Bruchsteinplatten verlegen und verfugen

Bruchsteinplatten verlegen und verfugen

Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten, einen Terrassenbelag oder Bodenbelag im Außenbereich zu schaffen. Schaut man sich nur einmal die Möglichkeiten der Natursteine wie Basalt, Porphyr, Granit, Marmor oder Kalk- und Sandstein an.

Die Gestaltungsvielfalt scheint unendlich, wobei sich immer mehr Menschen für Bruchsteinplatten entscheiden, da sie einen sehr südländischen Touch verleihen.

Jedoch ist das Plattenverlegen und verfugen nicht so einfach. Man muss sich bewusst sein, dass hier nie ein Stein exakt dem anderen gleicht.

Möchte man dann auch noch eine Fläche gestalten, die möglichst wenige

Fugen hat, dann muss man jeden Stein einzeln heraussuchen, denn einen exakten 90 Grad Winkel gibt es so gut wie nie.

Dennoch machen sich viele Hausbesitzer diese Arbeit oder greifen etwas tiefer in die Tasche und lassen diese Arbeit von einem Fachmann erledigen. Das kann jedoch sehr teuer werden, sodass das Selbstmachen immer mehr in den Fokus rückt. Wer genug geduld hat, der wird schnell seine bruchsteinplatten verlegen und verfugen können.

Bruchsteinplatten verlegen und verfugen - die einzelnen Schritte

Zunächst wird ein Untergrund geschaffen, der tragfähig und gleichzeitig
wasserdurchlässig sein sollte. Besonders gut eignen sich eine Schicht aus groben Steinen sowie ein Sandbett.

Dieses muss mit einem Rüttler verdichtet werden, damit eine hohe Standfestigkeit gegeben ist. Einen entsprechenden Rüttler kann man im Übrigen in vielen Baumärkten oder bei einem speziellen Maschinenverleih ausleihen.

Damit der Weg bzw. die Terrasse nicht zu hoch wird, muss im Einzelfall vor der Gestaltung des Untergrunds ein Erdaushub vorgenommen werden. Ferner muss ein leichtes Gefälle berücksichtig werden, damit das Regenwasser zu beiden Seiten abgeleitet werden kann. Das Gefälle sollte einen bis zwei Prozent betragen - das entspricht auf einem Meter Länge einem bis zwei Zentimeter. Ist das Sandbett fest gerüttelt und handelt es sich dabei um eine sehr große Fläche, ist es sinnvoll das Sandbett nochmals in Gefällerichtung abzuziehen.

Bruchsteinplatten werden grundsätzlich nicht verfugt, denn gerade das macht den Reiz dieses Material und dieser Verlegetechnik aus. Lediglich eine Mischung aus Sand und kleinen Kieskörner wird in die Fugen gefegt.

Auf der anderen Seite ist dies aber auch mit einer regelmäßigen Nachbesserung verbunden. Durch den Regen und durch eventuelles Reinigen mit einem Hochdruckreiniger wird der Sand aus den Fugen gespült, bis er irgendwann gar nicht mehr da ist. Dann muss neuer Sand eingefüllt und mit einem Besen verteilt werden.

Da inzwischen viele Menschen aber die Bruchsteinplatten in ein festes Mörtelbett legen, kann man auch mit Zement das Verfugen vornehmen. Handelt es sich jedoch um ein reines Sandbett, ist das Verfügen mit Zement nicht empfehlen, da die Oberflächenspannung zu groß wird.