem der Boden nicht aus einer geschlossenen Fläche, sondern aus einzelnen Leisten besteht, zwischen denen ein Abstand von ein bis zwei Zentimetern gelassen wird.

  • Soll der Kübel direkt, also ohne weiteres Pflanzgefäß bepflanzt werden, müssen auch die Seiten von innen mit einer Teichfolie oder einem ähnlichen Material vor der feuchten Pflanzerde geschützt werden.
Leim, Schrauben und Holzschutz

Beim Verleimen der einzelnen Holzelemente ist es wichtig, darauf zu achten, hierfür nur wasserfesten Leim zu verwenden, der für den Außenbereich geeignet ist. Ebenso rosten Schrauben, Winkel, Nägel und andere Verbindungsmaterialien im Freien bald, deshalb sind für diesen Zweck nichtrostende Materialien wie Edelstahl besser geeignet.

Ein guter Holzschutz ist bei allen Pflanzgefäßen aus Holz extrem wichtig, denn nur auf diese Weise können sie vor Feuchtigkeit, Pilzen und Schädlingen geschützt werden. Ausgenommen hiervon sind die Pflanzgefäße aus Tropenholz, das in den Baumärkten als Schnittholz jedoch kaum zu finden ist. In den meisten Fällen wird daher beim Eigenbau von Holzkübeln auf heimische Holzarten wie die Fichte zurückgegriffen. Sie benötigt jedoch als Weichholz einen noch besseren Schutz als die recht wetterbeständigen Holzarten wie Lärche, Robinie und Douglasie.

Einen guten Schutz des Holzes bieten sowohl die transparenten und die deckenden Holzlasuren wie auch Lacke. Welchem Produkt der Vorzug gegeben wird, ist eine Frage des Geschmacks. Wer etwas Farbe in seinen Garten bringen möchte, findet Lacke

für den Außenbereich in vielen verschiedenen Farben, wer dagegen den Holzcharakter beibehalten möchte, sollte sich für eine Holzlasur entscheiden. Für Holzkübel eignen sich die Dünnschichtlasuren am besten, denn sie können problemlos erneuert werden. Hierzu werden sie leicht angeschliffen und danach einfach wieder mit Lasur überstrichen. Dickschichtlasuren dagegen müssen abgeschliffen werden, wenn nach einiger Zeit ein neuer Oberflächenschutz nötig ist und sind daher etwas aufwändiger in der Verarbeitung.