Terrasse anlegen - Tipps zu Planung, Bau und Gestaltung

Terrasse anlegen - Tipps zu Planung, Bau und Gestaltung Standort und Ausrichtung der Terrasse sind wesentliche PlanungspunkteEine Terrasse anzulegen, erfordert viel mehr Vorüberlegungen als man zunächst annehmen mag. Diese Gründlichkeit hilft jedoch, Fehler zu vermeiden, die später nur mit sehr großem Aufwand korrigiert werden könnten. Deshalb beginnt die Planung bereits mit dem Standort der Terrasse.

In welcher Himmelsrichtung ist eine Terrasse günstig?

Nicht immer lässt sich über diese Auswahl frei entscheiden, wenn z. B. durch die Ausrichtung des

Hauses mit der Verandatür im Wohnzimmer der Platz für die Terrasse bereits vorgegeben ist. Dennoch lassen sich auch in einem solchen Fall viele Dinge der Gestaltung beeinflussen oder die Anlegung einer vom Haus unabhängigen Terrasse steht zur Debatte.

Favorit bei der Ausrichtung der Terrasse ist selbstverständlich die südliche Richtung. Hier können ihre Benutzer vom Vormittag bis zum späten Nachmittag die Sonne genießen. Bei großer Sommerhitze wird dies jedoch zum Nachteil, der sich nur mit einer zusätzlichen Beschattung einschränken lässt.

Jeder, der das ausgiebige Frühstück am Wochenende in der Morgensonne liebt, weiß die Vorzüge eine Terrasse in östlicher Ausrichtung zu schätzen. Noch stört nicht die intensive Mittagshitze und der Tag beginnt besonders beschaulich. Terrassen in Ostausrichtung befinden sich jedoch mit Beginn des Nachmittags ständig im Schatten und können schnell unangenehm kühl wirken.

Wenn am Nachmittag die größte Mittagshitze vorüber ist, lädt der Sonnenschein zum Verweilen auf einer Westterrasse ein. Er hält bis in die späten Abendstunden an, und weil er die Hausfassade aufheizt, spendet er auch noch in den ersten Nachtstunden angenehme Wärme.

Nordterrassen befinden sich ständig im Schatten und wirken oft feucht und muffig. Sie sollten möglichst durch eine vom Haus unabhängige Terrasse ersetzt werden.

Kurz zusammengefasst:
  • Südterrasse – viel Sonnenschein, Beschattung notwendig
  • Ostterrasse – Morgensonne, aber ab Mittag im Schatten und kühl
  • Westterrasse – Sonne erst ab Nachmittag, aber am längsten nutzbar
  • Nordterrasse – möglichst vermeiden oder durch freistehende Terrasse ersetzen
float: right;" alt="Erste Schritte beim Bau einer Holzunterkonstruktion" src="http://www.hausgarten.net/images/2013/terrasse-bauen-holzfundament-300-fl.jpg" height="200" width="300" />Aus welchem Material wird eine Terrasse errichtet?

Die Terrasse ist Bestandteil der Architektur des Hauses und muss sich diesem Ambiente unterordnen. Würde beispielsweise an einem modernen Haus mit großen Glasflächen und Edelstahlanbauten eine natürlich geprägte Terrasse mit Holzüberdachung angefügt, stört sie eher den Gesamtcharakter. Das Aussehen der Terrasse muss sich aber auch der Gartengestaltung anpassen. Deshalb steht die Entscheidung über das verwendete Material im Zusammenhang mit dem gesamten Erscheinungsbild des Anwesens.

Junge Familien entscheiden sich heute oftmals für eine moderne Architektur mit klaren Strukturen und übersichtlicher Bepflanzung des Gartens. Sie tun gut daran, denn Familie und Beruf erfordern sehr viel Zeit. In ein solches Ambiente fügt sich eine Terrasse mit Terrazzofußboden und einer Konstruktion aus verzinktem Stahl oder Aluminium sehr gut ein. Die Überdachung und eventuelle seitlich schließbare Verkleidung sollte aus transparenten Doppelstegplatten bestehen. Hier finden die Kinder auch bei großer Sommerhitze ihren Platz zum spielen.

Passionierte Freizeitgärtner hingegen legen viel Wert auf ein natürliches und in sich geschlossenes Umfeld. Meist gestalten sie bereits ihr Haus mit Verkleidungen und Blumenkästen aus Holz. Sie legen

in ihrem Garten einen kleinen Teich an und lieben eine vielseitige Bepflanzung. Dieses Ambiente bereichern sie mit einer Terrasse, deren Konstruktion ebenfalls aus Holz besteht. Für den Fußboden bevorzugen sie Fliesen mit einer Terracotta-Struktur oder Natursteinplatten. Lediglich für das Dach verwenden sie ebenfalls Doppelstegplatten, um sich auf ihrer Terrasse viel Licht zu gönnen.
Die beiden grundlegenden Varianten bestehen deshalb in ..
  • ... einer Metallkonstruktion mit transparentem Dach, seitlicher Verkleidung und großformatigen Fußbodenplatten
  • oder in einer Holzkonstruktion mit transparentem Dach, umlaufenden Brüstungen und natürlichem Fußbodenmaterial.
Zum Aufbau des Fußbodens eignen sich außerdem Harthölzer.

Wie wird die Terrasse zum Wohnzimmer im Freien?

Hier gehen die Vorstellungen sehr weit auseinander und jeder muss selbst entscheiden, welches Aussehen er bevorzugt. Vor allem junge Haus- und Gartenbesitzer lieben es, wenn ihre Terrasse nach allen Seiten hin offen ist. Lediglich die von der Hauptwindrichtung beeinträchtigte Seite wird mit einer Seitenwand abgesichert. Für eine Begrünung sorgen Kübelpflanzen. Diese offene Bauform reiht sich harmonisch in die insgesamt offene Gestaltung ihres Grundstückes ein.

Fertige Terrasse mit Dach: ein zusätzliches Wohnzimmer für die warmen JahreszeitenDer langjährig erfahrene Gartenliebhaber sorgt dafür, dass seine Bepflanzung möglichst nahtlos in die grüne Gestaltung seiner Terrasse übergeht. Er stattet sie mit Blumenkästen aus und an einem seitlichen Rankgerüst wachsen Clematis, Wein oder Kletterrosen. Er umschließt seine Terrasse mit einer halbhohen Brüstung und schafft sich auf diese Weise einen angenehmen Windschutz. Wichtig ist jedoch dabei, dass er sich mit diesen Anbauten nicht selbst den Blick in seinen Garten versperrt.

Notwendig ist bei beiden Varianten, dass ein harmonisch eingefügter Sichtschutz aus Holz, Naturmaterial oder einer gut platzierten Bepflanzung neugierige Blicke von der Terrasse fernhält. Dann wird die Terrasse zum Wohnzimmer in der warmen Jahreszeit.