Gartenzaun aufstellen - Anleitung zum Selbstbauen

Gartenzaun aufstellen - Anleitung zum Selbstbauen Der Gartenzaun dient der Abgrenzung des eigenen Terrains. Da er gleichzeitig eine Schutzfunktion besitzt und dekorativ wirken soll, muss der Zaunbau gut geplant werden. Der Fachhandel bietet Zaunelemente aus unterschiedlichen Materialien an.

Die Planung des Gartenzauns

Bevor das Material für den Gartenzaunbau beschafft wird, sollte eine Planung erfolgen. Neben einer gewissen Anzahl an Zaunfeldern benötigt der Zaun eine Pforte und im Allgemeinen ein Tor für die Einfahrt. Letzteres kann ein- oder zweiflüglig sein. Besonders praktisch erweisen sich

separat zu öffenende Torflügel.

Welches Material gewählt wird, entscheiden nicht nur individuelle Vorlieben. Städtebauliche Vorgaben und Ortssatzungen schreiben vor, wie ein Zaun beschaffen sein muss und welche Höhe er besitzen darf. Um Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sollte man sich im Vorfeld entsprechend informieren. Gleichzeitig ist es vorteilhaft, wenn der Gartenzaun optisch in das Wohngebiet sowie zum Baustil des Hauses und des Vorgartens passt.

Materialien für den Gartenzaun

Zu den klassischen Gartenzäunen zählen Staketenzäune oder Lattenzäune aus Holz. Für den Gartenzaun aus Holz werden folgende Materialien benötigt:
  • eine ausreichende Anzahl an Zaunfeldern in den entsprechenden Abmessungen
  • eine Gartenpforte, ein Tor für die Einfahrt 
  • Beschläge aus nichtrostenden Materialien 
  • eine ausreichende Anzahl an Zaunpfosten 
  • nichtrostende Pfostenträger, H- oder U-Anker beziehungsweise Bolzeneinschlaghülsen für die Zaunpfosten sowie verzinkte Schrauben als Befestigungsmaterialien
  • eventuell eine Betonmischung zum Errichten eines Fundaments für die Anker
  • Pfostenkappen
  • eine Wasserwaage
  • eine Richtschnur
  • ein Akkubohrschrauber beziehungsweise ein Schraubendreher 
  • Holzschutzfarbe oder eine Lasur 
  • Flach- beziehungsweise Rundpinsel
Das Aufstellen des Gartenzauns

Bevor die Pfosten verankert werden, lohnt es, den Gartenzaun in der geplanten Reihenfolge auf dem Boden auszulegen. Sollte es zu Messfehlern gekommen sein, fallen diese jetzt auf. Anschließend wird an der Grundstücksgrenze eine Richtschnur gespannt, die den späteren Verlauf des Gartenzauns markiert. Wer dem Zaun vor dem Aufstellen eine Lasur oder Holzschutzfarbe verpasst, spart sich das spätere Bücken.

Nach präzisem Ausmessen können die Zaunpfosten errichtet werden. Theoretisch wäre es
möglich, diese direkt in den Boden einzugraben. Allerdings führt ein direkter Kontakt des Holzes mit dem Erdreich zur Fäulnis, wodurch nicht nur die Optik des Gartenzauns, sondern auch seine Stabilität leiden würde. Sinnvoller ist es, Pfostenträger aus einem nichtrostenden Metall zu verwenden.

Je nach Art des Pfostenträgers wird dieser dann in das Erdreich gebracht. Einschlaghülsen werden mit ihrer Spitze in den Boden geschlagen. Einschlaghilfen sorgen dafür, dass eine gewisse Tiefe erreicht werden kann. Ist der Untergrund zementiert, verwendet man aufschraubbare Standfüße.

GartenzaunGartenzäune mit einer dichten Lattung neigen in windigen Lagen zum Kippen. In sehr regenreichen Gebieten ist es möglich, dass der Pfosten im nassen Boden verrutscht. In beiden Fällen sollten die Pfosten einbetoniert werden. Dazu wird mittels der Betonmischung ein entsprechend tiefes Fundament errichtet, in welches die Verankerung eingelassen wird. Anschließend muss die Verankerung sofort mit der Wasserwaage ausgerichtet werden, da ein nachträgliches Verschieben nach dem Aushärten des Betons nicht mehr möglich ist. Besonders einfach gestaltet sich das Ausrichten der Verankerungen, wenn die Pfosten am Pfostenträger befestigt werden. Hierzu werden verzinkte Schrauben verwendet, da diese nicht rosten.

Nach dem vollständigen Aushärten des Betons werden alle Fluchten noch einmal mit der Wasserwaage kontrolliert. Um

die Pfosten vor eindringendem Regenwasser zu schützen, erhalten sie Pfostenkappen, die der Handel in unterschiedlichen Formen und Größen anbietet. Alternativ können flache Bretter mit einem leichten Gefälle auf den Pfosten genagelt werden.

Auf der Höhe der Querlattungen schraubt man die Beschläge an die Pfosten. Hierbei ist das genaue Ausmessen notwendig. Dann werdem die Zaunfelder eingesetzt. Dabei ist es hilfreich, wenn vorübergehend provisorische Stützen verwendet werden, welche den Bodenabstand vorgeben. Als letzte Elemente werden die mit Torfallen versehenen Tore eingesetzt.

Stein, Beton und Metall

 Auch Steine, Beton und Metall können zum Einsatz kommen. Zäune müssen auch gepflegt werden, damit ihre Lebensdauer verlängert werden kann. In welchen Abständen man einen Zaun streichen sollte, hängt in erster Linie natürlich vom verwendeten Material ab. Metallzäune sollte man alle 2-4 Jahre streichen, Holzzäune jährlich, aber spätestens alle 2 Jahre entweder streichen, oder mit einer Holzschutzlasur behandeln. Die Stabilität spielt bei jedem Zaun eine sehr große Rolle und daran sollte man auch nicht sparen.

Verzinkte Einschlaghülsen kosten nicht viel, und bieten einen guten Halt für den Zaun. Diese werden in den Boden geschlagen, und die Zaunelemente werden an den Holzpflöcken festgeschraubt, die man in die Einschlaghülsen steckt. Auch diese werden mit der Einschlaghülse fest verschraubt. Holz hat natürlich trotz Pflege nur eine begrenzte Lebensdauer, doch man kann hier laufend einzelne Elemente auch austauschen, falls es nötig sein sollte. Für Natursteinmauern, und Holzzäune findet man im Internet und in Heimwerkerzeitschriften tolle Anleitungen, wie man diese bauen kann, so, dass sie stabil und langlebig sind.

von Hajnalka Prohaska