Terrasse selber pflastern

Terrasse selber pflastern

Eine Terrasse wird erst dann optimal einsetzbar, wenn sie mit einem ansprechenden Bodenbelag ausgestattet ist. Das Pflastern einer Terrasse durch einen Fachbetrieb kann mitunter jedoch sehr teuer werden, vorausgesetzt man hat das Glück, dass ein Unternehmen derart kleine Aufträge auch annimmt.

pflastern4_flWer darauf nicht vertrauen oder das viele Geld sparen möchte, der kann sich selbst an das Pflastern der Terrasse heran wagen.

Es hört sich nämlich viel schwieriger an, als es in der Realität ist.

Auswahl des richtigen Materials

Welches Material

zum Pflastern einer Terrasse benötigt wird, hängt untrennbar vom zu pflasternden Untergrund ab. Unabhängig davon ist jedoch die Auswahl der geeigneten Pflastersteine. Sie sollten nicht zu dünn sein, um ein späteres Reißen bei Belastung zu verhindern. Zu dick dürfen sie allerdings auch nicht gewählt werden, denn dann ist die Arbeit für einen Laien erheblich erschwert und das Herstellen einer ebenen Fläche nur schwer möglich.

Neben den Pflastersteinen sind für eine Terrasse aber auch noch andere Utensilien notwendig. Ist der Terrassenuntergrund unbefestigt, so braucht man neben Schotter für das Packlager auch Granulat, auf dem die Pflastersteine schwimmend verlegt werden. Als Fugenfüllmittel kommt Sand zum Einsatz.

Ist hingegen der Terrassenbereich bereits betoniert, so kommt man mit der gewöhnlichen Verlegung auf Granulat nicht weit. Hier braucht man Förderbandgummi, umgangssprachlich auch als Grubengummi bezeichnet, das man in großen Rollen bei den Bergwerken kaufen kann. Fugenkreuze aus der Fliesenabteilung machen das Materialspektrum komplett.

Pflastern einer Terrasse mit unbefestigtem Untergrund

Ist die Bodenfläche der Terrasse nicht betoniert, so ist mit Randsteinen, die fest im
Boden mit Beton verankert werden, eine Abgrenzung zum Bereich außerhalb der Terrasse zu schaffen. Die Innenfläche wird nun so weit ausgehoben, dass zwischen Erdreich und Oberkante der Randsteine eine Distanz von 40 Zentimeter plus die Dicke der Pflastersteine entsteht.

Dort hinein gibt man feinen Schotter, bis eine 30 Zentimeter dicke Schicht hergestellt ist. Mit einer Rüttelplatte, die man beim Werkzeugverleih tageweise mieten kann, bearbeitet man die Fläche, bis der Schotter gepresst ist. Eine zehn Zentimeter dicke Granulatschicht findet ihren Platz auf dem gepressten Schotter.

Jetzt werden die Pflastersteine auf dem Granulat verlegt, wobei zwar zwischen zwei Steinen eine Fuge bleiben sollte, diese jedoch nicht zu dick sein darf. Zum Schluss festigt man die Pflasterfläche erneut mit der Rüttelplatte und kehrt den gesamten Bereich mit Sand aus. Dies wiederholt man so oft, bis die Pflastersteine fest im Granulat verankert und alle Fugen bis zur Oberkante mit Sand gefüllt sind.

Pflastern einer bereits betonierten Terrassenflächepflaster_fl

Die schwimmende Verlegung auf Granulat kommt bei Terrassenflächen, deren Untergrund bereits befestigt ist, nicht in Betracht. Stattdessen muss man auf die Alternative aus Grubengummi und Fugenkreuzen zurückgreifen. Selbst wenn der Untergrund absolut ebenmäßig ist, so dürfen die Pflastersteine nicht direkt darauf verlegt werden, da sonst das Regenwasser nicht mehr abfließen kann.

Hier findet das Förderbandgummi seinen Einsatz. Es wird auf Stücke von fünf auf fünf Zentimetern geschnitten. Beim Verlegen der Pflastersteine liegen jeweils vier Steine mit einer Ecke auf einem gemeinsamen Grubengummi auf. Distanzhalter bilden dabei die Fugenkreuze, die zwischen den vier

Steinen ihre Heimat finden.

So kann das Regenwasser ungehindert zwischen den Pflastern hindurch fließen, während diese nicht von unten in einer Pfütze liegen. Auf diese Weise geht man nun vor, bis die gesamte Fläche geschlossen ist.

Auf den Einsatz einer Rüttelplatte wird bei dieser Verlegeart verzichtet, denn ein Festdrücken in Granulat erübrigt sich. Auch Fugenfüllsand wird hierbei nicht benötigt. Stattdessen ist mit einer Wasserwaage während des Verlegevorgangs stets zu überprüfen, dass die Pflastersteine ein kleines Gefälle zu den Außenseiten hin aufweisen, denn nur so werden Wasserlachen auf den Pflastersteinen verhindert.