Tipps + Tricks für Gartenwege - Reinigung

Gartenweg reinigen - Tipps & Tricks Gartenweg anlegenGartenwege - Reinigung - Moos und Unkraut - Die folgenden Tipps & Tricks haben sich aus
persönlicher Erfahrung ergeben. Sie sind nicht für den Einzelfall verbindlich. Für die Befolgung der Tipps übernehmen wir keine Haftung.

Wie viel Gartenweg-Reinigung soll's denn sein?

Das Thema "Reinigung von Gartenwegen" muss eigentlich bereits vor  der Anlage eines Gartenweges bedacht und besprochen werden. Denn jede Oberfläche eines Gartenwegs stellt andere Anforderungen an die Reinigung, von der Art

der Reinigung und von der Intensität her. Hier ein Überblick:

  1. Immer mehr im Kommen sind Gartenwege, die natürlich aussehen, also am besten so, dass sie überhaupt nicht zu erkennen sind. Einen solchen Weg können Sie aus Rindenmulch herstellen, und wenn Sie in die ausgehobene und mit schönen Randsteinen verzierte Rinne unter dem Rindenmulch ein Wurzelschutz-Vlies auslegen, haben Sie sich auch einen sehr pflegeleichten Gartenweg angelegt. Denn das Rindenmulch verrottet nach und nach, eine Reinigung erfolgt nicht, Sie streuen nur ab und zu ein wenig neuen Rindenmulch auf. Wenn sich oben durch Samenflug ein paar Kräuter zeigen, die Sie nicht wachsen lassen möchten, können Sie diese fast absammeln, die Wurzeln können sich ja nicht tiefer als im Mulch verankern.
  2. Auch ein loser Wegbelag aus Sand oder Kies wirkt noch natürlich, aber schon mehr oder weniger gestaltet, je nachdem, welche Farbe Sand oder Kies Sie wählen. Ein Belag aus feinerem Sand oder Kies, ebenfalls auf Wurzelschutzvlies ausgebracht, wird durch Abharken gereinigt. Wenn sich im Laufe der Jahre eine Menge Pflanzenreste angesammelt haben, sodass der Weg in Ihrem Augen ein wenig "schmuddlig" wirkt, können Sie auch eine Art "Generalreinigung" vornehmen: Ein paar Zentimeter abtragen und durch frischen Sand/Kies ersetzen.
  3. Ein Wegbelag aus grobem Kies wird ebenfalls durch einfaches Harken gereinigt. Wenn dieser grobe Kies älter wird, werden Sie jedoch mit Verfärbungen durch organisches Material leben müssen (falls Sie es sich nicht zum Hobby machen möchten, jeden Stein aufzuheben und zu waschen) oder den ganzen Wegbelag ebenfalls erneuern müssen.
  4. Kleine Wege aus einzelnen Trittsteinen müssen meist selten gereinigt werden, sie sollen ja etwas natürliches Flair ansetzen. Wenn Sie wollten, könnten Sie jedoch diese Steine alle paar Jahre wirklich Stück für Stück reinigen, indem Sie sie mit einer groben Drahtbürste vom Belag befreien und vielleicht auch noch mit der unten zur Pflasterreinigung empfohlenen Soda-Stärke-Mischung einweichen und anschließend abschrubben.
  5. Gartenwege mit wetterfestem Holzbelag oder aus Natursteinen werden irgendwann Algen ansetzen. Das sieht schon nach einem Winter meist so grünlich aus, dass jedes Frühjahr eine Generalreinigung angebracht ist. Diese kann jedoch mit wenig Aufwand, Kosten und Chemie erfolgen: Rühren Sie sich einen Brei aus Soda und Speisestärke an, indem Sie ein paar Esslöffel Speisestärke und 0,1 kg Soda nacheinander in einen Topf mit 5 Liter lauwarmem Wasser einrühren und das Ganze einmal aufkochen lassen. Es sollte so richtig schön dicklich werden, damit dieser Brei zum Einweichen aufgetragen werden kann, im Zweifel können Sie noch etwas Speisestärke nachdosieren. Die warme Masse kann gleich auf Dielen oder Steine aufgetragen werden, schön dick, und darf dann einen halben Tag wirken. Beim Abschrubben geht jede
    Menge Schmutz mit ab ... Sie brauchen hier Wasch-Soda, Natriumkarbonat, das wirkt

    ein wenig stärker als das auch als Natron bekannte Back-Soda. Es würde aber auch nichts ausmachen, wenn Sie Backsoda, Natriumhydrogenkarbonat, erwischen würden. Auch das hat einen reinigenden Effekt, es ist nur ein wenig teurer als das Waschsoda, das mit rund 2,- € pro kg preislich kaum zu schlagen ist.
  6. Auch Pflasterflächen müssen gelegentlich gereinigt werden, wie oft, kommt darauf an, wann nach Ihrem Gefühl "die Natur überhand nimmt". Hier können Sie mit dem gerade genannten Mittel arbeiten, dessen Wirkung Sie noch erhöhen können, wenn sie auf die oben genannten 5 Liter 5 Gramm Kaliumpermanganat zufügen. Kaliumpermanganat ist in dieser Verwendung als Putzmittel nicht sehr giftig, aber ätzend, nehmen Sie also wirklich nur die paar Gramm, ziehen Sie beim Putzen Handschuhe an und lassen Sie sich gleich beim Kauf in der Apotheke erklären, wie Sie Reste Ihres Putzmittels entsorgen müssen.    

Heute nicht mehr angebracht: Strahlende Pflaster dank viel Chemie

Wenn Sie irgendeine Art von Pflasterbelag als Gartenweg haben, werden Sie meist noch viele ganz andere Reinigungs-Tips erhalten:
  • Der Hersteller des Pflasters empfiehlt vielleicht ein Spezial-Reinigungsmittel, das beachtliche Summen pro Liter kostet, und Substanzen enthält, die Sie in Ihrem Garten lieber nicht haben möchten.
  • Im Handel empfiehlt man Ihnen einen Terrassenreiniger, vor dem Kauf schreiben Sie sich erst einmal den Namen auf, suchen im Internet nach dem Sicherheitsdatenblatt und fallen schon beim Lesen fast in Ohnmacht.
  • Im Internet gibt es viele Tips, von denen Sie keinen einzigen unkritisch befolgen können: Mit dem Hochdruckreiniger zerstören Sie bei empfindlichen Steinen auch gleich die  Oberfläche, das Ausbringen von Salz im Garten ist verboten, und jedes Hausmittel mit Säure kann den Stein angreifen.
Verschließen Sie sich also nicht der Erkenntnis, dass zum Erfolg einer jeder Reinigung zu großen Teilen schlichtweg Wasser und Schrubber beitragen, und prüfen Sie sorgfältig die möglichen Auswirkungen auf Material und Umwelt, bevor Sie irgendein Wundermittel einsetzen.

Reinigung

Vor allem an feuchten und schattigen Wegen findet man nach einiger Zeit Moos. Um den Weg wieder erstrahlen zu lassen, kann man die Platten mit einem Hochdruckgerät abspritzen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Fugen nicht beschädigt und auch der Stein keinen Schaden nimmt. Vorsicht ist geboten.

Der Reinigung kann man geschickt aus dem Weg gehen, indem man Pflasterklinker oder Wasserabweisende Steine und Platten verwendet. Diese speziellen Platten gibt es nur im Fachhandel. Man sollte sich vor dem Kauf ausführlich über Vor ü und Nachteile infomieren.

Moos und Unkraut

Es gibt Gartenwege in denen sich Moos und Gras wachsen soll. Dies sieht dann zumeist auch sehr schön aus. Jedoch ist es ein ständig wiederkehrender Ärger für alle, die einen Grasfreien Weg wünschen. Anstatt mit teuren und zudem umweltschädlichen Chemikalien sollte man hier auf das entfernen per Hand zurückgreifen oder Salz verwenden, wobei man auch hier vorsichtig sein sollte, da Salz den Stein angreifen kann.

Im Winter

Da wie eben geschrieben Salz den Stein angreifen kann, ist im Winter besonders auf Terrassen Vorsicht geboten. Am besten man entfernt den Schnee per Besen oder Schneeschieber. Die Wege kann man vorteilhaft mit Streusplitt bestreuen.

Schieferplatten

Schieferplatten eigen sich sehr gut für einen Biogarten. Im Sandbett verlegt, wirken die ungleichmäßigen Steinplatten sehr freundlich und locker. Der Garten wirkt natürlicher und wer den Weg ändern möchte, kann dies schnell tun, da die Platten zum Teil lose auf dem Boden liegen. Sehr schön auch für einen Mediterranen Garten.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen in der Serie üRichtig Pflasternü einen kurzen Einblick in das Thema Pflaster im Garten geben. Sollten Sie einen Beitrag verpasst haben; besuchen Sie unsere Übersicht, dort können Sie zu jedem Beitrag wechseln.