Gartenweg - Planung: Vermessen und abstecken

Weg vermessen und abstecken GartenwegDer erste und sehr wichtige Arbeitsschritt ist das Vermessen und Abstecken der Wege. Man sollte hierbei genau arbeiten, da spätere Veränderungen nur mit Mühe auszubessern sind. Auch die Wahl wie verlaufen meine Wege, sollte spätestens hier getroffen werden.

Ein Königreich für einen Plan

Wenn Sie jedoch mit den ersten Ideen über den Verlauf Ihres späteren Gartenweges einfach mit dem Vermessen und Abstecken beginnen, werden Sie höchstwahrscheinlich Schwierigkeiten bekommen. Deshalb sollten Sie zunächst auf einem Plan Ihre Gartenwege

anlegen, Sie haben nämlich einige unterschiedliche Möglichkeiten, die gegeneinander abgewogen bzw. miteinander kombiniert werden möchten:
  • Lange gerade Wege, die jedoch Unbehagen auslösen, wenn sie zu lang und zu gerade werden. Besser: Einen geraden Weg in bestimmten Abständen unterbrechen, z. B. durch kleine runde Areale (bei Pflaster Rondelle), durch einen Rosenbogen über dem Weg oder durch anderes Belagmaterial.
  • Die Breite der Wege sollte gut durchdacht werden, der hauptsächlich genutzte Weg sollte schon Platz für eine Schubkarre bieten, Nebenwege dürfen schmaler gehalten werden.
  • Versuchen Sie die Gartenwege durch einen eher kleinen Garten gering zu halten, jeder Weg nimmt ziemlich viel Gartenfläche weg.
  • Der kleine Garten sollte von den Wegen eher umrandet als durchschnitten werden, es sei denn, Sie legen Wert auf eine Trennung einzelner Bereiche.
  • Zu alten Bäumen oder Sträuchern sollten Sie einen gewissen Abstand für den Weg einplanen, damit er nicht bald durch die Wurzeln angehoben wird.
  • Eine lebendige Wirkung der Wege erreichen Sie, wenn Sie auch innerhalb eines Weges die Breiten variieren.
  • Ein gutes Gartenweg-Design lässt die Wege ankommen - auch wenn sie als Ziel nur ein Wasserbecken oder eine Gartenbank bieten können.
  • Vorsicht mit den geschwungenen Romantikpfaden - wenn sie zu heftig geschwungen werden, neigt der Benutzer zur Abkürzung, und Sie haben hässliche Trampelpfade im Garten.
  • Wenn es jedoch Biegungen gibt, sind diese Lieblingsstellen für alle Gartendekorateure: Hier können Sie Bäume hinstellen, Teiche auslaufen lassen oder Skulpturen so richtig zur Geltung bringen.
Diese vorherige Planung des Weges auf dem Papier bzw. am Computer wird auch im Hinblick auf die Vermessungsarbeiten mehr verändern, als Sie sich wahrscheinlich anfangs vorstellen:

Der Plan gibt die Art der Vermessung vor

Bei der Planung des Verlaufs eines
Gartenweges über Ihr Grundstück werden Sie sich meist von der vermessungstechnischen Traumvorstellung schnurgerader und ganz einfach zu vermessender Wege zugunsten der dekorativen Gestaltung verabschieden. Vielmehr wird Ihnen vielleicht erst bei der Planung bewusst werden, dass Sie nicht Ihr ganzes Grundstück mit schnurgeraden Wegen durchschneiden und durchkreuzen möchten, mitunter kommen Sie auch erst bei der Planung auf die Idee, den Gartenwegen ganz unterschiedliche Breiten zu geben und einige Wege in eleganten Bögen anzulegen.

So werden Sie in Bezug auf Ihre ursprüngliche Vorstellung bestimmt manche Korrektur vornehmen, die Ihnen später bei der Vermessung wirkliche Probleme bereitet hätte. Dabei geht es z. B. um so konkrete Fehlplanungen wie den geraden Weg, der jedoch leider mitten durch den Baum führt ... Mit einem Bogen im Weg haben Sie vielleicht beim Abstecken und Vermessen ein wenig mehr Mühe als beim geraden Weg, dafür haben Sie aber die schönsten Wege durch Ihren Garten gefunden ...

Den ganz individuellen Gartenweg abstecken

Oben wurde schon verraten, wie Sie Geraden, Kreise oder gleichmäßig

geschwungene Wege anlegen. Was ist aber, wenn Sie einen Weg durch den Garten legen möchten, der sich unregelmäßig durch das Gelände schlängelt? Auch nicht weiter schwer, Sie müssen sich nur zwei oder drei maßhaltige Rechtecke besorgen, die genau die vorgesehene Wegbreite haben. Und gute Knieschoner - und dann geht es mit einem Helfer und Absteckmaterial und Ihren Vorlagen durch den Garten, bis der Weg so aussieht, wie Sie ihn haben möchten.

Gerader Weg

Plant man einen geraden weg, ist es wichtig, dass dieser auch gerade wird. Um das zu garantieren, benötigt man mehrere Pflöcke und etwas Schnur. Die Pflöcke werden an markanten Punkten wie Anfangs und Endpunkt eingeschlagen und mit der Schnur verbunden. Die Schnur sollte straff sein und wird in der Höhe angebracht, in der später die Oberkante der Steine sein wird.

Weg mit Ecken

Wird der Gartenweg mit Platten ausgelegt und erhält somit einige Ecken, dann geht man genau so vor. Man muss jetzt jedoch beachten, dass jede Ecke berücksichtigt werden muss.

Kreisförmiger Weg

Wer besondere z.B. runde Muster im Weg einbauen möchte, wird zwangsläufig kreisförmige Ränder pflastern müssen. Um hier nicht im finsteren zu tappen, sondern einen Kreis zu erreichen, schlägt man einen Pflock in die Mitte des Kreises und befestigt daran eine Schnur. Diese dient als Radius. Indem man die Schnur straff zieht und an den Enden alle 20-30 cm einen Pflock schlägt und diese miteinander verbindet, bekommt man einen schönen Kreis.

Geschwungener Weg

Besonders geschwungene Wege sind für manche bereits beim Planen ein Problem. Doch dies lässt sich ganz einfach lösen. Zuerst markiert man mit einer Schnur die Flucht zwischen Beginn und Ende des Weges. Im 90° Winkel zur Fluchtlinie setzt man links und rechts die Pfosten im Abstand von ca. 30cm und erhält somit einen geschwungenen Rand.

Ist der Weg gekennzeichnet und markiert, kann die eingeplante Fläche vorbereitet werden. Dazu muss der Untergrund aufbereitet und mit Schotter und Kies oder Sand aufgefüllt und abgeglichen werden.