Terrassendielen aus Massaranduba - Verlegen, Vorteile + Nachteile

Terrassendielen aus Massaranduba - Verlegen, Vorteile + Nachteile TerrassenholzDie Entscheidung für einen Terrassen-Bodenbelag aus Massaranduba ist eine Entscheidung für höchste Qualität und Langlebigkeit. Dieses Edelholz verleiht jeder Terrasse ein Flair der Gediegenheit und Vollkommenheit. Seine dunkel-rötliche Färbung macht es zum beliebtesten Gartenholz, wenn Hochwertigkeit im Vordergrund steht.

Welche Eigenschaften besitzt Massaranduba

Massaranduba ist ein Hartholz, welches aus dem Balatabaum gewonnen wird. Diese Bäume wachsen nur in Mittel- und Südamerika und ihr langsames Wachstum verschafft ihnen einen harten und feinporigen

Zellaufbau. Deshalb ist Massaranduba eines der schwersten Hölzer und ist in die höchste Dauerhaftigkeitsklasse 1 eingestuft. Aufgrund dieser gewachsenen Zellstruktur ist kein chemischer Holzschutz erforderlich.

Edelhölzer stehen oft in der Kritik im Zusammenhang mit der Abholzung der Tropenwälder. Der Balatabaum lässt sich nicht auf Plantagen anbauen und ist deshalb ein Baum des Waldes. Dennoch erfolgt sein Einschlag vielfach kontrolliert und nachhaltig. Deshalb sollten Käufer von Massarandubaholz auf das FSC-Siegel achten, welches auf diesen kontrollierten Holzeinschlag verweist.

Holz auf TerrasseMassaranduba ist äußerst formstabil. Als natürliches Material ist sein Trocknungsprozess mit einem erheblichen Schwund verbunden. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, treten jedoch weniger Veränderungen auf als beispielsweise bei Bangkirai. Diese große Formstabilität ermöglicht es, Massarandubadielen auch im Verbund zu verlegen, d. h. von einer Dielenreihe zur nächsten um 50 Prozent versetzte Stoßfugen. Diese Stoßfugen können gleichzeitig offen, also mit Luftspalt, gestaltet werden.
Trotz dieser höchsten Wertigkeit des Holzes ist Massaranduba bei gleichwertiger Qualität preiswerter als Bangkirai oder Merbau.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:
  • Höchste Dauerhaftigkeitsklasse 1 - deshalb eine Anschaffung von Dauer
  • Gleichmäßige Färbung des Holzes – durchgängig edles Design
  • Kein chemischer Holzschutz – unbedenklich in der Verwendung
  • Formstabilität – universell zu gestalten bei der Verlegung
  • Preiswerter als andere Edelhölzer
  • Hohe Holzdichte – deshalb muss erhöhte Traglast der Unterkonstruktion beachtet werden
  • Neigt zu silbrigen Verfärbungen – regelmäßiger, jährlicher Ölauftrag erforderlich
Die Verlegung von Terrassendielen aus Massaranduba

Das schwere Massarandubaholz stellt große Anforderungen an die Unterkonstruktion. Bei einer Dielenstärke von 21mm darf der maximale Balkenabstand lediglich 45cm betragen. Er erhöht sich mit ansteigender Dicke der Dielen. Die Balken der Unterkonstruktion dürfen nicht aus niederwertigerem Holz bestehen. Bei der Verwendung von Fichtenholz beispielsweise würde die Bewegung des Deckbelages bei Wärme- oder Feuchtigkeitsveränderungen zum Ausreißen der Schrauben und dadurch zu Unebenheiten führen.

Terrassendielen aus Massaranduba werden meist geriffelt angeboten. Deshalb sollten sie nicht quer zur Gefällerichtung verlegt werden, weil sonst immer ein Teil des Regenwassers in diesen Rillen verbleiben würde und zur Verschmutzung führt. Im Gegensatz dazu unterstützt eine
Längsverlegung zur Gefällerichtung einen Selbstreinigungsprozess des Belages.

Die Unterkonstruktion muss fest verankert werden. Das heißt, bei einem Beton- oder Fliesenuntergrund wird sie im Boden verschraubt. Bei einer Terrasse zu ebener Erde erfolgt die Montage der Unterkonstruktion vorzugsweise auf ausnivellierten Betonplatten. In diesem Fall sollte ein Unkrautvlies untergelegt werden.

Bei der Verlegung der Terrassendielen aus Massaranduba muss der Abstand zwischen den einzelnen Dielen zwischen 5 und 8mm betragen. Damit werden die Ausdehnungsprozesse des Holzes ausgeglichen. Hergestellt wird dieser gleichmäßige Abstand durch zwischengelegte Distanzklötzchen während der Montage. Die Befestigung kann erleichtert werden, indem die Dielen beim Anschrauben mit

Spanngurten gegeneinander gespannt werden.

Pro Diele und Befestigungspunkt sind zwei Edelstahlschrauben aus V2A erforderlich. Jedes Hartholz, und deshalb auch Massaranduba, muss vorgebohrt werden. Vorzugsweise erfolgt dies, indem zunächst das Schraubenloch mit einem 90-Grad-Versenker in der Stärke des Schraubenkopfes vorgefräst wird. Erst dann wird das eigentliche Loch entsprechend der Schraubendicke mit einem Spiralbohrer eingebracht. Diese Reihenfolge verhindert das lästige Ausfransen des Holzes beim Versenken. Die Schraubenköpfe schließen bündig mit der Holzoberfläche ab. Die Länge der Schrauben sollte aufgrund der hohen Zugkräfte mindestens das Doppelte der Dielenstärke betragen.
Die Terrassendielen können sowohl gleichmäßig in voller Länge als auch zur Verschönerung des Designs mit versetzten offenen Fugen verlegt werden. Das Zuschneiden der Dielen muss mit einem Hartmetall-Sägeblatt erfolgen. Abschließend können die Enden der Dielen mit einem Elektrohobel angefast werden.

Die Verlegung auf einen Blick:
  • Ausreichend starke Unterkonstruktion mit geringen Abständen
  • Feste Verankerung dieser Unterkonstruktion
  • Dielenabstand 5 bis 8 Millimeter
  • Distanzklötzchen und Spanngurte verwenden
  • Pro Befestigungspunkt 2 Schrauben aus Edelstahl V2A in doppelter Länge der Dielen
  • Schraubenlöcher versenken und vorbohren
  • Gleichlange Verlegung oder Verlegebild mit Versatz möglich
  • Verlegung in Gefällerichtung
Holzschutz und Pflege

Alle Schnittstellen müssen mit einem Hirnholz-Protector neu versiegelt werden. Achtung! Bei versetzter Verlegung der Stöße muss dieser Anstrich bereits während der Verlegung erfolgen.
Nach Abschluss der Verlegung erhält der Deckbelag einen dreifachen Schutz durch ein spezielles Terrassenöl. Entsprechend der klimatischen Gegebenheiten wird dieser Holzschutz circa jährlich wiederholt.

Wissenswertes & Tipps

Von Natur aus ist Massaranduba-Holz für die Terrasse nicht behandelt und kann auch unbehandelt verlegt werden. Es enthält einen natürlichen Schutz gegen Fäulnis, sodass hier keine besondere Behandlung mit Lacken oder Ölen erforderlich ist.

Die natürliche Färbung der Oberfläche von Massaranduba-Holz für die Terrasse ist blassgelb bis rosagrau. Das Kernholz hingegen hat eine hellrote bis violettbraune Einfärbung. Lässt man das Holz völlig unbehandelt, dunkelt es zu einem rotbraun nach, was sich sehr harmonisch auswirkt.

Wie bereits erwähnt, ist Massaranduba-Holz für die Terrasse besonders wegen seiner Widerstandkraft beliebt. Qualitativ hochwertiges Holz hält bis zu 30 Jahre, was auch schnell die hohen Kosten relativiert, denn man muss hierbei mit einem Preis von rund 50 Euro für einen Balken von zwei Metern Länge rechnen. Die Preise können aber sehr stark variieren, weshalb es sehr empfehlenswert ist, einen Preisvergleich anzustellen.

Kaufen kann man das Massaranduba-Holz für die Terrasse in jedem gut sortieren Baumarkt und auch in einem Holzfachhandel kann man fündig werden. Des Weiteren bietet sich auch das Internet als Einkaufsquelle an, vor allem weil man hier kinderleicht den Preisvergleich anstellen kann.

Ursprünglich stammt das Massaranduba-Holz für die Terrasse aus Südamerika, wo es in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern abgeholzt wird. Allerdings ist dies nicht immer der Fall, denn der Raubbau ist hier sehr weit verbreitet.

Daher sollte man beim Kauf von Massaranduba und weiteren Harthölzern wie Bankirai / Bangkirai unbedingt darauf achten, dass das Massaranduba-Holz für die Terrasse zertifiziert ist. Durch das Zertifikat kann man sicher sein, dass es aus einem kontrollierten Abbau stammt und nicht im Raubbau geholzt wurde.