Wegeplanung - Planung & Anlage

Wegeplanung - Planung & Anlage Gartenweg aus PlattenDie Planung der Wege ist ein wichtiger Bestandteil. Hier legt man fest wo die Wege platziert, welche Gartenbereiche miteinander verbunden und wie die Wege im Endeffekt aussehen werden. Bei der Planung entscheidet sich welche Art von Pflaster man verwendet und welche Bedingungen die Umgebung an den Weg stellt.

Die Planung eines Weges in einzelnen Schritten

Mit dem Text oben haben wir Sie umfassend auf das Thema eingestimmt, wenn Sie vorhaben, demnächst einen Garten mit Wegen

auszustatten, muss die Planung etwas konkreter werden. Diese Planungsschritte sind in dieser Reihenfolge zu bedenken und zu entscheiden:

  • 1. Mit welchem Untergrund haben Sie es in Ihrem Garten zu tun?
Ein sehr loser oder vielleicht sogar feuchter Untergrund kann Sie bei der Anlage eines Gartenweges vor ernste Probleme stellen. Damit Sie das nicht erst feststellen, wenn Sie schon alles eingekauft haben (und dann im Extremfall überhaupt nicht verwenden können), sollten Sie den Boden in allen Bereichen, wo der Weg entlangführen soll, genauestens erkunden. Meist empfiehlt sich auch ein Gespräch mit den Nachbarn, die über ihre Erfahrungen bei der Anlage ihres Gartenweges berichten können.
  • 2. Wo soll der Gartenweg entlangführen?
Der Gartenweg ist eines der wichtigsten Elemente, das die Gesamtwirkung Ihres Gartens bestimmt. Denn der Weg betrifft alle Gartenbereiche, und er nimmt einen beträchtlichen Teil der gesamten Gartenfläche ein. Sie sollten sich deshalb schon die Mühe machen, einen Plan ihres Gartens anzufertigen, in dem Sie die verschiedensten Gartenwege einzeichnen (und im Geiste einige Tage "begehen"). Der ideale Gartenweg, oft sogar die idealen Gartenwege in verschiedenen Breiten und mit unterschiedlichem Belag, entsteht in den seltensten Fällen durch die erste eingezeichnete Wegstrecke.
  • 3. Wie breit soll der Gartenweg in den verschiedenen Abschnitten werden?
Stein-GartenwegGestaltung ist nicht alles, ein Gartenweg erfüllt auch eine Funktion. Auch wenn Sie einen wildromantischen Garten mit ebenso wildromantischen Wegen planen - irgendwie sollten Sie mit einer Schubkarre hinten in den Garten kommen, und ein solcher Hauptweg durch den Garten wird üblicherweise mit einer Breite zwischen 1,30 und 1,50 Metern angesetzt. Es spricht nichts dagegen, wenn Sie keine Lust haben, einen großen Teil Ihres Gartens für einen breiten Weg zu opfern und sich sogar entschließen, hinten am Grundstück ein Tor in den Zaun zu bauen, um mit der Schubkarre außen
herum zu fahren - Sie sollten sich das nur wirklich im Vorhinein überlegt haben.
  • 4. Welchen Belastungen soll Ihr Gartenweg in den einzelnen Bereichen ausgesetzt werden?
Jede Maximalbelastung eines Weges lässt sich in Kilogramm ausdrücken, und für jede Maximalbelastung gibt es einen empfehlenswerten Aufbau des Weges. Es macht nun einmal einen Unterschied, ob der Weg auch ihrem Auto standhalten soll, wenn Sie auf dem Grundstück wenden, oder ob er höchstens von Ihnen (weiblich, schlank, 55 kg) und Ihrem Dackel (männlich, nicht ganz so schlank, 12 kg) begangen werden wird.
  • 5. Welche Oberfläche für den Gartenweg hätten Sie (rein optisch gesehen) am liebsten?
Sie haben unheimlich viele Möglichkeiten: Kies (grober oder feiner), Holzschnipsel oder Holzfliesen, Pflastersteine oder Natursteine oder sogar Betonplatten, und Sie müssen auch nicht die gleiche Oberfläche für alle geplanten Wegstrecken wählen. Überlegen Sie zunächst,

was am besten zu Ihrem Haus passt und was Ihnen am besten gefallen würde.
  • 6. Eignet sich die gewünschte Oberfläche für alle geplanten Wegabschnitte?
Nun ist zu prüfen, ob Ihr Wunschbelag auch all dem standhalten kann, was Sie von Ihrem Gartenweg fordern, häufig werden Sie Kompromisse schließen müssen.
  • 7. Abschließend sollten Sie noch kurz einen Gedanken daran verwenden, ob es zusätzliche Elemente gibt, die beim Gartenweg eingefügt werden sollten, z. B. Bodeneinbaustrahler auf der Wegstrecke vom Gartentor zum Haus.
Wenn die Planung fertig ist, können Sie sich in den anderen Artikeln zu diesem Thema darüber informieren, welches Material Sie nun einkaufen müssen und wie Sie den Gartenweg anschließend anlegen.

Planung ausführlich

Vor allem bei großen Gärten sollte man genau darauf achten wo die Wege entlangführen. Es ist wichtig, dass man „Hauptverbindungen“ durch Wege verbindet wie zum Beispiel ein Weg vom Haus zum Gartenhaus, zum Pool, zur Sitzecke oder Terrasse, zum Gemüsegarten und zum Wäscheplatz. Der Garten sollte nicht überfüllt mit Wegen wirken, doch besonders zu oft genutzten Plätzen ist ein Weg ratsam. Dabei reicht manchmal auch ein schmaler Weg.

Welche Art von Pflaster man verwendet, liegt im Sinne des Betrachters. Es empfiehlt sich die Verwendung herkömmlicher Pflastersteine oder Platten für Wege die kleinen Steigungen ausgesetzt sind. Für Wege die ohne Steigung verlaufen, empfehlen sich Pflasterklinker, Schieferplatten und Betonpflaster. Es ist wichtig, dass man möglichst bei einer Art bleibt. Ein Mix aus mehreren Steinsarten ist nicht zu empfehlen. Gut harmonieren eine Kombination aus Pflastersteinen und Schieferplatten – Pflastersteine für Wege mit Steigung und Treppen und Schieferplatten für gerade Wegstücke.

Während man bei Schieferplatten und anderen Natursteinen an die Farbe gebunden ist, hat man mit Kunststeinen wie Pflasterklinker die Möglichkeit den Weg bunt zu gestalten. Mit Pflasterklinkern hat man ebenso die Möglichkeiten Verzierungen sowie Rundmuster besonders hervorzuheben.

Bei der Planung sollte man ebenfalls beachten, ob und welches Muster man einbindet. Wer altbekannte Pflasterklinker nutzt und diese wasserdicht verfugt, wird nur sehr ungern den Weg, um ein anderes Muster einzubauen, zerstören.

Wenn man die Wege bereits im Kopf oder auf einer Zeichnung geplant hat, sollte man sich, bevor man dem Heimwerkereifer verfällt, Gedanken über benötigte Werkzeuge und Materialien machen. Alles hierzu erfahren Sie im nächsten Teil.