Stützmauer aus Gabionen, Beton oder Fertigteilen?

Stützmauer aus Gabionen, Beton oder Fertigteilen?

Die verschiedensten Gründe sprechen für den Bau einer Stützmauer. Diese kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Es bieten sich Beton und vorgefertigte Fertigteile an, aber auch Gabionen, die Gitterboxen, die immer häufiger ebenfalls als Lärmschutzwall an den Autobahnen eingesetzt werden.

mauern_flJedes dieser Materialien hat seine Vorteile, manchmal aber auch Nachteile. Wer eine Stützmauer bei sich zu Hause errichten möchte, sollte also abwägen, welche Lösung für den eigenen Garten die beste ist.

Ein Fundament braucht jede Stützmauer

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Sowohl mit Fertigteilen, wie auch mit Beton oder Gabionen kann nicht auf ein Fundament und eine angemessene Entwässerung des Abhanges, der abgestützt werden soll, verzichtet werden. Das heißt, ein Erdaushub ist unvermeidbar. Die Tiefe des Grabens, der mit dem Fundament und einer Sickerung aus Kies versehen wird, richtet sich dabei nach der Höhe der späteren Mauer.

Neben der Füllung mit Kies sollte darauf geachtet werden, dass das Fundament gleichmäßig und blasenfrei gegossen wird. Nur so bleibt es über viele Jahre haltbar. Es ist eine Überlegung wert, auch bei Eigenarbeit beim Bau der Stützmauer die Hilfe eines Profis für das Fundament in Anspruch zu nehmen. Das ist ein Mittelweg bei den Kosten, gewährleistet aber die bestmögliche Ausführung der Arbeit.

Vorteile und Nachteile der betonierten Stützmauer

Eine betonierte Stützmauer setzt eine Schalung voraus, die dann mit dem Beton ausgegossen wird. Nach einigen Tagen kann die Schalung entfernt werden; die Mauer muss aber dennoch noch komplett aushärten, was einige Wochen dauern kann.

Zwei entscheidende Vorteile bringt
das Material Beton mit sich: Die Stützmauer wird kaum zu zerstören sein und die Arbeit, rechnet man die Zeit des Aushärtens weg, ist relativ schnell erledigt. Schalungen können gemietet werden; der Gartenbesitzer muss also das Zubehör nicht eigens kaufen, wenn es später nicht wieder benötigt wird.

Auch, wenn die Mauer im Garten hinter dem Haus errichtet werden soll, ist es nicht nötig, per Schubkarre alles, was von der schweren, halbfesten Masse benötigt wird, von Hand hinter das Haus zu transportieren. Der Betonmischer bringt den verarbeitungsfertigen Beton, der dann mithilfe von Pumpen an Ort und Stelle kommt.

Unverzichtbar ist ein Rüttler, der aus dem Beton die Bläschen entfernt und dafür sorgt, dass eine kompakte, lochfreie Mauer entsteht. Der Nachteil einer Stützmauer aus Beton ist die Optik, die aber durch Verkachelung oder eine Verkleidung mit Putz, Steinen oder Klinkern, ein Aufschütten mit Erde und die nachträgliche Bepflanzung ausgeglichen werden kann.

Die Stützmauer aus Fertigteilen

gabionen6_flFertigteile sind ebenfalls aus Beton gefertigt und werden einfach auf das vorbereitete Fundament gesetzt und miteinander verbunden. Hier spart man die Aushärtungsphase, sowie das Aufbauen und Entfernen der Schalung. Optisch nicht viel anders, als die gegossene Stützmauer aus Beton, kann auch hier durch allerlei Verschönerungen der karge Anblick der Betonmauer aus Fertigteilen versteckt werden.

Gabionen für die Stützmauer verwenden

Gabionen unterschieden sich in der Optik deutlich von der Betonmauer, selbst, wenn die günstigste Variante, bei der der verzinkte Stahldraht-Kasten nur aufgeschüttet wurde, gewählt wird. Preislich etwas höher liegen jene Gabionen, die an der

Sichtfläche von Hand befüllt wurden und damit eine schönere Ansicht bieten. Im Laufe der Zeit wachsen die Steine innerhalb der Gitterboxen ein.

Es ist durchaus möglich, dass das Eisen im Laufe einiger Jahre kaum noch sichtbar ist, und der Eindruck einer Steinmauer, bewachsen und belebt von vielen Pflanzen und Tieren, entsteht. Gabionen können einfach aufeinander aufgesetzt werden, aber auch stufenförmig. Es gibt die mit Kies befüllten Stahlgitterboxen in den Größen zwischen einem Viertel-Kubikmeter und vier Kubikmetern.

Der Schotter ist unverwüstlich, und schüttet der Gartenbesitzer seine Gabionen Stützmauer mit Erdreich auf, dauert es nur ein Jahr, bis hier bereits alles grünt und blüht und die Mauer eigentlich gar nicht mehr zu sehen ist.