Japanischer Fächerahorn - Pflege, Krankheiten, als Bonsai

Japanischer Fächerahorn - Pflege, Krankheiten, als Bonsai

Der Japanische Fächerahorn (Acer palmatum) gehört zur Gattung der Ahorne. Der Baum stammt ursprünglich aus Japan, aber auch aus China und Korea. Der Japanische Fächerahorn kann bis 15 Meter hoch werden.

bonsai_flDie Bezeichnung Fächerahorn leitet sich von der Blattform ab, „palma“ bedeutet Handfläche.

Die nach Europa eingeführten Zuchtformen sind in der Regel viel kleinwüchsiger. Der Grund ist das kühlere und trockener Klima und die kürzeren Vegetationsperioden. Das besondere am Japanischen Fächerahorn ist seine je nach

Sorte tolle Laubfarbe, die von gelblich bis leuchtend rot reicht. Auch die intensive Herbstfärbung sorgt für ein Highlight im Garten.

Der Japanische Fächerahorn eignet sich auch für die Kübelhaltung.

Standort

Der Japanische Fächerahorn bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ideal ist, wenn dieser windgeschützt liegt. Wind kann das Wachstum beeinträchtigen und führt nicht selten zu Blattspitzendürre. Bei einigen Arten kann ein zu sonniger Standort zu Sonnenbrand führen. Außerdem begünstigt er den Befall mit Spinnmilben.

Pflanzsubstrat

Dieser Ahorn mag lockere, humose Böden mit einer guten Drainage und leicht saurem pH-Wert. Der ideale liegt zwischen 4,5 und 7,0. Am wohlsten fühlt sich der Acer palmatum in einem sandigen Lehmboden, aber er kommt auch mit anderen Substraten klar. Staunässe verträgt der Japanische Fächerahorn nicht. Schnell sterben Feinwurzeln durch Sauerstoffmangel ab. Eine Drainage ist gerade in regenreichen Regionen empfehlenswert.
Bei der Kultur im Kübel muss auf einen ausreichend großen Kübel geachtet werden. Nach etwa 5 Jahren topft man in ein größeres Gefäß.

Gießen und Düngen

Bei Trockenheit muss der Japanische Fächerahorn ausreichend gegossen werden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Mit Nährstoffgaben muss man vorsichtig umgehen. Empfohlen wird mineralischer Depotdünger im Frühjahr.

Schneiden

Der Fächerahorn gilt als nicht sehr schnittverträglich. Bei der Bonsaikultur wird er allerdings regelmäßig geschnitten und da gelingt es auch. Der Schnitt erfordert aber Bedacht, da der Baum aus altem Holz nicht wieder austreibt. Komplett am Stamm entfernte Äste sind kaum zu ersetzen. Deshalb lässt man der Pflanze immer etwas junges Holz mit schlafenden Augen, so dass ein Neuaustrieb erfolgen kann. Man darf aber auch nicht zu knapp schneiden, da der Ahorn immer etwas zurücktrocknet. Dabei können schlafende
Augen betroffen sein.

Man schneidet auf junge Seitentriebe zurück. Danach muss Wundverschlussmittel aufgetragen werden. Durch die Schnittstellen dringen sonst gern Pilzerkrankungen in den Baum ein.

Überwintern

Normalerweise ist der Ahorn winterhart. Bei Kübelhaltung ist ein geschützter Standort von Vorteil. Außerdem muss man darauf achten, dass der Standort nicht zu nass ist, sonst können die Triebspitzen absterben. Das ist zwar nicht so schlimm, da sich die Pflanze regeneriert, sollte aber vermieden werden. Bei Gefahr von Spätfrost im Mai, solle der Japanische Fächerahorn mit einem Vlies bedeckt werden, um ihn vor Frost zu schützen.

Krankheiten und Schädlinge

Als Schädlinge treten oft Spinnmilben auf. Sie siedeln sich vor allem auf geschwächten Exemplaren an und müssen bekämpft werden.  Im Juli und August treten auch Blattläuse auf.

Außerdem leiden viele Ahornbäume unter der Verticillium-Welke. Das ist eine Pilzerkrankung, die vom Boden aus in die Pflanze eindringt. Der Pilz wird häufig bei Neuanpflanzungen eingeschleppt. Man erkennt den

Befall an den welken Blättern. Neu ausgetrieben Triebe zeigen plötzlich welke Blätter. Die Blätter sind schlaff und haben eine ungesunde fahlgrüne Farbe. Auch Äste werden befallen. Der Pilz verstopft die Wasserleitungsbahnen. Man kann ihn nicht direkt bekämpfen. Am besten ist Vorbeugen. Dazu gehört, die Kulturbedingungen möglichst optimal einzuhalten. Außerdem können Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden. Eine Absenkung des pH-Wertes kann die Infektionsgefahr absenken. Durch eine professionelle Kompostierung lassen sich die Dauerkörper abtöten. Meist bleibt nur die Möglichkeit, befallene Ast- und Triebteile bis deutlich ins gesunde Holz zurückzuschneiden.

Oft hat ein Japanischer Spitzahorn braune Blätter. Das kann daran liegen, dass er zu nass oder aber auch zu trocken steht. Allerdings kann er auch zu viel Sonne abbekommen haben. Außerdem kann es sein, dass er mit kaltem Wind nicht klarkommt. Deshalb ist ein windgeschützter Standort wichtig.

Bonsaikultur

Der Japanische Fächerahorn findet eine breite Verwendung in der Bonsaikunst. Es gibt viele verschiedene Sorten.  Bei den einen haben die Blätter mehr Finger, sind stärker geschlitzt, bei anderen haben sie eine abweichende Farbe oder aber die Rinde ist rauer als gewöhnlich. Es können auch mehrere Merkmale kombiniert sein. Auf alle Fälle existiert ein System, dass alle Bonsai exakt in Kategorien einordnet.
Die Kultur des Bonsai ist ähnlich wie bei einem normalen Baum. Gerade im Sommer ist Vorsicht beim Gießen geboten. Der Bonsaibaum benötigt ausreichend Wasser, Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden. Man muss täglich das Pflanzsubstrat kontrollieren. Im Winter steht der Bonsai deutlich trockener. Jüngere Bonsai werden alle zwei bis drei Jahre umgetopft, ältere nur etwa alle 10 Jahre. Man verwendet handelsübliche Bonsaierde. Wichtig ist eine gute Drainage in der Schale. Beim Umtopfen wird etwa 1/3 des Wurzelballens weggeschnitten, sehr vorsichtig und nach Anleitung versteht sich. Der Schnitt erfolgt nach dem Austrieb. Japanische Wundverschlussmittel sind für Bonsai ideal. Man bekommt sie im Bonsai-Fachhandel.