Holzterrasse aus Douglasie oder Lärche

Holzterrasse aus Douglasie oder Lärche

Holzterrassen erfreuen sich einer großen Beliebtheit, denn sie vermitteln eine angenehme Atmosphäre. Als Terrassenholz ist die Lärche weit verbreitet, die im Übrigen oft mit der Douglasie verwechselt wird, die weniger bekannt ist.

terrasse-holz6_flEine Holzterrasse aus Douglasie bietet wie jedes andere Holz seine Vor- und Nachteile, die der Bauherr im Vorfeld bedenken sollte.

Die Vorteile der Douglasie

Die Douglasie gehört zur Klasse der Coniferopsida, sie wird den Koniferen zugeordnet und zählt zur Familie der Kieferngewächse. In Europa

kann der immergrüne Baum um die 60 Meter hoch werden und einen Durchmesser des Stammes um die vier Meter erreichen.

Es ist ein schnell wachsender Baum, der recht anspruchslos an den Boden ist und nur in geringem Maß frisch und tiefgründig ist, sowie mittlere Nährstoffansprüche hat.

Das Holz der Douglasie ist vielseitig verwendbar und äußerst formstabil, selbst wenn es getrocknet wird oder im Außenbereich seine Verwendung findet. Etwa 40 Prozent beträgt die maximale Holzfeuchte des Kerns, aus diesem Grund ist es auch sehr leicht zu trocknen und weist nur eine äußerst geringe Rissbildung auf.

Die Kernfarbe ist gegenüber der Lärche gleichmäßiger und reicht von Rosa bis Rot. Aufgrund der hohen Festigkeit eignet sich das Holz der Douglasie optimal als Konstruktionsholz.

Die Nachteile der Douglasie

Als Nachteil des Douglasienholzes ist der geringere Kernholzanteil gegenüber der Lärche zu nennen. Ebenfalls sind die Jahrringe des Baumes oftmals breiter als sechs Millimeter. Ein weiterer Nachteil ist beim Einschlagen von Nägeln zu bemerken, denn hierbei springt das Holz sehr
leicht.

Wie bei allen anderen Nadelholzarten ist auch die Douglasie nicht perfekt geeignet für die Verwendung mit Erdkontakt. Es kann zu Reaktionsverfärbungen des Holzes kommen, wenn es mit Eisenmetallen und Feuchtigkeit in Verbindung kommt, die in der Farbe einer Pilzbläue sehr ähnlich sind. Bei der Verwendung im Außenbereich sollten deshalb Nichteisenmetalle zum Einsatz kommen.

Holzterrasse aus Lärche

Zur Zeit wird im Handel überwiegend die europäische Lärche mit einem rötlichen Kern angeboten. Sie stammt aus verschiedenen Lagen der heimischen Waldwirtschaft. Aber auch die sibirische Lärche mit einem gelblichen Kern wird angeboten, die aus dem westlichen Sibirien stammt, die eventuell aus Raubbau stammt und durch den Holzschlag die unvergleichlichen Urwälder bedroht.

Es wird vermutet, dass ungefähr 30 Prozent des aus Westsibirien stammenden Holzes aus illegalen oder verdächtigen Herkünften stammt. Aus diesem Grund sollte bei der sibirischen Lärche auf das FSC-Zertifikat geachtet werden.

Die sibirische Lärche erfreut sich einer großen Beliebtheit, auch soll sie eine höhere Dauerhaftigkeit aufweisen. Jedoch steht die heimische Lärche aus den niederen Lagen der sibirischen in nichts nach. Eine noch weitaus höhere Dauerhaftigkeit besitzt sogar das Lärchenholz aus dem alpinen Standort.terrasse-holz2_fl

Die Lärche gehört zur Familie der Kieferngewächse und ist ein sommergrüner Baum. Die nadelförmigen Blätter wirft die Lärche im Spätherbst ab. Die europäischen Exemplare erreichen eine Wuchshöhe um die 40 Meter.

Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Lärche

Die Festigkeit und Dauerhaftigkeit haben nichts gemein, wie viele annehmen. Für die Dauerhaftigkeit sind nur die eingelagerten Kernstoffe im Kernholz verantwortlich. Die Enge der Jahrringe besitzt

zwar einen Einfluss auf die Festigkeit des Holzes, jedoch nicht auf dessen Dauerhaftigkeit.

Die aus der heimischen Waldwirtschaft stammenden Lärchen mit ihren weiten Jahresringen, sind denen der sibirischen mit engen Jahresringen gleichzusetzen.

Die sibirische Lärche und die heimischen, kultivierten Lärchenarten sind in der Dauerhaftigkeit vollkommen gleich, sie werden in die Dauerhaftigkeitsklasse drei bis vier eingeteilt, was mäßig bis wenig dauerhaft entspricht.

Die alpine Lärche dagegen weist eine höhere Dauerhaftigkeit auf, die bedingt ist durch die Einlagerung von Kernstoffen, sie wird in die Dauerhaftigkeitsklasse drei eingestuft und ist mäßig dauerhaft.