Pflege von Kirschlorbeer

Pflege von Kirschlorbeer

Wenn der Kirschlorbeer einen passenden Standort hat, benötigt er außer einem Schnitt wenn nötig, nicht viel Pflege. Außer mit sehr kalten Wintern kommen die Pflanzen bei uns recht gut zurecht, obwohl es keine einheimischen Gewächse sind. Es gibt eine ganze Menge verschiedener Kirschlorbeerarten. Von der Pflege her unterschieden sie sich allerdings kaum. Wichtig zu wissen ist, Kirschlorbeer ist giftig!

kirschlorbeer-schneiden_flStandort

Eigentlich mag der Kirschlorbeer die Sonne. Um aber im Winter Frostschäden zu vermeiden, die hauptsächlich durch die Sonne an kalten Tagen verursacht

werden, ist ein halbschattiger Standort besser. 

Pflanzsubstrat

Der Kirschlorbeer mag feuchten Boden. Ansonsten ist er, was das Pflanzsubstrat anbelangt, sehr genügsam. Zu nährstoffhaltig sollte die Erde allerdings nicht sein.

Gießen und Düngen

Zwar kommen die Pflanzen, wenn sie angewachsen sind, auch mit Trockenheit zurecht, aber der Pflanzballen sollte möglichst nicht vollständig austrocknen. Kommt das öfters vor, schwächt das die Pflanze und sie
wird anfällig für Pilzerkrankungen. Bei Trockenheit gießt man regelmäßig, aber auch nicht zu viel, denn Staunässe verträgt die Pflanze auch nicht. Der Boden sollte nur mäßig nährstoffreich sein. Man muss nicht düngen. Mulchen reicht in der Regel völlig aus. Wenn man düngt, dann einmal im Frühjahr mit Volldünger. Im Spätsommer ist eine Kalidüngung empfehlenswert, damit der Kirschlorbeer besser durch den Winter kommt. Zu viel Stickstoff schwächt die Pflanzen.

Schneiden

Man muss einen Kirschlorbeer nicht schneiden. Einzelpflanzen lässt man natürlich wachsen. Ein auslichten hin und wieder reicht völlig aus. Hecken sollten geschnitten werden. Das tut man am besten vor Austriebsbeginn. Geschnitten wird nach Möglichkeit nicht mit der Heckenschere, sondern per Hand. Mit der Heckenschere werden die Blätter zerfetzt, das sieht unschön aus und ist auch nicht gut für die Pflanze. Kirschlorbeer ist gut schnittverträglich, selbst ein Radikalschnitt ins alte Holz bringt ihn nicht so schnell um. Die durch Frost und Sonne im Winter entstandenen Schäden am Busch kann man auch einfach herausschneiden. 

Vermehren

kirschlorbeer_flVermehrt werden kann Kirschlorbeer durch Absenker oder auch durch Aussaat. Stecklinge bewurzeln gut, benötigen aber eine hohe Luftfeuchtigkeit. Man kann sie in Erde oder Wasser wurzeln lassen.

Krankheiten und Schädlinge

Dem Kirschlorbeer machen häufig Pilzkrankheiten zu schaffen. Die häufigsten sind die Schrotschusskrankheit und die Zweig- und Spitzendürre. Befallene Teile schneidet man heraus. Dann muss man noch ein Mittel gegen diese Erkrankung spritzen. Die Behandlungen müssen meist mehrmals wiederholt werden. Als Schädlinge treten vor allem Blatt-, Woll-, Schmier- und Schildläuse auf. Sie befallen besonders geschwächte Pflanzen.