Kirschlorbeer - Pflege, Krankheiten, Schneiden

Kirschlorbeer (Prunus)

Kirschlorbeer als Hecke- Höhe 0,6m - 20m und mehr
- Normaler, gut durchlässiger Boden
- Sonniger, vor kaltem Wind geschützter Standort
- Winterhart, sommergrün oder immergrün

Beliebte Arten und Sorten

Prunus laurocerasus, die Lorbeerkirsche oder Kirschlorbeer, wächst zu einem Strauch von 2 - 6m Höhe heran und ist daher ausgezeichnet für eine Heckenpflanzung oder als Sichtschutz geeignet. Seine ledrigen Blätter tragen eine glänzende, mittelgrüne Ober- und eine blassgrüne Unterseite. Die weißen Blüten erscheinen in aufrecht stehenden Doldentrauben in

der Frühjahrsmitte und werden später von kleinen, schwarzen Früchten abgelöst. Aus der Stammart sind verschiedene Sorten hervorgegangen, darunter Zabelianan (ein niedriger, breit ausladender Strauch von 1,2m Höhe mit weidenähnlichem Laub).

Prunus lusitanica, die Iberische Lorbeerkirsche, wird wegen ihres glänzenden, dunkelgrünen Laubes gern angepflanzt. Im Frühsommer bringt dieser Kirschlorbeer cremegelbe, duftende Blüten hervor, die zu traubigen Blütenständen vereint sind. Auf Blüten folgen kleine, rote Früchte, die sich im Herbst schwarz färben. Sie wird etwa 6m hoch und lässt sich auch zu verschiedenen Formen zurechtstutzen. Sie ist nur in mildesten Gebieten winterhart.

Kultur

Die Vertreter der Gattung Prunus des Kirschlorbeer gedeihen in jedem gewöhnlichen, gut durchlässigen Boden. Gegen
Spätsommer entfernt man Zweige, die sich überkreuzen, und beschädigte Triebe.

Schädlinge und Krankheiten

Die zarten Winterknospen des Kirschlorbeer werden oft von Vögeln weggepickt. Läuse und Raupen können Laub und Triebe schädigen. An gefährlichen Krankheiten sind Krebs, Hallimasch und Bleiglanzkrankheit beim Kirschlorbeer zu nennen.

Schnitt von KirschlorbeerBesonderheiten bei der Pflege des Kirschlorbeers

Im Großen und Ganzen ist der Kirschlorbeer vergleichsweise anspruchslos, er mag Sand und Lehm, Sonne und Halbschatten. Auch schattige Plätzchen verträgt er in der Regel, nur fast völlige Dunkelheit unter hohen Bäumen bereitet ihm Probleme

Die Lorbeerkirsche wächst ziemlich schnell, bei der Neuanlage sollte also an das spätere Ausmaß von bis zu 3 x 3 Metern gedacht werden

Dass der Kirschlorbeer im Winter grün bleibt, ist nicht nur vorteilhaft: Er verdunstet deshalb auch im Winter fortlaufend Feuchtigkeit, muss also das ganze Jahr über regelmäßig gegossen werden Dabei dürfen Sie die Lorbeerkirschen allerdings nicht unter Staunässe setzen, auf diese könnten sie empfindlich reagieren. Der Feuchtigkeitsmangel kann bei Frost sogar Schäden verursachen, wenn eine sonnenbeschienene Pflanze Wasser verdunstet, aber keines aufnehmen kann. Dann wird die Pflanze mit braunen Blättern reagieren, diese Winterschäden können jedoch im Frühjahr einfach herausgeschnitten werden

Vor der Blüte sollten die Sträucher insgesamt einen großzügigen Rückschnitt bekommen. Eine Kirschlorbeerhecke kann dann noch einmal Ende Mai/Anfang Juni und noch ein letztes Mal zu Beginn des Augusts in Form geschnitten werden. Jede dieser Schnittmaßnahmen sollte nicht an feuchten oder sehr warmen Tagen durchgeführt werden, sonst drohen Pilzinfektionen und/oder Sonnenbrand.

Die schnell wachsende Heckenpflanze braucht viele Nährstoffe, deshalb sollte zu Saisonbeginn gedüngt werden. Der Dünger sollte stickstoffreich sein, Hornmehl und Hornspäne z. B., ergänzt durch ein Pflanzensubstrat als Langzeitdünger. Zum Sommerende (etwa ab Anfang August) wird die Düngung eingestellt, damit sich keine neuen Triebe mehr bilden, die bis zum Winter nicht mehr ausreifen

Tipp:

Der Kirschlorbeer hat

wunderschönes, sauberes und glänzendes Laub, dass sich auch im Haus in einer Vase bis zu zwei Wochen hält, wenn Sie alle paar Tage das Wasser wechseln. Im Garten und im Haus sollten jedoch Kinder und Haustiere vom Kirschlorbeer ferngehalten werden, er ist in allen Pflanzenteilen sehr giftig.