Lebensbaum Thuja orientalis - Pflege und Schneiden

Lebensbaum Thuja orientalis - Pflege und Schneiden Thuja-Hecken bilden immergrüne Grundstücksbegrenzungen mit wenig AnsprüchenDer Morgenländische Lebensbaum, genannt Thuja orientalis (Platycladus orientalis), zählt wie alle anderen Thujen in die Familie der Zypressengewächse. Seine Heimat ist der Orient bis nach Korea und China und weiter bis in den Osten von Russland. In Europa ist diese Pflanze erst seit dem Ende des 17. Jahrhunderts bekannt. Eine Thuja orientalis kann bis in Höhen von bis zu dreitausend Metern gedeihen.

Merkmale der

Thuja orientalis


Die Thuja orientalis wird in seiner Heimat als immergrüner Baum rund 20 Meter hoch und erreicht in dieser Höhe einen Stammdurchmesser von mehr als einem Meter. Diese Maße erreicht er jedoch in unseren Breiten nicht, hier ist er in Höhen zwischen fünf und zehn Meter zu finden. Diese Thuja Art ist oft mehrstämmig und bildet deshalb einen besonders breiten und reich ausgebildeten Wuchs. Die Rinde seines Stamms ist hellgrau bis bräunlich oder sogar rotbraun, sie kann sich stellenweise auch in Streifen ablösen. Seine Zweige sind fächerartig verästelt, die einzelnen Fächer stehen jeweils senkrecht. Diese Zweige sind flach und von gegeneinander versetzten Schuppen bedeckt.

Standort für die Thuja

In unseren Gärten und Anlagen werden diese Bäume meistens als Hecke gepflanzt, obwohl sie auch als Einzelpflanze sehr dekorativ aussehen. Im asiatischen Raum wird das Holz der Thuja in buddhistischen Tempeln für die Einrichtung genutzt. Auch diese Thuja kann auf einem lockeren und nicht zu sauren Boden am besten wachsen, ebenso wie sein Verwandter, der Abendländische Lebensbaum (Thuja occidentalis). Er kommt in unseren Regionen jedoch viel seltener vor als dieser und wird oft auf Friedhöfen als Einzelpflanze eingepflanzt. Auch von der Thuja orientalis gibt es einige Verwandte:
  • Amerikanischer Lebensbaum
  • Riesen-Lebensbaum
Die Thuja orientalis mag einen sonnigen bis hellen Standort und stellt keine größeren Ansprüche an den Boden und die Umgebung. Wenn sie in den Schatten gepflanzt wird, entwickeln sich die Zweige lockerer als bei sonnigem Standort. Sie mag jedoch keinesfalls Bodentrockenheit, weshalb sie auch im Winter bei frostfreiem Wetter notfalls gegossen werden muss. Die meisten Thujen sterben nicht an Nährstoffmangel oder Hitze, Kälte usw., sondern eindeutig am Wassermangel. Besonders in den ersten drei Jahren nach ihrer Pflanzung sollte der Boden niemals ganz austrocknen. In ihrem natürlichen Lebensraum wachsen Thujen eher auf sumpfigem Boden als auch trockenem. Sie stehen oft an Rändern von Flüssen oder Seen, was ihre Vorliebe zu einem feuchten Boden ebenfalls erklärt. Düngergaben braucht sie ebenfalls kaum. Achtung: Die Thuja ist besonders an den Zweigspitzen giftig.

Die Wuchsform der Thuja orientalis ist eher schmal und säulenförmig mit kurzen Ästen und Zweigen. Diese wachsen dicht beisammen, deshalb ist die Pflanze sehr gut als Heckenpflanze geeignet. In unseren europäischen Regionen wird diese Thuja bis zu 2,50 Meter hoch und kann trotzdem bis zu 1,50 Meter breit werden. Sie wächst langsam, was besonders beim Rückschnitt bedacht werden sollte.
/>
Hohe Thujen lassen sich am besten mit elektrischen Heckenscheren schneidenStandorte, an denen höhere Niederschlagsmengen und ein kühl-gemäßigtes Klima vorkommen, sind grundsätzlich vorteilhaft für einen idealen Lebensraum. So ist es auch in

der Heimat der Thuja, deshalb wird sie dort nicht nur älter, sondern auch größer. Das flache Wurzelwerk der Pflanze streckt sich dicht unter der Oberfläche der Erde aus. Bodentrockenheit wird also sofort zu einem Problem, auch wenn die Luftfeuchtigkeit stimmt.

Thuja orientalis schneiden und umpflanzen

Wenn die Thuja zurückgeschnitten werden soll, ist der ideale Zeitpunkt dafür der Frühling. Zu dieser Zeit setzt die Bildung neuer Triebe an, deshalb verwächst sich die Schnittstelle anschließend auch schneller wieder. Solange die Spitzen der Zweige nicht bis ins Grün abgeschnitten werden, kommt die Neubildung wieder in Gang. Wenn jedoch ins alte Holz geschnitten wird, kann es lange dauern, bis sich eine solche Stelle wieder neu begrünt hat. Die Thuja sollte deshalb nicht zu radikal zurückgeschnitten werden, sondern lieber über die Jahre verteilt regelmäßig.

Wenn die Thuja orientalis in der Höhe gestutzt werden muss, sollte sie nicht so tief zurückgeschnitten werden, dass der Blick des Betrachters von oben auf die Schnittstelle fallen kann. Im Inneren ist die Pflanze nicht grün und würde deshalb den Blick in das kahle Innere freigeben.

Schädlinge und Krankheiten bei Thujen

Auch wenn man die Thuja als relativ unkomplizierte Gartenpflanze bezeichnen kann, gibt es doch des öfteren Erkrankungen, die besonders in den letzten Jahren immer häufiger aufgetreten sind. Hierbei handelt es sich in erster Linie um eine braune Verfärbung der Zweige, die zum Absterben der Pflanze führen kann. Die meisten Schädlinge sind nicht auf Parasiten, sondern auf Trockenphasen zurückzuführen. Zu wenig Wasser kann eine komplette Thuja Hecke zerstören und in erster Linie junge Pflanzen, aber auch ältere Bestände zugrunde richten. Die Spuren der Trockenheit sind durch braune Stellen zu erkennen, ganze Triebe trocknen ein und bringen schließlich die ganze Pflanze zum Absterben. Rechtzeitige Vorsorge kann stetige Bewässerung sein, die durch eine Tropfbewässerung durchgeführt wird. Ein weiterer Punkt ist die Kälte im Winter, Frost und eisiger Wind. Auch das sind austrocknende Faktoren, Nadelgehölze und die Thuja-Familie verdunstet Wasser über die Nadeln. Wenn der gefrorene Boden keinen Nachschub liefern kann, trocknet die Pflanze auch bei Kälte aus.

Zu den tatsächlichen Schädlingen zählen die Pilzerkrankungen mit:
  • Kabatina thujae
  • Didymascella thujina
Kabatina sorgt dafür, dass die Spitzen der Triebe absterben. Braune Spitzen und schwarze Sporen deuten auf den Befall mit einem solchen Pilz hin. Ähnliche Reaktionen ruft auch Didymascella hervor und in beiden Fällen sollten die befallenen Zweige herausgeschnitten werden. Dies sind jedoch nicht die beiden einzigen Pilze, die zu Krankheiten führen können. Außerdem kann auch der Borkenkäfer sein Unwesen in der Thuja treiben, zu erkennen an vielen kleinen „Bohrlöchern“ und an den daraus resultierenden braunen Verfärbungen an der Pflanze.

Das Gegenstück der Thuja orientalis ist die Sorte occidentalisWissenswertes zur Thuja orientalis
  • Thuja orientalis wird der Morgenländische Lebensbaum genannt.
  • Er kann bis zu 20 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von über einem Meter erreichen.
  • In der Tiefe haben diese Thujen generell einen nackten Stamm. Oben breiten sie sich mit einer Krone aus.
  • Diese ist oval-kegelförmig bei jungen Pflanzen und breit rundlich oder unregelmäßig geformt bei älteren Bäumen.
  • Die Pflanzen haben eine feinere und dichter stehende Belaubung, sie ist fast anliegend. Die Blätter sind ganz weich.
  • Die Blattfärbung ist auf beiden Seiten frischgrün und glänzend. Blattober- und Unterseite sind nicht zu unterscheiden.
  • Wenn man die Blätter reibt, entsteht ein schwach harziger Duft.
  • Thuja orientalis wächst im Vergleich mit anderen Arten eher langsam und blüht von März bis April, etwa einen Monat früher als andere Thujen.
  • Ihr Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. An den Boden stellen sie keine besonderen Ansprüche.
  • Gegossen werden sollte bei Bedarf, wenn es sehr trocken ist. Überschuss beim Gießen sollte vermieden werden.
  • Allerdings sollte der Boden auch in der Tiefe gut feucht sein. Vor dem nächsten Gießen die Erde gut trocknen lassen.
  • Eine 100 bis 120 cm große Thuja orientalis ist ab ca. 15 Euro erhältlich.