Scheinzypresse - Pflege & Schneiden

Scheinzypresse - Pflege Scheinzypresse mit SamenZahlreiche Sorten gibt es von der Scheinzypresse, die zur Familie der Zypressengewächse gehört und in Amerika sowie im ostasiatischen Raum wächst. Zwergformen erreichen eine Größe von einem Meter, andere Sorten können bis zu 25 Metern hoch werden, ihnen allen ist eine kegelförmige Gestalt gemeinsam. Von den echten Zypressen unterscheiden sie sich unter anderem durch ihre flacheren Zweige und ihre kleineren Zapfen. Gerne werden die Gehölze als Heckenbepflanzung genutzt, da sie nicht nur

schön anzusehen, sondern auch robust und pflegeleicht sind. Am beliebtesten ist bei uns die blaue Scheinzypresse, ein schmales Gewächs mit blau-grünen Nadeln.

Sie kann nicht nur als Heckenpflanze genutzt werden, sondern ist auch einzeln stehend ein schönes Gestaltungselement für den Garten. Am wohlsten fühlt sich die blaue Scheinzypresse auf saurem bis alkalischem, lehmigem Humusboden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, der möglichst windgeschützt ist. Ohne Schnitt kann sie bis zu 10 Metern hoch werden.

Ebenfalls sowohl als Heckenpflanze als auch einzeln stehend beliebt ist die gelbe Scheinzypresse mit gelb-grünen Nadeln. Sie kann ebenfalls bis zu 10 Metern hoch wachsen und gedeiht am besten in der vollen Sonne. Sowohl
die gelbe als auch die blaue Scheinzypresse müssen einmal jährlich Ende Juni zurück geschnitten werden. Beide sind frosthart und sehr resistent gegen Schädlinge und Pilzerkrankungen. Angepflanzt werden sollten die Scheinzypressen von April bis spätestens September, so dass sie vor der Frostperiode noch die Möglichkeit zum Einwurzeln haben.

als HeckeDer Schnitt der Scheinzypresse in Einzelpunkten
  • Je regelmäßiger geschnitten wird, desto dichter wird das Nadelkleid werden
  • Auch kleinwüchsige Scheinzypressen werden deshalb mindestens einmal im Jahr beschnitten
  • Die Schnittmaßnahmen sollten nicht in einer Periode extremer Temperaturausschläge durchgeführt werden
  • Optimal ist eine Wetterlage mit bedecktem Himmel, weil die frisch bewirkten Schnittstellen dann keine Sonnenschäden erleiden 
  • Bleiben Sie beim Schnitt zurückhaltend, an jeder Schnittstelle müssen pigmentierte Nadeln erhalten bleiben
  • Wenn Sie bis in die braun gewordenen Zonen schneiden, stirbt dieser Trieb ab und zeigt keinen Neutrieb mehr
  • Achten Sie darauf, die natürliche Wuchsform der Zypressen zu erhalten
  • Wichtig ist vor allem, die Spitze nur wenig zu beschneiden, sonst könnte das gesamte Gehölz eine ungeplante Wuchsrichtung einschlagen
  • Alte Scheinzypressen können einen entschiedenen Rückschnitt erfordern, den sie auch vertragen
  • Ein radikaler Rückschnitt sollte immer über mehrere Jahre verteilt werden, damit die Zypressen ihre Grundform behalten
  • Bei jedem Schnitt sollten zunächst kranke oder durch Beschädigung abgestorbene Triebe ausgeschnitten werden
  • Den schadhaften Trieb erkennen Sie an der braunen Farbe, er muss bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden
  • In Höhe des gesunden Triebes sind Sie angekommen, wenn beim Schneiden Widerstand zu fühlen ist
  • Eine scharfe Schere verursacht beim Beschnitt die kleinsten Wundflächen und schont so die Pflanze
Scheinzypresse, nicht Zypresse

Neben den oben erwähnten blauen und gelben Scheinzypressen mit einer maximalen Höhe von bis zu 10 Metern gibt es unter diesen Zypressengewächsen noch viele andere Sorten. Diese Arten unterscheiden sich vor allem in der am Ende möglichen Wuchshöhe, wenn Sie jedoch platte Zweige und nur nussgroße Zapfen erkennen können, haben Sie es mit ziemlicher Sicherheit mit einer Scheinzypresse zu

tun.

Es ist nicht unwichtig, dass Sie die Scheinzypressen sauber von einer Zypresse unterscheiden, wenn Sie Heckenpflanzen für unsere Breiten kaufen. Denn die echte Zypresse hat ihre Heimat im Mittelmeerraum, kommt bei uns also nur in sehr milden Regionen (und dort in geschützten Lagen) gut zurecht.