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Kopfsteinpflaster

Kopfsteinpflaster ist ein typisches Material für die Wege in Fußgängerzonen in historischen Stadtgebieten, für Fußwege, Radwege, Einfahrten zu Häusern, Parkplätzen und auch für Wege im heimischen Garten hat sich dieses Material durchgesetzt.

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Die Kopfsteinpflastersteine sind oben leicht abgerundet und werden auch als Katzeköpfe bezeichnet. Unterschieden wird das Kopfsteinpflaster in gebundenen und ungebundenen Ausführungen, die von der Optik her sehr ähnlich sind, jedoch völlig unterschiedliche Eigenschaften besitzen.

Kopfsteinpflaster hat eine Einfärbung in vielen Grau-, Schwarz und Sandstufen. Die Pflasterdecke selbst besitzt nur eine sehr geringe Tragfähigkeit, so dass die Schicht unter der Pflasterdecke unterstützend aus Schotter, Drainbeton oder Drainasphalt bestehen muss. Die Dicke dieser Unterschicht richtet sich nach der zu erwartenden Belastung - ob sich also Fußgänger oder Fahrzeuge auf ihr bewegen.

Kopfsteinpflaster / Pflaster verlegen
Die ungebundene Bauweise ist die am häufigsten gebrauchte und auch die älteste Konstruktionsart. Hierbei werden die Steine auf ein Bett aus Splitt, Sand oder Granulat gesetzt. Das Fugenmaterial besteht in der Regel aus dem gleichen Material wie der Untergrund. Auf statische oder dynamische Belastungen reagiert diese Konstruktion mit einer ...



elastischen Verformung, was zur Folge hat, dass thermische Belastungen abgebaut werden können und keine Spannungen entstehen. Grundsätzlich ist eine so verbaute Pflasterdecke wasserdurchlässig. Nachteil hierbei ist der lose Fugenstoff, der aus der Fuge geschwemmt werden kann und auch durch Kehrmaschinen angesaugt wird. Die Steine können so ihren Halt verlieren und auch das Unkraut hat eine wesentlich bessere Chance, sich auszubreiten.

Die andere Bauweise ist die gebundene Bauweise, die meist nur bei Natursteinen verwendet wird. Das Pflasterbett sowie die Fugen bestehen hierbei aus einem Zementmörtel, der durch Zusätze verbessert wird. Bei dieser Verbauung entstehen keinerlei Verformungen, so dass auch von einer starren Bauweise gesprochen wird. Eigentlich ist dies jedoch nicht ganz korrekt, denn auch gebundene Pflasterdecken bewegen sich, jedoch sind diese Bewegungen so gering, dass sie keinerlei Erwähnung bedürfen. Wird jedoch durch Witterungseinflüsse, wie Frost, die geringe Dehnung überschritten und die Zugfestigkeit verringert sich, entstehen Risse und die Fugen lösen sich. Das hat zur Folge, dass sich einzelne Steine lösen können. Um dem entgegenzuwirken, gibt es einen speziellen Zweikomponenten - Fugenmörtel auf Harzbasis. Dieser spezielle Fugenmörtel ist wasserdurchlässig und verhindert ein hochfrieren. So können keine Risse entstehen und sich auch keine einzelnen Steine lösen.

Das Material besteht aus Quarzsand und einem abgepackten Harz, je nach Anbieter unterscheiden sich auch die Farben. Den Fugenmörtel gibt es in den Farben Sand, Basalt und Grau.

Bei der gebundenen Bauweise müssen die Tragschichten unterhalb des Pflasters besonders verformungsstabil hergestellt werden. Daher ist diese Bauweise nur mit einer genauen Planung, abgestimmten Materialien und einer aufwendig Herstellung realisierbar.

Beim Einbau von Pflastersteinen ist das Oberflächengefälle ein sehr wichtiger Punkt. Das Oberflächengefälle sollte zu einem Bodeneinlauf bzw. einer Entwässerungsrinne hin geneigt sein. So kann Oberflächenwasser gezielt in die Kanalisation abfließen. Dies ist von Bedeutung, da nicht ablaufendes Wasser im schlimmsten Fall zu Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden führen kann. Daher sollte eine Pflasterfläche, die an Gebäudeteile angrenzt, niemals so angelegt werden, dass sich Staunässe bilden kann.  

Kopfsteinpflaster hat mehrere Funktionen, u.a. festigt es den Weg und schützt ihn gegen Witterungseinflüsse. Bei der Verwendung von Kopfsteinpflaster ist mit einer erhöhten Straßenlärmbelästigung zu rechnen. Dies liegt an der Rauhigkeit der Fahrbahn und dem Reifenprofil der Fahrzeuge. Die verschiedenen Profile und die Karkassen werden in Schwingungen versetzt und strahlen einen Luftschall ab. Die Geräusche, die wahrzunehmen sind, werden aerodynamische Geräusche genannt. 



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