Bau der Terrasse planen - Die Planung

Terrasse planen – aber richtig

Die Planung

Welcher Bauherr träumt nicht von einem lauschigen Plätzchen in seinem Garten, an den er sich ungestört zurückziehen, mit Freunden grillen und von Nachbars Blicken verborgen faul in der Sonne liegen kann?

Damit die Träume der perfekten Terrasse nicht zu Schäumen werden, sollte man sich, bevor man zur Tat schreitet, eine genaue Checkliste zur Planung anlegen.

Terrassenplanung vom Profi mit ZeichnungWird der Freisitz nämlich nicht sorgfältig geplant, kann es passieren, dass die Nachbarn freien Einblick haben oder

der Wind ungehindert hindurchfegen kann. Auch können manche Bodenbeläge in der strengen Mittagssonne so heiß werden, dass man sich nicht mehr darauf aufhalten kann.

Zunächst sollte man sich für die Lage der Terrasse entscheiden. Im Rahmen der jeweiligen Bauvorschriften dürfen sie ihren Freisitz hinbauen, wo sie wollen. Dabei ist folgendes zu beachten: Terrassen, die nach Süden ausgerichtet sind, eignen sich natürlich am besten zum Sonnenbaden, für ein Frühstück in der Morgensonne sind Ostlagen geeignet und Sonnenuntergänge genießt man am besten auf einer Westterrasse.
 

Terrasse - der Untergrund

Hat man sich für die Lage entschieden, muss sich der Bauherr als nächstes auf einen Untergrund festlegen: Die Terrasse kann auf aufgeschüttetem Erdreich oder einem Fundament gebaut werden. Günstig und schnell ist die Erdbaumethode, hat aber den Nachteil, dass die verlegten Platten durch Frost, Regen und Hitze mit der Zeit absinken.

Bei einem Freisitz mit richtigem Fundament

bildet die Tragplatte die Basis. Der Bauherr sollte ein Gefälle von mindestens 1,5% einplanen, da sonst hohe Schäden durch nicht abfließendes Wasser entstehen.

Bevor es losgeht: die Planung

Als nächstes sollte eine Abdichtungsschicht eingeplant werden, die aus einer diffusionsfähigen Zement-Kunststoff-Kombination besteht und direkt unter dem Verlegemörtel angebracht wird.
 

Bei der letzten Schicht, der so genannten Nutzschicht, ist eine Verlegung ohne Hohlräume zur Vermeidung von Wasseransammlung unter den Platten wichtig. Da für die Optik der Terrasse der Bodenbelag mitunter entscheiden ist, sollten sie sich genau überlegen, welche Art von Steinen sie als Nutzschicht verwenden möchten. Beliebte Materialien sind Platten aus Beton oder Naturstein, Fließen, Klinker und Holz. Dabei ist darauf zu achten, dass das Material nicht zu hell ist, denn Weiß reflektiert sehr stark im Sonnenlicht, was zur Folge hat, dass sie sich nur noch mit Sonnenbrille auf ihrer Terrasse aufhalten können.
 

Doch auch dunkle Materialen haben ihre Nachteile: Schwarzer Schiefer sieht zwar edel aus, wird in der prallen Sonne jedoch bis zu 60°C heiß. Holz wiederum ist nicht sehr beständig, nach zwanzig Jahren muss ein solcher Terrassenboden bereits ausgewechselt werden.

Auch ist bei der Planung zu beachten, dass Teile der Terrasse, die mitten im Belag liegen, wie zum Beispiel Geländerfußpunkte oder Blumentröge, in die Gesamtkonstruktion mit einzubeziehen sind.

Weitere Punkte sollten auf einer Checkliste zur Planung der perfekten Terrasse nicht fehlen:

Geklärt werden muss unbedingt, wohin das Regenwasser ablaufen kann, denn sonst mutiert ihre Terrasse zum Hausboot. Es bieten sich Gullys an, auch Randabläufe und Wasserspeicher sind möglich.

Auch an die Stromversorgung muss gedacht werden: Wenn sie später einen Elektrogrill auf ihre Terrasse stellen wollen, dann sollten sie lieber rechtzeitig eventuelle Kabelverlegungen einplanen. Das

gleiche gilt für Außenbeleuchtungssysteme oder elektrische Markisen: Sorgfältige Einplanung von Steckdosen und Anschlüssen machen sich bezahlt.
 

Katharina Balser