Terrassenbelag aus Holz und Holzfliesen

Terrassenbelag aus Holz und Holzfliesen - Preise + Verlegung Holz für den TerrassenbelagTerrassen werden mehrheitlich mit Platten oder frostsicheren Fliesen belegt. Sehr viele Bauherren bevorzugen diese Materialien, weil sie witterungsbeständig und auch leicht zu reinigen sind. Sie vergeben sich damit jedoch die Gelegenheit, die Natürlichkeit des Baustoffes Holz auf ihre Terrasse zu holen.

Sicher ist es richtig, dass jedes Holz anfällig gegen Witterungseinflüsse und auch gegen die UV-Strahlung des Sonnenlichtes ist. Deshalb ist es wichtig, eine Reihe von Grundregeln einzuhalten, wenn die Terrasse

mit einem Deckbelag aus Holz ausgestattet werden soll. Die wichtigste dieser Regeln ist, für eine ausreichende Belüftung des Holzes zu sorgen. Wenn sich in den Fugen zwischen den Hölzern Feuchtigkeit ansammeln kann, wurde diese Regel nicht beachtet und schon bald wird sich irreparable Fäulnis einstellen. Deshalb beginnt die Verlegung eines Holzfußbodens auf der Terrasse bereits beim Unterbau.

Welche Möglichkeiten eines Terrassenfußbodens aus Holz gibt es?

Ein festmontierter Terrassenfußboden aus Holz besteht aus einem tragfähigen Untergrund, auf dem eine Konterlattung aufgebracht wird. Sie dient dazu, die Bretter des Deckbelages aufzunehmen und gleichzeitig deren Unterseite zu belüften.

Terrassen - Boden planenEine zweite Möglichkeit besteht darin, diese Bretter in einzelnen Segmenten auf eine Lattung aufzuschrauben. Diese Segmente werden entsprechend der Größe der Terrasse gleichmäßig eingeteilt. Der Vorteil dieser Segmente besteht darin, dass sie während der Jahreszeit eingelagert werden können, in der die Terrasse ohnehin nicht genutzt werden kann.

Eine dritte Möglichkeit sind Holzfliesen. Der Baustoffhandel und auch manche Möbelhäuser führen diese in unterschiedlichen Varianten. Sie sind vorwiegend quadratisch und mit einem Unterbau aus Holzleisten oder auch einem Kunststoffgitter ausgestattet. Besonders komfortabel ist die Lösung, bei der diese Unterbauten der einzelnen Fliesen bei der Verlegung ineinander verzahnt oder zusammengeklickt werden. Holzfliesen werden ebenfalls vorzugsweise trocken eingelagert, wenn sie nicht benötigt werden.

Wie wird ein festmontierter Holzfußboden hergestellt?

Entscheidend ist zunächst der Untergrund. Ein im Kiesbett verlegter Plattenbelag birgt immer das Risiko, dass sich durch Senkungen im Boden dieses Gefüge verändert. Deshalb ist es nicht ratsam, einen solchen Untergrund mit einem fest verlegten Holzfußboden auszustatten.
Wenn ein Fliesenfußboden vorhanden ist, dessen beschädigte Oberfläche mit einem Holzbelag überdeckt werden soll, kann die Konterlattung bereits auf diesen Fliesen aufgedübelt werden. Besser ist in jedem Fall jedoch ein frischer oder sanierter Estrich. Darauf wird eine Lattung aufgebracht, deren Abstände untereinander nicht größer als 50cm sein dürfen. Entscheidend ist die Dicke des Deckbelages, der sich nicht durchbiegen darf. Beim Bohren der Dübellöcher für diese Konterlattung darf eine eventuelle Feuchtigkeitssperre oder Wärmedämmschicht im Beton nicht verletzt werden.
Vor dem Aufschrauben der Konterlattung wird auf dem Untergrund vollflächig eine Bitumenbahn (Dachpappe) aufgelegt. Besser, aber nur mit Fachkenntnis zu verwirklichen, ist die Verwendung einer Bitumenschweißbahn. Wenn die Lattung fertig aufgeschraubt ist, wird dieser Unterboden
vollflächig mit einem Bitumen-Heißanstrich versehen.
Die Befestigung des Deckbelages aus Hartholzbrettern erfolgt mit Edelstahl-Senkschrauben. Zwischen den Brettern verbleibt ein Luftspalt von ca. 5mm. Den Abschluss bildet eine Lasur- oder Ölbeschichtung.

Hartholzbretter in Segmenten

Bei dieser Bauweise wird die Fläche der Terrasse in gleichmäßige Segmente von maximal 1,5x1,5 Metern eingeteilt. HolzbodenDie

Hartholzbretter werden in der entsprechenden Länge gleichmäßig zugeschnitten und mit der Oberseite nach unten auf einem ebenen Untergrund ausgelegt und rechtwinklig ausgewinkelt. Ihre Verbindung erfolgt mit ca. 2,5 cm starken Holzleisten, die in Abständen von ca. 50cm aufgeschraubt werden. Pro Sichtbrett müssen immer zwei Schrauben verwendet werden, damit das Segment eine ausreichende Stabilität erhält. Den Abschluss bildet eine allseitige Lasur oder die Verwendung eines entsprechenden Öles. Dann können die Segmente auf dem Untergrund verlegt und in der kalten Jahreszeit entfernt werden.
Ein weiterer Vorteil dieser Variante, dass im Deckbelag keine Schraubenköpfe sichtbar sind. Wichtig ist lediglich beim Aufschrauben der Leisten auf der Rückseite, dass Schrauben in der maximal möglichen Länge verwendet werden, ohne die Oberseite der Bretter zu durchstoßen.

Holzfliesen in verschiedenen Variationen

Ihre Verlegung erfordert den geringsten Aufwand. Erforderlich ist lediglich ein ausreichend tragfähiger und gleichmäßig ebener Untergrund. Sie werden auf diesen Untergrund aufgelegt oder ineinander verzahnt bzw. in die Klickverbinder eingerastet. Auch bei Holzfliesen ist ein abschließender Holzschutz mit Lasur oder Öl erforderlich.

Hölzer und Preise

Bretter für eine Terrassenabdeckung bestehen aus Hart- bzw. Edelhölzern. Besonders geeignet sind dabei:
  • Douglasie 1,80 €
  • Akazie 4,10 €
  • Robinie 4,20 €
  • Eiche 4,40 €
  • Bangkirai 8,50 €
  • Massaranduba 4,30 €
Die Preise beziehen sich auf einen laufenden Meter bei 14,5cm Breite und 2,5 cm Dicke des Holzes.
Die Preise für Holzfliesen sind äußerst unterschiedlich entsprechend ihres Holzes, ihrer Dicke und der Verbindungsmöglichkeit. Die Preise reichen von 10,00 bis 50,00 € pro Quadratmeter.

Der Werkstoff Holz

Holz ist aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften ein idealer Werkstoff für den Bau von Terrassen oder die Gestaltung des Bodens von Balkonen. Im Sommer heizt sich Holz nicht so stark auf wie Stein oder Keramikfliesen und im Herbst ist Holz angenehm fußwarm.

Holz ist wegen seiner leichten Verarbeitung und hohen Stabilität bei vergleichsweise geringem Gewicht sehr flexibel einsetzbar. Ein weiterer Pluspunkt ist die natürliche Optik. Da die meisten Terrassen und Balkone ungeschützt der Witterung ausgesetzt sind, sollte man für den Bau eines Holzbodenbelags nur besonders robuste Hölzer wie Eiche, Robinie, Douglasie und Lärche verwenden. Diese Holzarten können unbehandelt verbaut werden, wobei allerdings nur jeweils das Kernholz eingesetzt werden darf.

wetterfestes HolzEine gute Alternative für den Terrassenbelag sind Nadelhölzer die vorbehandelt sind, wobei von Experten hier kesseldruckimprägniertes Holz empfohlen wird. Besonders gut geeignet sind auch tropische Harthölzer, besonders das aus Ostasien stammende Bangkirai-Holz. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass tropische Hölzer das FSC-Zeichen besitzen sollten, damit man sicher gehen kann, dass es nicht aus dem Raubbau kommt. Grundsätzlich ist Bangkirai nicht mit dem FSC Zertifikat erhältlich, so dass eine Herkunft aus dem Raubbau nicht ausgeschlossen werden kann.

Wichtig ist bei einer Holzterrasse, dass für eine ausreichende Belüftung gesorgt wird und dass das Regenwasser ablaufen kann. Daher wird als Grundlage für das Trägerwerk meist ein Kiesbett angelegt. Die Unterkonstruktion sollte zudem ein ganz leichtes Gefälle ausweisen und die Fugenbreite zwischen den einzelnen Planken sollte nicht weniger als drei Millimeter betragen. So kann das Holz arbeiten und Regenwasser kann schnell abfließen.

Da Holz eine hohe Tragfähigkeit besitzt, kann mit einem entsprechenden Trägerwerk unebenes oder abfallendes Gelände ideal ausgeglichen werden. Neben all diesen genannten Vorteilen leisten Bauherren mit der Verwendung von Holz für den Terrassenbelag einen ganz eigenen Beitrag zum Klimaschutz. Jeder Kubikmeter Holz bindet 250 Kilogramm Kohlenstoff, was der Menge entspricht, die in rund 900 Kilogramm CO2 enthalten ist.