Ligusterhecke - Pflanzen, Pflege und Schneiden

Ligusterhecke - Pflanzen, Pflege und Schneiden Dichte Ligusterhecken sind eine Freude für ZiergärtnerLigusterhecken werden aus den Pflanzen mit Namen „Gemeiner Liguster“ (Ligustrum vulgare) errichtet, die sich wegen einiger Vorzüge dazu anbieten. Vor allem die besondere Schnittverträglichkeit macht aus den immergrünen Pflanzen schnell eine schöne Einfassung für Grundstücke, Einfahrten oder auch als Sichtschutz. Die Ligusterhecke kann ohne weiteres Höhen bis zu zwei Meter erreichen.

Herkunft und Merkmale des Ligusters

Der gewöhnliche Liguster, wie die Pflanze auch genannt wird,

stammt aus der Familie der Ölbaumgewächse. Sie stammt ursprünglich aus dem Osten von Asien, wo sie in mehreren Arten vertreten ist. In Europa oder Afrika kommen nur wenige Sorten vor, wie der gewöhnliche Liguster. Er wird vorwiegend zu Hecken angepflanzt, die durch die Schnittfähigkeit auch in unterschiedlichen Formen, Breiten und Höhen kultiviert wird.

Als Mitglied der Familie der Ölbaumgewächse hat der Liguster sowohl Blüten wie auch Früchte. Die kleinen immergrünen Blätter wächst sehr dicht und verzweigt sich ausreichend stark, sodass ein blickdichter Sichtschutz entsteht. Die Pflanze trägt kleine schwarze Früchte, die bei Vögeln sehr beliebt, für den Menschen jedoch schädlich sind. Sie sind giftig und können nach dem Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Die Blüten der Pflanze sind klein und weiß und stehen in Rispen an der Pflanze. Sie haben einen starken Duft, nach der Blüte bilden sich die kleinen schwarzen Beeren. Wenn die Ligusterhecke regelmäßig zurückgeschnitten wird, werden weder Blüten noch Früchte ausgebildet. Diese Sorten sind am meisten bekannt:
  • Liguster vulgare
  • Liguster atrovirens
  • Liguster ovalifolium
  • Liguster ovalifolium aureum
Eine neue Hecke pflanzt man am besten im Oktober. Dann gibt es die sogenannten wurzelnackten Pflanzen, die ohne Topf und ohne Ballen angeboten werden. Sie sind kostengünstiger als ihre bewurzelten Brüder und sind eine günstige Alternative, wenn eine lange Hecke gepflanzt werden soll. Außer im Herbst kann auch spätestens im April eine neue Hecke aus Liguster gepflanzt werden. Nach der Pflanzung brauchen die Jungpflanzen viel Wasser, ein Grund, warum die Hecke nicht ausgerechnet in der Hitze des Sommers gesetzt werden sollte. Dazu wird übrigens am besten ein Graben ausgehoben, in dem alle Pflanzen Platz finden und im gebührenden Abstand zueinander und zum Nachbarn eingebuddelt werden können. Tipp: Die Sorte Atrovirens ist winterhart.

Standort und Pflege von Ligusterhecken

Grundsätzlich kann eine Ligusterhecke überall gepflanzt werden. Sie würde jedoch in sonniger Lage besser gedeihen als im Schatten. An und für sich ist die Pflanze sehr robust und wächst auch mitten in der Stadt in Grünanlagen oder zur Begrenzung von Stadtgrundstücken. Um eine gesunde und stattliche Hecke zu erhalten, sollte unbedingt auf den Pflanzabstand geachtet werden. Dieser beträgt zwischen den einzelnen Pflanzen ca. 30 cm, sodass zu Beginn der Heckenpflanzung alle ein Meter eine Pflanze stehen sollte.

margin-bottom: 6px; float: left;" alt="Liguster sollte in einem Abstand von 30 cm zur Hecke gepflanzt werden" src="http://www.hausgarten.net/images/2013/liguster-hecke-pflanzen-300-fl.jpg" height="199" width="300" />Der Boden muss keine besonderen Bedingungen vorweisen, damit die Ligusterhecke sich wohlfühlt. Wenn er gut gelockert und mit Humus oder Kompost versetzt wurde, bietet das der Pflanze ideale Bedingungen. Die Feuchtigkeit der Erde sollte zwischendurch abtrocknen können, Staunässe mag der Liguster nicht. Ansonsten stellt

die Pflanze keine weiteren Ansprüche, wenn das Licht und die Bodenfeuchtigkeit stimmen, kann sie im Jahr bis zu 40 cm wachsen. Im Laufe der Zeit könnte sie rund 3 Meter hoch werden, wenn sie nicht wie vielfach üblich, vorher zurückgeschnitten wird.

Rückschnitt der Ligusterhecke

Bevor die Ligusterhecke im Frühling mit dem Austrieb beginnt, kann sie bereits zurückgeschnitten werden. Ob man sie dazu nur zurückschneidet oder gleich in eine besondere Form, bleibt dem persönlichen Geschmack des Gärtners überlassen. Kräftiger Rückschnitt fördert die Neubildung von Trieben, die abgeschnittenen Zweige können sogar für die Verwendung als Steckling genutzt werden. Dafür sollten sie jedoch eine Länge von 20 cm aufweisen. Zum letzten Mal im Jahr sollte die Ligusterhecke im Herbst geschnitten werden. Sie ist zwar ein immergrüner Strauch, sollte aber auch eine Winterruhe bekommen. Wenn nach dem Rückschnitt in einem milden Herbst noch einmal die Triebe zu wachsen beginnen, könnten diese bei der nächsten Kälte absterben.

Hecken schneiden ist nicht zu jeder Jahreszeit uneingeschränkt möglich. Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist es zum Beispiel nicht erlaubt. Dann brüten die Vögel in der Hecke, sie würden durch einen radikalen Rückschnitt vertrieben. In dieser Zeit ist es lediglich erlaubt, einen leichten Formschnitt durchzuführen. Es sollte vor allem darauf geachtet werden, womit die Ligusterhecke geschnitten wird. Der klassische Schnitt wird mit einer manuellen Heckenschere vorgenommen. So können keine abgerissenen Zweige das Bild der Hecke verschandeln, wie man es häufig von nicht scharfen elektrischen Heckenscheren sieht. Wird trotzdem mit dieser Schere geschnitten, sollte immer nur wenig auf einmal geschnitten werden und lieber die Schere mehrfach über die Fläche bewegt werden.

Tipp: Liguster Hecken bilden starke Wurzeln und machen der Nachbarpflanze die Nährstoffe streitig.

Durch seine positiven Eigenschaften kann der Liguster in viele Formen geschnitten werden. Ein zweimaliger Rückschnitt pro Jahr reicht vollkommen aus. Wird das Erste mal im Juni geschnitten und das Zweite Mal direkt nach der Hitze des Sommers, ist bei diesem Rückschnitt nicht sehr viel Abfall zu erwarten. Der Austrieb im Herbst ist wesentlich schwächer als der erste im Frühling. Am Anfang können die Jungpflanzen jedoch öfter geschnitten werden, um ihren Wuchs anzuregen.

Wissenswertes zur Ligusterhecke in Kürze
  • Die beste Pflanzzeit für eine Ligusterhecke ist im Herbst und im Frühjahr.
  • Nach dem Pflanzen muss reichlich gegossen werden, damit die Ligusterpflanzen gut anwachsen und Wurzeln bilden.
  • Die Hecke muss sehr gerade gesetzt werden, damit sie gut aussieht. Am besten spannt man eine Schnur und hebt daran einen Graben aus.
  • Ligusterhecken werden am besten konisch geschnittenDen Aushub kann man mit Dünger oder Kompost verbessern. Die Pflanzen werden in die Mitte des Grabens gesetzt.
  • Dann wird der Aushub wieder aufgefüllt. Es sollte darauf geachtet werden, das die einzelnen Pflänzchen nicht schräg stehen.
  • Liguster gibt sich mit normaler Gartenerde zufrieden, sofern sie humusreich und nicht zu lehmig ist. Ein lockerer Boden wird bevorzugt.
  • Liguster mag einen sonnigen, halbschattigen und notfalls auch einen schattigeren Standort.
  • Langanhaltende Trockenheit wirkt sich meist nicht sehr günstig auf eine Ligusterhecke aus. Es sollte regelmäßig gegossen werden.
  • Gedüngt werden kann, muss aber nicht.
eschnitten werden sollte eine Ligusterhecke nach der Blüte und notfalls noch einmal im August/September, sollte sie stark wuchern. Man schneidet Liguster konisch, oben schmaler als unten. So kommt genügend Licht in den unteren Bereich der Hecke und der Liguster verkahlt nicht. Übrigens: Liguster kann man selbst ziehen. Man braucht nur ein paar passende Stecklinge, die beim jährlichen Heckenschnitt im Frühjahr zur genüge anfallen. Sie sollten mindestens 20 cm lang sein. Zum Treiben stellt man diese Stecklinge in einen Eimer mit Wasser. Dass die Blätter dabei welken, ist normal. Den Eimer deckt man mit einer Folientüte zu. Im frühen Herbst kann man die Stecklinge einpflanzen. Man sollte nicht mehr als vier Pflanzen auf einen Meter setzen.