Gartenweg bauen - Materialien & Planung

Materialien für den Gartenweg UnterbauNeben dem Pflaster oder den Platten sind noch einige andere Materialien nötig, um den Weg zu vollenden.

Sand

Sand ist als Untergrund von Kopfsteinpflaster, sowie zum Verfugen sehr wichtig. Als Untergrund kann man grobkörnigen Sand verwenden. Für die Fugen ist feinkörniger Sand oder auch Quarzsand sehr gut geeignet.

Kies und Schotter

Für das Verlegen von Platten ist Schotter und Kies als Untergrund unabdingbar, da diese die Grundlage für das Ablaufen des Regenwassers bilden. Der Schotter

kann eine Korngröße von bis zu 50mm besitzen. Kies oder auch Splitt sollte eine Korngröße von max. 9 mm besitzen.

Beton

Die Verwendung von Beton ist im Allgemeinen für das Verlegen von Pflaster recht ungewöhnlich. Wer jedoch Stufen, Treppen oder Absätze plant, sollte auf einen Betonsockel nicht verzichten.

Dies sind die wichtigsten Werkzeuge und Materialien die sie mehr oder weniger für das Pflastern benötigen. Bevor der Bau jedoch beginnen kann, sollte man die geplanten Wege vermessen und genau abstecken, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

Wie belastbar soll der Gartenweg sein?

Bevor Sie an die Auswahl und den Einkauf aller benötigten Materialien gehen, steht eine strategische Entscheidung an: Handelt es sich wirklich nur um einen reinen Gartenweg, der also höchstens mit dem Gewicht mehrerer Menschen (Gartenparty) belastet werden wird, oder stellt der Weg zumindest teilweise eine Zufahrt dar?
  • Ihr Gartenweg könnte zumindest funktionell eine Zufahrt darstellen, die vom Auto befahren werden soll, aber optisch mit zum Gartenweg gehört und genauso aussehen soll wie dieser.
  • Wenn ein Gartenweg zumindest zum Teil befahrbar sein soll, stellt das ganz andere Anforderungen an die Gestaltung des Untergrundes.
  • Auch bei den sonstigen für den Gartenweg auszuwählenden Materialien samt dem Unterbau kommt es auf die geplante Nutzung an.
  • So wird meist ein Weg als Hauptweg durch den Garten angelegt, dieser wird häufig benutzt werden und auch mit der Schubkarre befahren werden.
  • Ein solcher Weg sollte keine Stolperkanten aufweisen und eine rutschfeste Oberfläche haben, hier wird in der Regel
    eine Pflaster-Lösung mit entsprechendem Unterbau gewählt.
  • Nebenwege können in ihrer Gestaltung sehr viel mehr auf das Gesamtbild des entsprechenden Gartenbereiches Rücksicht nehmen.
  • So können romantische Pfade zwischen den Beeten sehr viel einfacher und naturnaher angelegt werden.
  • Solche kleinen Wege können durchaus ohne großen Unterbau nur aus Kies, durch Verlegung einzelner Platten oder auf Rindenmulch gefertigt werden.
Wie breit soll der Gartenweg werden?

Die nächste Entscheidung, die die benötigten Mengen an Material entscheidend bestimmt, betrifft die Breite des Gartenwegs. Für den Hauptweg wird eine Wegbreite von mindestens 1,30 Meter empfohlen, das ist nicht wenig und hat einen erheblichen Materialverbrauch zur Folge. Kleine Nebenwege können dagegen schmaler gehalten werden, etwa ein Meter Breite reicht, entsprechend weniger Baumaterial müssen Sie einkaufen.

Die verschiedenen, für den Gartenweg benötigten Materialien

Je nach geplantem Aufbau und vorgesehener Breite des Gartenwegs können Sie jetzt Ihre Einkaufsliste zusammenstellen:
  • Schmale Wege mit einer Oberschicht von Rindenmulch, Kies oder einzeln verlegten Steinen werden zunächst in bestimmter Höhe ausgehoben und verdichtet.
  • Welches Material Sie nun brauchen, kommt auf die Beschaffenheit Ihres Erdreichs an, mitunter wird Kies zum Füllen von Mulden oder als Drainage gebraucht.
  • Manchmal bietet es sich auch an, solche Wege mit Randsteinen

    auszustatten, und dann brauchen Sie natürlich das Material für die obere Schicht.
  • Wenn Sie ein Vlies zwischen diesen Randsteinen auslegen, bleiben lose Beläge länger sauber und ordentlich.
  • Ein Hauptweg bekommt zunächst eine sogenannte Tragschicht, die bei einem nur von Fußgängern benutzten Weg etwa 15 cm dick sein sollte.
  • Ein teils von Autos befahrener Hauptweg bekommt eine Tragschicht von etwa 25 cm, die entsprechende Belastungen aushält.
  • Die Tragschicht kann für Fußgängerwege aus Kies bestehen, für stärker belastete Wege wird meist als Gemisch aus Sand und Schotter aufgetragen, mit Körnung 0-32.
  • Auf die Tragschicht wird das Bett für die Pflastersteine aufgebracht, in etwa 5 cm Dicke, für diese Bettungsschicht oder Ausgleichsschicht brauchen Sie Brechsand oder Edelsplitt.
  • Als nächstes kommt das Pflaster an der Oberfläche, hier ist zu überlegen, ob Sie auch Randsteine kaufen müssen.
  • Diese Randsteine oder die Pflastersteine, die am Rand liegen, sollten mit Mörtel befestigt werden, den Sie also ebenfalls brauchen, mit dem Zubehör zum Anrühren.
  • Zum Füllen der Fugen brauchen Sie Fugensand, dazu werden verschiedene Sorten Brechsand verwendet, die sich in der optischen Wirkung unterscheiden.
Lassen Sie sich am besten von einem erfahrenen Gärtner beraten, wie einfach Sie Ihren Weg anlegen können, ohne später bei der Benutzung Enttäuschungen erleben zu müssen. Er kann Ihnen dann auch gleich Tips geben, wie Sie die Mengen der beim gewählten Aufbau benötigten Materialien berechnen.