Grüne Hecke als Zaunersatz - Gartenhecke

Form- und Rückschnitt gehören zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen bei HeckenEin Zaun rund um das eigene Grundstück zeigt Grenzen auf. Je nach Wahl des Zaunmaterials können die Grenzen elegant, rustikal oder zweckmäßig aufgezeigt werden. Aber es geht auch natürlicher. Eine grüne Hecke ist die optimale Alternative für einen Gartenzaun. Sie ist:
  • Wind- und Sichtschutz,
  • gleicht im Frühjahr und im Herbst Temperaturschwankungen aus,
  • hält Staub und Abgase fern,
  • bietet den am Boden lebenden Kleintieren Raum für den Aufbau von Humus,
  • speichert Regenwasser und verringert gleichzeitig dessen Verdunstung,
  • bietet den tierischen Bewohnern

    des Gartens Winterfutter, Quartier und Rückzugsmöglichkeit.
Vor dem Kauf

Noch bevor die Entscheidung für eine bestimme Gartenhecke getroffen wird, sollte der Gartenbesitzer sich mit dem Nachbarschaftsrecht seines Bundeslandes vertraut machen. Denn auch für Hecken gibt es Grenzabstände. Diese Bestimmungen bezüglich Grenzabstand und Höhe der Hecke sollen Nachbarschaftsstreitigkeiten verhindern. Und dann kommt die Qual der Wahl. Denn es gibt so viele wunderschöne grüne und blühende Hecken. Sie filtern die Luft und schützen vor Abgasen und Feinstaub. Die Auswahl ist sehr groß und so fällt die Wahl häufig nicht leicht.

Blühende Hecken

Eine blühende Hecke bietet bei einem nur geringen Pflegeaufwand ein wundervolles Bild. Auch ist sie außerhalb der Hauptblütezeiten in den Gärten eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und viele andere Insekten. Zu den schönsten Heckenpflanzen für Blühhecken zählen unter anderem Heckenpflanzen wie Jasmin, Weigelie, Deutzie, Forsythie, Spiraea oder Potentilla.
  • Winterharter Bambus
Der Bambus erobert unsere Gärten auch als Heckenpflanze. Mit seinem dekorativen grünen Laub bietet er schnell guten Sichtschutz. Bambus in Heckenpflanzung kann bis zu 2,5 Meter hoch werden.
  • Zypressenhecke
Eine Hecke aus der ganzjährig grünen Zypresse ist ein ganz besonders schöner Anblick. Sie wächst sehr schnell und kann bis zu 5 Meter hoch werden.
  • Ligusterhecken können eine beachtliche Wuchshöhe erreichenLigusterhecke
Wenn es um Wind- und Sichtschutz geht, ist der Liguster immer noch eine der beliebtesten Pflanzen. Er wächst aufrecht und dicht und lässt sich in jede Form bringen. Ohne Schnitt kann sie aber auch bis zu 4 Meter hoch werden.
  • Buxushecke
Der Buxus oder Buchsbaum ist die ideale Wahl für eine niedrige Hecke oder für Beeteinfassungen. Er ist winterhart und erfordert nur wenig Schnitt. Bei 6 Pflanzen auf 2 Meter verteilt, wird die Hecke dicht und immergrün.
  • Rotbuchenhecke
Sie zieht alle Blicke auf sich, rahmt den Garten wunderschön ein und kann bis zu 2 Metern hoch werden.
  • Hainbuchenhecke
Hecken aus Hainbuchen eignen sich ganz besonders gut als grüner Zaunersatz. Schon in verhältnismäßig kurzer Zeit wird die Hecke dicht. Sie lässt sich gut schneiden, kann aber auch bis zu 4 Meter hoch werden. Auch im Winter ist sie blickdicht.
  • Blutbuchenhecke
Diese Pflanze ist dank ihrer glänzenden und purpurroten Blätter ein besonderer Blickfang in
jedem Garten. Sie kann bis zu 2 Meter hoch werden und ist blickdicht.
  • Blut-Berberitzenhecke
Diese Hecke ist dank ihrer Dornen beinahe unüberwindbar. Dabei ist sie pflegeleicht, ein guter Sichtschutz und kann bis zu 2 Meter hoch werden.

Pflanzzeit

Für die Pflanzung einer Hecke ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr die richtige Zeit.

Pflanzen

Eine Hecke sollte gerade gepflanzt werden. Deshalb ist es ratsam, eine Schnur zu Hilfe zu

nehmen. Sie dient gespannt zur Ausrichtung bei der Pflanzung. Die Anzahl der Pflanzen je Meter ist je nach Pflanzenart unterschiedlich. Im Allgemeinen werden drei bis vier Pflanzen je Meter gesetzt. Bei besonders kleinwüchsigen Pflanzensorten können fünf Pflanzen gesetzt werden.

Berberitze sind farbenfrohe HeckenpflanzenDer Pflanzgraben sollte ungefähr 1,5-mal so tief und 2-mal so breit ausgehoben werden, wie der Pflanzenballen groß ist. Wird die Pflanzerde mit Kompost vermischt, haben die jungen Heckenpflanzen ausreichend Nahrung für ein gutes Anwachsen. Nach den Pflanzen muss sehr gut gewässert werden. Das gilt auch für die nächsten Monate, besonders bei Trockenheit.

Schneiden

Im Gegensatz zu einem Gartenzaun muss eine Hecke regelmäßig geschnitten werden, damit ihre Äste sich optimal verzweigen, keine Lücken entstehen, ihr Wuchs dicht bleibt und sie nicht in den Himmel wächst. Dann aber ist sie ein bewunderungswerter Blickfang und ein Aushängeschild für den Gärtner. Gehölze mit kleinem Laub werden bis zu dreimal im Jahr geschnitten, bei den großlaubigen Gehölzen sind zwei Schnitte pro Jahr ausreichend. Sommergrüne Hecken können einmal im Winter geschnitten werden und ein zweites Mal im Monat August. Wobei der Hauptschnitt im Winter liegen sollte.

Der Schnitt der immergrünen Hecken kann vom Herbst bis kurz vor dem Frühjahrsaustrieb erfolgen. Nadelgehölze allerdings mögen einen Schnitt im Frühjahr gar nicht. Sie werden in diesem Frühjahr keinen frischen Austrieb zeigen. Die schnell heranwachsenden Sträucher können durchaus auch schon im Juni und August geschnitten werden, da sie sonst doch sehr zerzaust aussehen.

Optimal ist ein Schnitt in Trapezform, also unten breiter als oben. Das verhindert ein Verkahlen der Pflanze. Die Hecke sollte nach jedem Schnitt 4 bis 10 cm höher und 1 bis 2 cm breiter sein, als nach dem letzten Schnitt. Damit auch bodennah eine dichte Verzweigung gewährleistet ist, sollte ein jährliches Höhenwachstum von 15 cm nicht überschritten werden. So regt man drei bis vier Jahre lang die Verzweigung der Haupt- und Seitenäste optimal an, bis langsam die gewünschte Höhe und Breite erreicht wurde.

Ist es doch passiert und die Laubhecke weist große kahle Stellen auf, kann nur noch ein radikaler Verjüngungsschnitt helfen. Dieser Schnitt kann im Frühjahr erfolgen. Die Hecke wird auf 30 cm über dem Boden eingekürzt. Schon bald treibt sie wieder aus und wird bei richtiger Pflege wieder zu einem grünen Gartenzaun.

Bei Nadelgehölzen ist diese Maßnahme allerdings tödlich. Hier kann nur noch versucht werden, die kranken Pflanzen zu entfernen, ohne die gesunden zu schädigen und neue Containerware einzusetzen. Wässern und optimale Pflege machen auch diese Gartenhecke aus Nadelgehölzen bald wieder zu einem faszinierenden Blickfang.

Fazit der Redaktion

Eine grüne Hecke ist der optimale Zaunersatz. Nicht nur, dass sie dem Garten Lebendigkeit verleiht und den Vögeln und Kleinlebewesen Unterschlupf und Nahrung bietet. Sie schützt die Menschen vor Lärm, Schmutz und Staub und schenkt der Seele in dieser unruhigen Zeit Ruhe und Wohlbehagen.

Buchenhecken sollten im Frühjahr gepflanzt werdenWissenswertes zu Hecken als Sichtschutz

Wer sich für eine Hecke als Gartenzaun entscheidet, muss den im Nachbarrecht festgelegten Grenzabstand einhalten. Die Regelungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und können im Internet nachgelesen werden.

Pflanzzeit

  • Laub abwerfende Gehölze werden im Oktober gepflanzt. Ausnahmen: Hainbuchen, Rotbuchen und Lorbeerkirschen von April bis Mai.
  • Immergrüne Heckenpflanzen und Koniferen sollten bereits ab August bis September in den noch warmen Boden gesetzt werden.
Pflege
  • Laub abwerfende Gehölze erhalten im Frühjahr vor dem Austrieb ihren ersten Formschnitt, der zweite folgt zum Ende des Sommers oder im Winter.
  • Der Buchsbaum wird im Frühsommer geschnitten, die Hainbuche im Hoch- bis Spätsommer und der Thujabaum im Früh- bis Hochsommer.
Wegen der unterschiedlichen Pflegeansprüche sollten Sie sich beim Kauf der Heckenpflanzen beraten lassen. Oder Sie nutzen das Internet oder die reichlich vorhandene Literatur zu diesem Thema. Dann werden Sie lange Freude an Ihrer Hecke als Gartenzaun haben.