Gartenkies/Zierkies - Infos zu Preisen und Materialien

KiesgartenLaut Wikipedia umfasst die Korngröße Kies nach DIN 4022 gerundete Gesteins- und Mineralkörner, die einen Korndurchmesser zwischen 2mm und 63 mm aufweisen und damit Grobsand sind.
Unterschieden werden:
  • Grobkies - 20,0 bis 63,0 mm
  • Mittelkies – 6,3 bis 20,0 mm
  • Feinkies – 2,0 bis 6,3 mm
Kies kann runde oder scharfkantige Formen haben. Er kann sowohl natürlich entstanden sein, als auch künstlich hergestellt. Kies hat ein hohes Porenvolumen und somit eine hohe Wasserdurchlässigkeit, weshalb er häufig verwendet wird, beispielsweise im Garten. Hier dient

er unter anderem als Zierschicht auf Beeten und größeren Flächen. Reiner Kies enthält kaum Pflanzennährstoffe. Oberflächenwasser versickert schnell. Beides sorgt dafür, dass Kies kaum bewachsen wird. Außerdem wird Kies zum Bauen verwendet, z.B. beim Unterbau von Wegen, Straßen, Terrassen, Einfahrten, unter Carports usw. Größere Körnungen eignen sich auch als Gabionenfüllung.  Zierkies ist einfach dekorativer Kies für den Garten, für Wege und Freiflächen oder auch als Spritzschutz für den Haussockel.  Er macht sich besonders gut in Kombination mit Wasser, egal ob Wasserlauf, Brunnen oder als Abgrenzung von formalen Wasserbecken.

Verschiedene Arten und Sorten von Zierkies

Als Kies werden kleine Steinchen aus Fließgewässern bezeichnet, die durch den Transport im Wasser glattgeschliffen werden. Die mit groberen Kanten werden durch die so genannte Trommelung aus Natursteinblöcken gewonnen und zum Rundkorn geformt. Zunächst unterscheidet man Gartenkies nach zwei Kriterien, mit natürlich gerundeten Kanten oder mit künstlich gerundeten.

Zu den natürlich gerundeten gehören beispielsweise:
  • Bordeaux Kiesel beige – helle, aber nicht weiße Farbe mit dunkleren Tönen
  • Gletscherkies bunt – buntes Durcheinander, sehr runde Kanten, ähnlich wie Flusskiesel, wirkt sehr natürlich
  • Quarz Edelweiß Rundkorn – weiß mit dunkleren Einschlägen
  • Quarz gelb Rundkorn – hellgelblich aber mit orangen Einschlägen, manche auch weißlich grau
  • Quarzkiesel weiß – verschiedene Weißtöne
Zu den künstlich gerundeten gehören:
  • KiesgartenAlpen grün – graue Steine mit grünem Einschlag
  • Basalt bunt poliert – sehr rundliche Kanten, bunte Mischung, sehr natürlich aussehend, ähnlich wie Flusskiesel
  • Basalt extraschwarz Rundkorn – graue Steine
  • Naturgranit hellgrau – helle Steinchen mit zahlreichen dunklen Punkten darin, so dass sie grau aussehen
  • Terracotta Rot – hell bis rötliche Steinchen, passt gut zu mediterranen Gärten und Terrakottagefäßen
Zu den häufig genutzten Kiesarten
gehören:
  • Granit – sehr harter Stein, hohe Wetterfestigkeit, Härte und Widerstandskraft, in unterschiedlichen Farben im Angebot, jeweils nach Mineralzusammensetzung
  • Carrara – Marmor aus Italien, Edelkies, wird meist in weiß und grau angeboten, bleibt leider nicht so, sondern verfärbt sich in der Regel
  • Lavakiesel – natürliches Lavagestein, unverrottbares Mulchmaterial, guter Wasserspeicher
  • Basalt – wetterbeständiger, vulkanischer Naturstein, verschleißt nicht, nicht ideal für Wege, da etwas rutschig bei Nässe, verschiedene Farben im Angebot
  • Alpendolomit – Gestein aus den Alpen, Karbonatgestein, härter als Kalk, Schichtaufbau mit deutlicher Zerklüftung, preiswerter Naturstein, in zahlreichen Farben im Angebot
  • Quarz hell – von weiß bis grau und beige bis hin zu einigen fast schwarzen Steinen, sehr hart, sehr wetterfest und frostbeständig, ideal für Teiche und Wege
Außer Zierkies gibt es noch Baukies. Dieser wird im Haus- und Gartenbau genutzt. Es gibt unterschiedliche Arten. Frostschutzkies nimmt man zum Haus- und Wegebau, Betonkies oder feinen Estrichkies als Zuschlag. Filterkies ist ideal für sickerfähige Untergründe bei Brunnen und Zisternen. Reiner Baukies kommt beim Hausbau zum Einsatz.


  • Flusskies wie Rheinkies (16 bis 32 mm Körnung) – 1 Kubikmeter entspricht 1,6 bis 1,8 Tonnen – als Beispiel
Kiespreise

KiesgartenKies ist nicht gleich Kies. Jede Kiesart hat bestimmte Eigenschaften und auch eigene Preise. Zierkies ist meist etwas hochpreisiger, denn dieser Kies wird gesondert sortiert, gesiebt und außerdem spielen die Farben eine Rolle. Kies als Füllmaterial verwendet, ist deutlich günstiger zu haben. Kies wird meist in größeren Mengen benötigt. So können ihn nur wenige Bauherren selbst transportieren. Meist muss er angeliefert werden. Diese Lieferkosten müssen auch bedacht werden. Sie sind mitunter recht hoch. Am preiswertesten ist, wenn der Kies einfach vor oder auf dem Grundstück abgeschüttet werden kann. Einige Lieferanten bringen allerdings die Ware auch im Container oder BigBag, gegen Mehrkosten versteht sich. Im Baumarkt wird Kies in Säcken angeboten, meist in 25 kg Säcken, seltener auch in 15 kg-Säcken. Ein BigBag wiegt meist eine oder eine halbe Tonne. Bei der Recherche habe ich immer wieder gelesen, dass man den Kies nicht im Baumarkt kaufen soll, da er dort ein Vielfaches von dem kostet, was in der Kiesgrube fällig wird. Dort gibt es den Kies aber in der Regel unverpackt.
  • Rheinkies Gletscher bunt – 25 kg – gut 5 Euro. Ich habe allerdings auch Angebote gefunden, da zahlt man für 10 kg 14 Euro. Wenn man sich die Preise pro kg ansieht, bekommt man also Rheinkies schon ab 20 Cent das Kilo. Buntkies ist meist der preisgünstigste.
  • Edelkies wie Marmor ist deutlich teurer. Zwar kostet das kg nur etwa ab 25 Cent, aber hochgerechnet auf 1.000 kg oder mehr summiert sich der Unterschied schon. Der 25 kg Sack kostet so an die 9 Euro.
  • Basaltkies ist ebenfalls teurer als Buntkies, aber nur minimal.
Tipp: Wer große Menge benötigt, kann beim Kauf handeln. Je mehr Kilogramm oder Tonnen abgenommen werden, umso günstiger wird der Kilopreis.

Fazit

Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Garten- bzw. Zierkies. Sie unterscheiden sich durch die Gesteinsart und die Korngröße. Manche Kiesel sind von Natur aus rundgeschliffen, andere werden gebrochen und dann so bearbeitet, dass sich die Kanten abrunden. Kiesgärten oder auch nur Kiesbeete sind sehr beliebt, denn wenn sie richtig angelegt werden, sind sie sehr pflegeleicht. Zu viele Flächen sollte man aber nicht mit Kies auslegen, das wirkt schnell steril und kalt. Außerdem verändert diese Gestaltungsart auch das Mikroklima des Gartens. Außer Zierkies gibt es auch Baukies. Der kommt für den Haus- und Wegebau zum Einsatz. Dieser Kies ist grober, hat nicht so abgeschliffene Kanten.