Barfußdielen aus WPC oder Holz verlegen

Barfußdielen aus WPC oder Holz verlegen

Laufen ohne Schuhe im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon – in der Regel wird dies durch das Befestigen des Untergrunds mit der gleichzeitigen Verlegung von Außenfliesen gewährleistet.

terrasse-holz2_flAlternativ hierzu finden die so genannten Barfußdielen ihren Einsatz.

Dabei handelt es sich um Holzbodenbeläge oder solche aus WPC, Wood-Plastic-Composit, die so bearbeitet sind, dass sie absolute beziehungsweise annähernde Splitterfreiheit gewährleisten. Beim Verlegen gibt es kaum Unterschiede.

Barfußdielen aus WPC oder Holz?

WPC ist ein Gemisch

aus Kunststoff und Holz, bei dem von beiden Werkstoffen die Vorteile zum Tragen kommen. So sind Barfußdielen aus WPC genauso unanfällig und feuchtigkeitsresistent wie Kunststoff, muten dabei optisch wie Holzfußböden an. Die durch den Kunststoff induzierte Härte führt dazu, dass WPC nicht splittert, was der Verwendung als Barfußdiele absolut entgegen kommt.

Auch Holz kann als Barfußdiele seinen Einsatz finden, wenngleich bei Holz ein Splittern niemals gänzlich ausgeschlossen werden kann. Entscheidet man sich gegen WPC und für Holz, so sollte man zwingend auf möglichst harte Holzarten, wie man sie beispielsweise in Bangkirai, Douglasie oder Garapa findet, setzen. Eine hochwertige Holzöllasur verringert die Splittergefahr noch zusätzlich. Gänzlich auszuschließen ist sie jedoch nicht.

Vor den Hintergründen dieser Fakten erscheint es sinnvoll, die Entscheidung direkt auf WPC fallen zu lassen. Der Vollständigkeit halber muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass Barfußdielen aus WPC deutlich teurer sind als die hochwertigsten Produkte aus Holz. Entsprechend finden auch Holzbarfußdielen nach wie vor großen Zuspruch.

Verlegen der Barfußdielen

Der Verlegevorgang selbst ist bei Barfußdielen vergleichsweise einfach, denn in der Regel verfügen die Bretter über ein
Click System mit Nut und Feder wie man es vom Laminat kennt. Unterschiede zwischen Holz und WPC gibt es bei der Verlegung nicht.

Komplizierter hingegen ist die Herstellung einer angemessenen Untergrundfläche, denn dies erfordert für Barfußdielen einen hohen Arbeitsaufwand.

Im ersten Arbeitsschritt muss der Untergrund ausgehoben und mit einer tragfähigen Schotterschicht versehen werden. Dabei ist die Einarbeitung eines geringen Gefälles zu den Außenseiten hin obligatorisch. Auf diesem Schotterbett wird nun die eigentliche Unterkonstruktion errichtet. Sie besteht aus Betonplatten, stoßdämpfenden Gummimatten, U-förmigen Metallschienen und Abschlussleisten.

An der Stirnseite der Fläche beginnt man mit dem Einbringen der Betontragflächen. Hierfür wird von der Außenseite mit zwei Zentimetern Abstand eine 20 x 20 Zentimeter große Betonplatte gegossen.terrasse-holz4_fl

Nach 50 Zentimetern folgen in beide Richtungen immer weitere Betonplatten, bis schließlich die gesamte Fläche gleichmäßig von derartigen Konstrukten durchzogen ist. Nun kommen die U-förmigen Metallschienen zum Einsatz.

Sie werden senkrecht zur später geplanten Verlegerichtung auf den Betonplatten festgeschraubt, wobei als Stoßdämpfer zwischen Schiene und Beton eine kleine Gummimatte, wie man sie in Bergwerken erhält, eingearbeitet werden muss.

Am hinteren Ende startet man jetzt mit der Verlegung der Barfußdielen, in dem man eine Abschlussleiste an die dortige Befestigungsmauer, sei es Hauswand oder Randstein, anbringt. Dort hinein legt man die erste Reihe Barfußdielen. Die einzelnen Bretter können horizontal, wie auch vertikal miteinander verklickt werden.

Die zweite Reihe schließt in diesem Klickverfahren an die erste an. So fährt man immer weiter fort, bis der

gesamte Bereich geschlossen ist. Ein Verschrauben der Barfußdielen mit den Schienen der Unterkonstruktion ist nicht zwingend induziert, aus Stabilitätsgründen kann man dies jedoch tun. Eine Ebenmäßigkeit des Bodens ist dann jedoch nicht mehr garantiert und die Splitterung nicht mehr gänzlich auszuschließen.

Als abschließende Maßnahme kommen die Abschlussleisten zum Einsatz. Sie sind für Seitenbereiche als L-förmige Metallschienen vorhanden und geben ein optisch bündiges Bild.

Für den vorderen Abschluss der Barfußdielen gibt es wiederum besondere Leisten, die senkrecht vor den Dielen ihren Ansatzpunkt finden und nicht nur der Optik dienen, sondern ein Abrutschen der Schienen im Frontbereich verhindern.