Bankgirai-Dielen - Preise und Haltbarkeit

Bankgirai-Dielen - Preise und Haltbarkeit

Was ist Bankgirai?

Das echte Bankgirai-Holz stammt vom Yellow Balau-Baum, einem südostasiatischen Laubbaum, der bis 75 Meter hoch wird und einen Stammumfang von etwa 1,5 Metern erreicht.

bankirai2_flBankgirai ist in seinem Verbreitungsgebiet das wichtigste Konstruktionsholz, da das Holz den dortigen Wetterbedingungen mühelos standhält. Der Yellow Balau-Baum wuchs ursprünglich im unberührten Regenwald von Burma über Thailand bis nach Malaysia und Indonesien. Aufgrund seiner Bedeutung in Südostasien wird der Baum inzwischen in allen umliegenden Ländern mit geeigneten klimatischen Bedingungen angebaut (Pakistan,

Indien, Sri Lanka, Laos, Kambodscha, Vietnam, Philippinen). Das Bankgirai vom Yellow Balau-Baum oder einer seiner Unterarten hat gelblich-grünes bis braunes Holz. 

Haltbarkeit von Bangkirai-Dielen

Das echte Bangkirai ist eines der widerstandsfähigsten Hölzer, in seiner Heimat wird es ohne irgendeine Imprägnierung für Brücken- und Wasserbau eingesetzt. Dementsprechend wird es auch bei uns gerne im Außenbereich als Gartenholz oder Gartenbauholz eingesetzt. Dieses Tropenholz ist sehr hart und sehr dauerhaft, eigentlich unverwüstlich. Bangkirai hat eine hohe Dichte von circa 0,7 bis 0,9 Gramm pro Kubikzentimeter, es zählt damit zu den Harthölzern. Entscheidend für den Einsatz draußen ist die Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350-2, welche die Widerstandsfähigkeit des Holzes gegen Holz zerstörende Organismen bezeichnet. Bangkirai wird als Klasse 2, also dauerhaft widerständig gegen Holz zerstörende Pilze eingeordnet. 

Für Bauholz gibt es sogenannte Gefährdungsklassen, die zusammen mit der Dauerhaftigkeitsklasse eine Prognose der Lebensdauer erlauben. Bauholz für Terrassen wäre hier in die Gefährdungsklasse 3 einzuordnen, in die außen verbautes Holz ohne Erdkontakt eingeordnet wird. Also Außenbauteile mit Wetterbeanspruchung ohne Erd- und Wasserkontakt und Innenbauteile in Nassräumen. Hierfür wird Holz mit Dauerhaftigkeitsklasse 2 gefordert,
dem dann unter unseren gemäßigten Klimabedingungen eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren auch ohne die Behandlung mit Holzschutzmitteln prophezeit wird.

Besonderheiten von Bankgirai Dielen

bankirai_flEs kann sein, dass sich aus dem Bangkirai nach dem Einbau rötliche Substanzen lösen. Dieses Ausbluten ist normal, es handelt sich um Substanzen des im Holz enthaltenen Öles. Bangkirai dunkelt nach, seine Farbe verwandelt sich im Laufe der Zeit bis hin zu einem Olivbraun. Bangkirai neigt wie alle schweren Harthölzer zu Rissen an den Kopfenden, deshalb sollten Sie kopfseitige Schnittkanten vorbeugend mit wasserfestem Leim behandeln. 

Ein Problem bei Bangkirai ist häufig seine Herkunft aus regenwaldzerstörendem Raubbau. Bisher hieß es, ein den Raubbau ausschließendes FSC-Zertifikat sei für Bangkirai nicht erhältlich, das stimmt heute nicht mehr. Nur wenn Sie auf dieses Zertifikat bestehen, das die Herkunft aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern garantiert, können Sie sicher sein. Allerdings bleibt zu bedenken, dass auch die Tausende von Kilometern, die dieses Holz transportiert wird, nicht gut für die CO2-Bilanz sind.

Echte Bangkirai Terrassendielen sind ab circa 8,50 Euro pro laufenden Meter erhältlich. Da die Pflanzengattung Shorea nicht nur den Shorea laevis (das ist der Yellow Balau-Baum), sondern über den gesamten klimatischen Raum verteilt noch rund 200 andere Arten hervorbringt, wird das Holz unter vielen verschiedenen Handelsnamen vertrieben. Meranti, Seraya, Balau, Bangkirai oder Bankirai, Lauan und Keruing sind alles Hölzer verschiedener Shorea-Arten. Das führt häufig zu Überschneidungen bei den Bezeichnungen, so wird das rötlich-braune Holz mit dem internationalen

Handelsnamen Red Balau bei uns ebenfalls als Bangkirai gehandelt. Dieses Holz hat nur die Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4 und ist damit eigentlich nicht für den Außeneinsatz vorgesehen. Bevor Sie Ihre Terrassendiele kaufen, sollten Sie sich also immer die Dauerhaftigkeit des Holzes genau nachweisen lassen.

Alternativen zu Bangkirai sind alle Hölzer der Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2. An einheimischen Hölzern sind hier Robinie, Eiche und Edelkastanie zu nennen, importiert werden Afzelia (Doussie), Greenheart, Padouk, asiatisches Teak, Makoré, Massaranduba, Garapa, Western Red Cedar, Bangkirai, Bubinga, Merbau (Borneo Teak), Bongossi (Azobe) und amerikanisches Mahagoni (FSC-Zertifizierung beachten). Besonders behandelt sind WPC (Wood Polymer Composite) und Dauerholz (Kiefer mit Wachskonservierung).