Terrassendach - Glas, Holz oder Alu?

Terrassendach - Glas, Holz oder Alu? Überdachung der TerrasseHauseigentümer und Gartenliebhaber können mit einem Terrassendach dafür sorgen, dass ihr Wohnzimmer im Grünen auch bei einem leichten Regen oder bei Wind nutzbar bleibt. Sie erhöhen damit wesentlich ihren Wohnkomfort und entsprechend der Bauart sorgen sie gleichzeitig für Naturbelassenheit bis an ihre Verandatür heran. Immerhin ist es die Bauform und die Art des verwendeten Materials, wie sich ein Terrassendach in die Gartenarchitektur einfügt. Sie kann die Natürlichkeit eines liebevoll bepflanzten Naturgartens oder die klaren Strukturen

und Linienführungen eines lediglichen Aufenthaltes im Freien mit einer Wiese und offener Bepflanzung ausstrahlen. Beides ist erstrebenswert und entscheidend sind die individuellen Lebensgewohnheiten und gärtnerische Interessen der Benutzer.

Aber auch bauphysikalische Beweggründe und praktische Überlegungen bezüglich der Pflegeleichtigkeit entscheiden über die Auswahl des Materials für das Terrassendach.

Das Terrassendach aus Glas

Der größte Vorteil eines solchen Terrassendaches besteht in seiner hohen Lichtdurchlässigkeit. Ein Terrassendach bringt immer eine Verminderung des Lichteinfalls auf der Terrasse mit sich. Bei einer Terrasse am Wohnhaus ist das dahinter liegende Zimmer davon noch viel intensiver betroffen. Kein anderes Dachmaterial kann dafür sorgen, dass in diesen beiden Bereichen der größtmögliche Lichteinfall sichergestellt wird.

Terrassendach - die Qual der WahlDieser große Vorteil ist jedoch mit mehreren Nachteilen verbunden. Glas besitzt von allen Dachvarianten das größte Gewicht und deshalb werden an die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion besonders hohe Anforderungen gestellt. Das Gewicht des Glases erhöht sich zusätzlich, weil die Erbauer eines solchen Daches anspruchsvolle Sicherheitsbestimmungen umsetzen müssen. Sie reichen entsprechend der Bauvorschriften des jeweiligen Bundeslandes von erhöhter Glasdicke ab 8mm bis hin zum Einsatz von Verbund-Sicherheitsglas. Spätestens bei diesem Argument führt auch der hohe Anschaffungspreis zur Neuüberlegung der Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens.
Ein Glasdach wird in Südlagen schnell zur Plage, wenn die intensive Sommersonne das Dach zum Brennglas umfunktioniert. Ein Aufenthalt darunter ist in den Mittagsstunden an solchen Tagen oftmals nicht mehr möglich und die Hitze kann auch durch ein Sonnensegel lediglich verringert werden. Die Verwendung eines Glasdaches ist deshalb immer ein Kompromiss.

Oft wird die Frage nach der Reinigung von Dachflächen aus Glas gestellt. Seit der Erfindung von hochwertigen Nano-Beschichtungen ist dieses Problem wesentlich verringert worden.

Vorteile:
  • Optimaler Lichteinfall
  • Verwendung eines natürlichen und nachhaltig hergestellten Materials
  • Optisches Zeichen von Hochwertigkeit
  • Leichte Reinigung bei Verwendung einer Nano-Beschichtung
Nachteile:
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Besonders tragfähige Konstruktion erforderlich
  • Enorme Hitzeentwicklung
Das Terrassendach aus Holz

Ein solches Dach besitzt mehrere Vorzüge. Für jeden Naturliebhaber, der seinen Terrassenaufbau mit natürlichen Werkstoffen ausgestattet hat, findet dieses Prinzip in einem Dach aus Holz seine Vollendung. In Verbindung mit einem Tragwerk aus Holz und einem Fußboden mit Hartholzplanken oder Holzfliesen hat er sich ein architektonisches Ambiente der Sonderklasse geschaffen.
Ein Holzdach lässt sich mit verschiedenen Dachmaterialien formschön eindecken. Den besten Effekt erzielen seine Erbauer mit einer Bitumen-Schweißbahn und aufgenagelten Bitumenschindeln.
Bezüglich der Wärmeentwicklung besitzt ein Holzdach Vor- und Nachteile. Im
Frühjahr und Herbst hält es lange Zeit die Wärmestrahlung der Sonne ab und der Aufenthalt unter einem Holzdach kann unangenehm kalt sein. Wenn sich jedoch im Hochsommer die Luft aufgeheizt hat, wird diese Kühle als angenehm empfunden.

Der größte Nachteil

eines Holzdaches ist jedoch seine Lichtundurchlässigkeit. Jede Terrasse unter einem Holzdach und noch mehr das dahinter liegende Zimmer eines Hauses erhält kein ausreichendes Tageslicht. Im Zusammenhang mit hoher Luftfeuchtigkeit entwickelt sich deshalb oftmals ein muffiges Gefühl.

Vorteile:
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Leicht zu montieren für den Heimwerker
  • Natürliches und nachhaltig erzeugtes Baumaterial
  • Sehenswerte Architektur
  • Hält sommerliche Hitze ab
Nachteile:
  • Lichtundurchlässig und deshalb fehlendes Tageslicht
  • Oft zu kühl für den Aufenthalt im Frühjahr und Herbst
Das Terrassendach aus Alu

Terrasse am HausEin solches Dach wird meist als Fertigbausatz angeboten. Sein Tragwerk besteht aus Aluminium und ist deshalb bereits infolge seiner Beschaffenheit hochwertig korrosionsgeschützt. Dieses Tragwerk wird bei einem solchen Bausatz mit einer Eindeckung aus transparenten Doppelstegplatten aus Polycarbonat verbunden. Hierbei sind sogar Varianten möglich, die eine segmentweise Öffnung des Daches ermöglichen. Damit ist eine solche Dachkonstruktion universell nutzbar und sie kann den Witterungsbedingungen angepasst werden. Abnehmbare oder verschiebbare Seitenwände, die ebenfalls aus diesen Platten bestehen, sorgen für einen erträglichen Aufenthalt im Freien bei Windeinfall.

Ein Terrassendach kann aber auch Aluminiumplatten hergestellt. Sie werden aus Gründen der verbesserten Steifigkeit zu Trapezblechen gewalzt. Sie verhindern jedoch den Einfall des Tageslichtes, wie dies bereits mit seinen Nachteilen beim Holzdach beschrieben wurde. Ein weiterer Nachteil ist ihre eingeschränkte, weil technisch wirkende Ansichtsgüte. Bei Regen verursachen diese Metallplatten laute und störende Geräusche.

Vorteile:
  • Hohe Korrosionsfestigkeit
  • Niedriges Gewicht und leichte Montage
Nachteile:
  • Verhinderung des Lichteinfalls
  • Geräuschkulisse bei Regen
  • Geringe Ansichtsgüte
Die Entscheidung zum richtigen Terrassendach ist deshalb von den Lebens- und Nutzungsgewohnheiten sowie vom individuellen architektonischen Empfinden abhängig.

Grundlegende Überlegungen

Ein Terrassendach ist ein Schutz des beliebten Sitzplatzes gegen Witterungseinflüsse. Mit einem Terrassendach schützt man sich gegen Schnee, Regen, Hagel aber auch gegen Sonne und Wind. Terrassendächer sind dabei ein wundervoller Blickfang und manchmal auch die preiswerte Alternative zum Wintergarten.

Design und Ausführung des Terrassendachs können dem Haus oder der näheren Umgebung angepasst werden, ebenso wie den Gegebenheiten des Hausdachs bezüglich Höhe, Breite und Tiefe. Die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen der Terrassenbesitzer werden durch unzählige Arten und Designs von Dächern abgedeckt.

Dabei reichen die Baumaterialien von leichtem Aluminium, über bruchsicheres Glas bis hin zu Holz und Plexiglas. Eine weitere schöne Alternative ist das bepflanzte Dach. Man sollte allerdings darauf achten, dass nur Material verwendet wird, was auch witterungsbeständig ist. Ebenso sollten mitunter auch Schneelasten getragen werden können.

Grundsätzlich kann man ein Terrassendach als feste Ausführung bauen, aber auch als Schiebedach, das im Bedarfsfall einfach geöffnet wird. Das geht natürlich nicht mit dem Grasdach, sondern nur mit speziellen Vorrichtungen aus Glas und Stahl. Verschiedene Hersteller bieten hierzu viele Ideen an. Ebenso ist es möglich, dass diese Dächer durch spezielle Beschichtungen wasserabweisend werden oder speziell auf Sonneneinstrahlung abgestimmt werden können, sodass weder mit einem fleckigen Dach, noch mit unsäglicher Hitzeeinstrahlung gerechnet werden muss. Lassen Sie sich einfach vom breiten Angebot inspirieren.

Welche Ausführung die beste ist, kann man nicht sagen, denn das hängt von vielen Faktoren ab. Die Witterungsbeständigkeit spielt, wie gesagt, eine grundsätzliche Rolle. Außerdem sollte sich das Terrassendach in den Gesamteindruck des Hauses einfügen. Und natürlich ist auch der persönliche Geschmack ausschlaggebend.

Es ist ebenso möglich, ein Terrassendach mit passenden Windfängen an den Seiten zu ergänzen und somit auch den Schutz gegen das Wetter zu vervollkommnen.

Planen Sie ein Terrassendach, dann bedenken Sie bitte auch, dass es sich um eine bauliche Veränderung handelt, die auch nach außen hin sichtbar ist. Es ist gut möglich, dass Sie dafür eine Baugenehmigung benötigen. Erkundigen Sie sich am besten vorher.

Material für Terrassendächer bekommt man im Fachhandel oder im Baumarkt. Kennen Sie einen Architekten? Dann können Sie ihn fragen, was möglich ist und wie man das Projekt am besten umsetzt. Ansonsten findet man auch kompetente Berater im Baustoffhandel oder vielleicht sogar unter den Nachbarn.