Das Minigewächshaus - Prinzip & Verwendung

Das Minigewächshaus - Prinzip & Verwendung

Ein Minigewächshaus dient der Anzucht von Pflanzen im Haus. Es besteht aus einem geschlossenen Behälter, der über einen lichtdurchlässigen Deckel verfügt. Die Bodenschale füllt man mit Erde und setzt dort die Keimlinge zur späteren Pflanzung ins Freie hinein.

gewaechshaus-mini flDas Prinzip ist dem eines großen Gewächshauses ähnlich und beruht auf dem Treibhauseffekt. Der Boden wird durch die einfallenden Sonnenstrahlen erwärmt, die erwärmte Luft steigt auf, kann aber aufgrund des Deckels nicht entweichen. Damit man eine Überhitzung bei

einer sehr starken Sonneneinstrahlung vermeiden kann, haben viele Minigewächshäuser im Deckel ein kleines Fenster integriert, das geöffnet werden kann.

Um Keimlinge zu züchten, sollte man eine nährstoffarme Erde verwenden. Dadurch wird der Keimling mehr oder weniger gezwungen, ein gutes Wurzelwerk zu bilden. Die Erde sollte immer feucht sein, allerdings darf der Keimling nicht im Wasser stehen. Sonst kommt es schnell zu einer Fäulnis an den Wurzeln.

Zudem sollte man ein zu häufiges Öffnen des Deckels vermeiden. Des Weiteren darf man das Gewächshaus
bis zur ersten Bildung von Blättern nicht zu sehr in die pralle Sonne stellen. Somit verhindert man, dass die Keimlinge zu schnell wachsen ohne dabei einen kräftigen Stängel auszubilden.

Praktisch: das Minigewächshaus zur Vorkultur
  • Ein Minigewächshaus ist insofern sinnvoll, dass man Pflanzen im Zimmer schon aussäen kann, wenn es draußen noch viel zu kalt dafür ist. Durch diesen zeitlichen Vorsprung blühen die Pflanzen dann im Freien schneller.
  • Allerdings darf man es mit dieser Vorkultur auch nicht übertreiben, denn sät man Pflanzen viel zu früh aus, entwickeln sie sich zu einer Zeit mit zu wenig Licht und zu hohen Temperaturen. Die Folge sind starke Pflanzen, an zu kleinen Stängeln, die umknicken, weil sie ihr eigenes Gewicht nicht tragen können.
Preise & Bauanleitung
  • Minigewächshäuser gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und kosten meist zischen 2,50 und fünf Euro.

  • Allerdings kann man sich ein Minigewächshaus auch ganz schnell selbst bauen. Hierzu benötigt man lediglich eine Obstkiste aus Spanholz und etwas Kaninchendraht. Des weiteren Plastikfolie und einen transparenten Klebefilm. Der Draht wird entsprechend der Größe der Obstkiste zugeschnitten und nach oben hin leicht gewölbt. Anschließend wird der Draht mit dem Klebeband umrandet, sodass die klebrige Seite nach innen zeigt. Die ebenfalls zugeschnittene Plastikfolie von außen auf den Draht bzw. das Klebeband fest andrücken. Nun in die Kiste kleine Töpfchen mit den ausgesäten Pflanzen stellen und mit dem Plastikdach abdecken.