Treppen im Gartenweg

Treppen im Gartenweg Treppen im GartenWer größere Höhenunterschiede im Garten zu überwinden hat, für den ist es sinnvoll Podeste oder Treppenstufen einzusetzen. Man sollte aber darauf achten, inwiefern der Weg auch als Transportweg genutzt werden muss wie z.B. für Schubkarre oder Rasenmäher.

Eine gut begehbare Treppe ist nicht ganz einfach zu bauen

Sie ahnen nach diesem kurzen Überblick bestimmt schon, dass es beim Treppenbau nicht damit getan ist, mit dem Spaten etwas Erde abzutragen und dorthin eine Treppenstufe einzufügen. Genau so ist es, eine

richtige Treppe erfordert viel Planung, eine Menge Rechenarbeit und einen Unterbau, der nicht so ganz einfach zu bewältigen ist.

1. Bei der Planung wird zuerst erkundet, ob Ihr Grundstück überhaupt ein so starkes Gefälle aufweist, dass die Anlage einer Treppe sinnvoll ist. Als Faustregel gilt, dass ab etwa 7 % Steigung bzw. Abfallen des Geländes in Laufrichtung Stufen eingefügt werden sollten.

Treppe im Gartenweg2. Wenn Sie die Höhenunterschiede auf Ihrem Grundstück kennen, steht die Planung des Verlaufs des Gartenwegs an. Denn erst wenn dieser Verlauf fertig skizziert ist, kennen Sie genau die Stellen, an denen eine Treppe eingefügt werden könnte.

3. Dann kommt die Rechenarbeit. Sie müssen ergründen, wie viele Stufen jeweils erforderlich sind. Eine sichere Gartentreppe, die auch bequem zu besteigen ist, bekommt Stufen, deren Maße der Schrittlänge eines Menschen angepasst sind. Diese Schrittlänge hat mit Bestimmung der Stufentiefe zu tun, aus der wiederum das Steigungsverhältnis ermittelt wird, das darüber entscheidet, ob Sie die Treppe viele Male nacheinander ohne Erschöpfung hinauf- und hinunterlaufen oder ob Sie nach dem ersten Mal am liebsten ausruhen möchten. Wenn sich im Laufe dieser Berechnungen ergibt, dass die Treppe ziemlich lang wird oder sogar zwischendrin die Richtung wechselt, wäre es klug, ein Podest einzufügen, das wiederum einer eigenen Berechnungsformel folgt.
 
4. Auch für die Treppenbreite gibt es verschiedene Vorgaben, und verschiedene Überlegungen zu vollziehen, bevor Sie über genügend Informationen verfügen, um sich für eine bestimmte Breite entscheiden zu können. Als letztes ist zu entscheiden, ob Ihre Treppe ein Geländer braucht, dann ist im wesentlichen festgelegt, wie die Treppe aussehen wird.

5. Nach dieser Planung der Treppe richtet sich nun der Unterbau, bei einer Treppe mit mehr als drei zusammenhängenden Stufen ist jetzt das Wissen eines Bauingenieurs gefragt. Eine Treppe kann
aus einzelnen Stufen zusammengesetzt werden, die in eine Böschung gelegt werden, sie können wie wenige zusammenhängend verlegte Stufen mitunter direkt auf einen lediglich verdichteten Untergrund gelegt werden. Bei solchen sogenannten "unstarren Gründungen" muss dann noch entschieden werden, ob eine Frostschutzschicht empfehlenswert ist, aber im Zweifel können hier die Stufen auf jeden Fall leicht nachbessert werden. Nicht mehr so ganz einfach ist das bei einer sogenannten "starren Gründung", einem frostfreien Fundament, das für längere Treppen empfohlen wird. Bis zur Oberfläche der Stufe wird eine solche Treppe aus etwa acht verschiedenen Schichten aufgebaut, die zusammen die Stabilität der Treppe garantieren.

Höhenunterschiede ohne Treppenbau überwinden?

Treppen pflasternWenn Sie den oberen Absatz gelesen haben, ist Ihnen vielleicht klar geworden, dass Sie

zu einem solch anspruchsvollen Bauvorhaben in der nächsten Zeit eher nicht kommen werden, und vielleicht würden Sie die Höhenunterschiede in Ihrem Garten ohnehin am liebsten fast unsichtbar überwinden. Für beide Probleme gibt es Lösungen:
  • Wenn Sie unbedingt eine korrekt gebaute, längere Treppe auf Ihrem Grundstück haben wollen, aber kein Fachmann sind, sollten Sie sich wahrscheinlich eher einem solchen Fachmann anvertrauen.
  • Für technisch kenntnisreiche und in verschiedenen Gewerken versierte Heimwerker wäre ein Treppenbau nach vorheriger Information eventuell denkbar, wenn Sie jedoch die gesamten Hintergründe nur für einen Treppenbau lernen, sicher ein übermäßiger Zeitaufwand.
  • Wenn es nicht um die langen und imposanten Treppen im Garten geht, sondern lediglich ein geringer Höhenunterschied zu überwinden ist, könnten Sie prüfen, ob Sie diesen mit einer Fertigtreppe gestalten können.
  • Die nächste Variante für eine kurze Gartentreppe mit zwei oder drei Stufen ist die Verwendung von fertigen Blockstufen aus Naturstein.
  • Solche Fertigstufen können auf einem alten, gut gesetzten Gartenboden  auf ein Fundament aus einer etwa 20 cm dicken Schotterschicht gelegt werden, da sie ziemlich schwer sind, liegen sie hier bereits fest.
  • Wenn der Boden frisch aufgeschüttet ist oder die Treppe zwischen Mauern gesetzt wird bzw. häufig begangen werden soll, sollte auch eine solche Treppe auf ein mindestens 80 cm tiefes, frostsicheres Betonfundament verlegt werden.
  • Für sehr geringe Höhenunterschiede können einzelne Stiegen aus Steinplatten reichen, die schlichtweg auf dem plattierten Untergrund ausgelegt werden.
Abschließend noch eine kleine Warnung: Beim Eigendesign von Treppen und auch einzelner Treppenstufen im Garten sollten Sie wirklich eher Vorsicht walten lassen, auch wenige einzelne Stiegen können sich unvermutet und schnell zu Stolperfallen entwickeln.

Tipps zur Planung

Die genaue Planung der Stufen ist besonders wichtig. Die Treppe sollte nicht zu steil werden, jedoch auch nicht zu lang. Mit einer Höhe von 10-15 cm je Stufe ist man auf der sicheren Seite. Eine Markierung des Verlaufes oder eine Skizze hilft hier sehr.

Die erste Stufe sollte grundsätzlich in Beton gefasst werden - alle weiteren Stufen können, müssen aber nicht unbedingt. Im Garten ist der übermäßige Einsatz von Beton nicht nötig, wenn der Weg aber zum Haus oder der Terrasse führt, ist es empfehlenswert, da er hier besonders oft belastet wird.

Nachdem der Weg und auch die Stufen fertig gestellt wurden, ist die Arbeit beendigt. Es gibt jedoch eine weitere Art schöne Wege im Garten zu schaffen. Dazu zählen auch Trittflächen im Rasen, die einen herkömmlichen Weg überflüssig machen und zudem gut aussehen.