Anleitung zum Verlegen von Terrassenplatten
Wer seine Terrasse anlegen möchte, steht meist erst einmal vor der Frage, ob er Terrassenplatten oder Holzdielen verwenden soll. Viele entscheiden sich für Platten aus Stein, egal ob Naturstein oder Betonstein.
Naturstein hat den ... Vorteil, dem Beton und natürlich auch Holz in punkto Haltbarkeit weit überlegen zu sein.
Außerdem sehen sie Steine sehr natürlich aus. Betonsteine sind künstlich hergestellt und damit alle weitestgehend gleich. Sie lassen sich dadurch sehr gut verlegen. Außerdem sind sie, wenn sie nass werden, nicht so rutschig wie Naturstein und auch Holz.
Alle Materialien haben ihre Vor- und Nachteile, die man für den eigenen speziellen Fall gegeneinander abwägen muss. Wer sich für Steinbelag entschieden hat, benötigt einen Plan, wie er bei der Verlegung vorgehen sollte. Zuerst muss aber geklärt werden, ob große Steinplatten, ob polierte, geschliffene, gestrahlte oder raue Platten verwendet werden sollen. Manche bevorzugen auch Betonpflaster, welches es auch farbig gibt. Es gibt natürlich auch Natursteinpflaster, ebenfalls ...
farbig. Eine andere Möglichkeit bietet Kieselpflaster, auch Mosaikpflaster genannt. Eine Alternative bieten Natursteinklinker und Klinkerpflaster.
Hat man sich für ein Material entschieden, kann man mit dem Bau beginnen.
Abstecken
Zuerst muss die Terrasse abgesteckt werden, damit man die Grenzen erkennen kann. Mit Richtschnüren funktioniert das sehr gut.
Ausschachten und Verdichten
Das abgesteckte Gebiet wird 40 bis 60 cm tief ausgeschachtet. Damit der Grund, der Boden also eben ist, wird die gesamte Fläche mit einer Rüttelplatte verdichtet. Der Untergrund muss die selbe Neigung besitzen, die später für den Plattenbelag oder das Pflaster zur Entwässerung nötig ist. Regenwasser muss immer vom Haus wegfließen können. Das ideale Gefälle beträgt etwa 5 %. Auf der Fläche dürfen sich keine Vertiefungen befinden, in denen sich Wasser ansammeln könnte. Um den Boden auszugleichen, kann etwas Schotter verwendet werden. Man sollte nicht mehr als 20 cm Boden aufschütten oder festrütteln.
Einfassung
Eine Einfassung hält die Terrasse zusammen und sorgt dafür, dass nichts verrutschen kann. Als Begrenzung verwendet man einen Bord oder eine in Beton gesetzte Pflasterschnur. So können die Steinplatten oder gerade auch Betonpflaster nicht verrutschen. Ansonsten rutschen sie gern seitlich weg. Die Begrenzung sollte nach Fertigstellung die selbe Höhe haben wie die fertige Terrasse.
Tragschicht
Bei feinen Sandböden empfiehlt sich ein Flies auszulegen, bevor man die Tragschicht aufbringt. Dies verhindert, dass sich der Splitt nach und nach in den Untergrund eindrückt und sich so setzt.
Auf den festen Untergrund kommt die Tragschicht. Sie besteht aus grobem Splitt. Bei nicht befahrbaren Terrassen beträgt die Höhe der Schicht 30 cm. Wenn ein PKW darüber fahren soll, beträgt sie 40 cm. Die Schicht muss verfestigt werden.
Bettungsschicht
Die Bettungsschicht (Ausgleichsschicht) kommt direkt unter die Terrassenplatten oder Pflastersteine. Sie wird aufgeschüttet und mit einem Brett abgezogen. Die Bettungsschicht ist etwa 4 cm dick und besteht aus gebrochenem Stein in der Körnung 0/5.
Belag aus Betonpflaster
Auf die Bettungsschicht kommen die Pflastersteine. Als Fugenmaterial verwendet man Sand. Bei groben Fugen, z.B. bei Wildpflasterung, wird als Fugenmasse das Material der Ausgleichsschicht verwendet. Für normale Fugen gehen auch Quarzsand und Gesteinsmehl. Das Fugenmaterial muss trocken sein. Je ordentlicher verfugt wurde, desto stabiler bleibt das Pflaster. Die Fugenabstände können mit Abstandshaltern festgelegt werden.
Da sich die Fugenmasse mit der Zeit auswäscht, muss immer mal wieder aufgefüllt werden.
Natursteinpflaster verlegen
Natursteinpflaster werden einzeln verlegt und mit einem Pflasterhammer in die Bettungsschicht eingegraben und festgeschlagen. Mit der Rüttelplatte werden sie Steine am Ende auf eine Höhe gebracht.
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