Terrassenbau - Kosten und Vorbereitungen

Terrassenbau - Kosten und Vorbereitungen Terrassen am Haus kann man auch in Eigenregie bauen - der Aufwand lohnt sichEin Grillfest mit Freunden an lauen Sommerabenden macht einfach Freude, besonders wenn es auf der selbst gebauten Terrasse stattfindet. Terrassen sind nicht nur eine Aufwertung der Fassade. Sie tragen auch zum Wohnkomfort bei und können individuell gestaltet und ganz nach Belieben eingerichtet werden. Selbst ein Terrassenbau in Eigenregie ist gar nicht so kompliziert, wie man vielleicht denkt.

Vorbereitung zum Terrassenbau: Materialien und Kostenüberlegung

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Wer sich eine Terrasse vom Fachmann bauen lässt, muss mit etwa zwei bis drei Mal so hohen Kosten rechnen, als wenn sie selbst gebaut wird. Mit guter Vorinformation und etwas handwerklichem Geschick kann der lang ersehnte Traum von der eigenen Terrasse bald wahr werden und hierbei auch noch gutes Geld eingespart werden. Der Terrassenbau kann aus Materialien wie Stein, Holz oder einer Kombination beider Materialien selbst durchgeführt werden, wobei die Variante der Holzterrasse am günstigsten ist.

Bei Terrassen aus Holz, die direkt am Haus angebracht werden, muss außerdem der Boden wenig aus- oder angeglichen werden, was den ganzen Aufwand und die Kosten noch einmal minimiert. Natürlich sind die Kosten auch von der Größe der Terrasse abhängig. Imprägnierte Terrassendielen aus Fichtenholz gibt es bereits ab 90 Cent pro Meter. Planen Sie für den Terrassenbau die Anschaffung folgender Materialien mit ein:
  • ausreichend Schotter
  • Verlege-Sand
  • eine Holzlatte und Abstandshölzer
  • genügend Betonplatten
  • sowie Traghölzer und Belagshölzer
  • Terrassendielen
  • Spanngurte und eine Schnur
  • Senkkopfschrauben zum Verlegen der Dielen und
  • eine Metallschiene
Für den Bau einer Holzterrasse werden Werkzeuge wie ein Spaten und eine Schaufel, eine Bohrmaschine und ein Akkuschrauber, eine Wasserwaage, ein Gummihammer und ein Maßband benötigt. Vorbereitend markieren Sie die Terrassenfläche, um die genaue Größe festzulegen und um herauszufinden, ob die Möbel für die Terrasse auf die Fläche passen. Benutzen Sie dazu vier Holzpfähle, die von einer Schnur umspannt werden. Dann benötigen Sie nur noch die Materialien vom Baumarkt, und schon kann der Terrassenbau beginnen.

Fundament und Unterbau einer Terrasse entscheiden über Ihre dauerhafte StabilitätAnleitung: Terrassenbau Schritt für Schritt

  1. Zuallererst schaufeln Sie
    den abgesteckten Bereich tief genug aus, um die Terrassendielen mit ihrer Oberkante genau auf die gewünschte Höhe zu bekommen.
  2. Als nächster Schritt muss eine Schotterschicht in einer Stärke von etwa 15 bis 20 cm aufgeschüttet und verdichtet werden. Dies verleiht dem Ganzen Stabilität. Darauf wird dann Verlege-Sand verstreut, in etwa einer Höhe von 5 cm. Auf dieser Schicht können die Betonplatten ganz genau ausgerichtet werden.
  3. Beim gleichmäßigen Verteilen der Betonplatten auf der Schotterschicht ist zu beachten, dass die Abstände dazwischen nicht zu groß werden, die Traghölzer biegen sonst durch. Etwa 60 cm Abstand sind genau richtig.
  4. Als nächstes werden die Platten zu einer Seite hin waagerecht ausgerichtet. Mit einer Wasserwaage, der Richtlatte und dem Gummihammer geht das ganz einfach. Senkrecht wird dadurch für eine leichte Schräglage von etwa 15° beziehungsweise 2% gesorgt. Wenn die Terrasse direkt an das Haus gebaut wird, ist es wichtig, dass sich die Schräglage nach unten vom Haus weg bewegt.
  5. Nun kommen die Tragebalken an die Reihe. Diese werden querläufig zu den Belagshölzern

    auf die Platten gelegt. Normalerweise verlaufen die Belagshölzer parallel zur Gebäudefront. Tipp: Mit Dachpappe oder Neoprenfolie können die Auflagepunkte auch noch gegen Feuchtigkeit isoliert werden.
  6. Nun werden die Belagshölzer befestigt. Wichtig dabei ist, einen Abstand von 5 mm einzuhalten. Vorsicht ist beim Verlegen der Terrassendielen geboten, damit diese nicht verrutschen. Eine Gurtbandzwinge ist dafür das richtige Werkzeug. Sie hilft beim Zusammenhalten der Dielen, damit sie leichter verschraubt werden können.
  7. Als nächster Arbeitsschritt werden die Belagsbretter verschraubt. Wichtig dabei ist, dass ein Abstand zwischen den Dielen von 3 mm eingehalten wird. Mit passenden Abstandhaltern wie zum Beispiel Holzplättchen in dieser Stärke kann der Abstand gut gesichert werden.
  8. Wenn alles gut verschraubt wurde, ist der größte Teil erstmal geschafft. Bewundern Sie Ihr Werk!

Tipps für die Randgestaltung

Nun gibt es noch einige Möglichkeiten zur passenden Randgestaltung der neuen Terrasse. Betonpalisaden sind witterungsbeständig und außerdem hübsch anzusehen. Hier ist beim Montieren auf einen Abstand von zumindest 2 cm zu achten, da Holz bekanntlich arbeitet und sich möglicherweise noch ausdehnt. Der Abstand ist aber auch für die Belüftung wichtig.

Wo Holz verarbeitet wird, sollte auch an konstruktiven Holzschutz gedacht werdenMit Betonrandsteinen oder einer Beeteinfassung aus Beton wird eine lange Haltbarkeit der Terrasse gewährleistet, außerdem macht das Ganze einen sehr stabilen Eindruck. Die Randsteine sind sehr einfach zu montieren. Sie werden in die Erde gesteckt, seitlich verdichtet und dadurch gut stabilisiert.
Falls die Terrasse recht bodennah gebaut wurde, machen sich einfache Kieselsteine entlang des Randes wunderschön.

Terrasse nach dem Bau: Pflegehinweise

Vorimprägnierte Holzdielen sind an sich für das erste Jahr schon gut versorgt. Allerdings sollte man danach eine regelmäßige Pflege durchführen, damit man lange Freude an der selbstgebauten Terrasse hat. Dabei eignet sich ein Terrassen-Öl hervorragend für die Pflege des Holzes und der Imprägnierung. Davor sollten die Dielen von Staub und Schmutz gereinigt werden, zum Beispiel mit einer mittelfesten Bürste und etwas Wasser. Auch ein Hochdruckreiniger mit einem schwachen Druck eignet sich ideal für die Grundreinigung der Terrasse. Lassen Sie die Terrasse vollständig trocknen, bevor Sie ein am besten farbloses oder nach Wunsch auch ein farbiges Terrassen-Öl auftragen. Das Holz erhält dadurch die nötige Feuchtigkeit und die gleichmäßige Färbung zurück und wird auch fühlbar feiner. Führen Sie die Pflege mit einem Terrassen-Öl einmal jährlich durch, und Sie werden lange Freude an Ihrer selbst gebauten Terrasse haben.

Fazit der Redaktion

Bei genauer Betrachtung ist ein Terrassenbau keine komplizierte Angelegenheit. Auch preislich ist eine schöne Holzterrasse am Haus keine Großinvestition. Mit ein wenig Geschick und Freude an der Arbeit, wird Ihre Wunschterrasse zu einer wahren Augenweide und zu einem zusätzlichen Zimmer für warme Sonnentage.