Terrassenbau aus Holz

Terrassenbau aus Holz

Schritt für Schritt kann sich der Heimwerker seine Terrasse aus Holz selbst bauen. Dafür gibt es Anleitungen, wie genau vorzugehen ist, dass am Ende alles stabil und vor allem für Jahre haltbar ist.

terrasse-verlegen_flDa es sehr unterschiedliche Terrassen mit verschiedenartiger Nutzung gibt, müssen einige Dinge bedacht werden. So kann beispielsweise beim Bau der Holz-Terrasse auf dem Flachdach der Garage nicht auf die gleiche Weise verfahren werden, wie bei der Fläche, die den Pool vor dem Haus umrandet, die aber auch aus

Holz gefertigt werden soll.

Mit einem erfahrenen Handwerker zu reden, ist kein Hinderungsgrund, die Arbeit dennoch selbst auszuführen. So bleibt von der Planung bis zur Fertigstellung alles auf professionellem Niveau und der künftige stolze Terrassenbesitzer muss auch nicht damit rechnen, schon kurz nach Beendigung der Bauzeit bereits nachbessern zu müssen.

Eine Planzeichnung der neuen Terrasse

Schon für das benötigte Material, das ja bei Baubeginn in ausreichender Menge vorhanden sein sollte, empfiehlt es sich, einen Plan von der Terrasse zu zeichnen, beziehungsweise zeichnen zu lassen. Die genaue Fläche, die die Terrasse einnehmen soll, ist maßstabsgetreu aufzuzeichnen, dabei sollten keine Besonderheiten weggelassen werden. Die Aussparungen an den Türen, komplizierte Wendeltreppen und andere Details sehen gut aus, erfordern aber auch eine ausreichende Planung in Sachen Material.

Material und Werkzeuge

Die „Zutaten“ für eine gelungene Terrasse aus Holz sind schnell genannt. Das passende, stabile und vor allem ausreichend abgelagerte Holz für die Unterkonstruktion muss besorgt werden. Zusätzlich werden Bretter oder Holzfliesen benötigt. Hier müssen bei der Bestellung beziehungsweise beim Kauf auch Schnittabfälle berechnet werden. Einige Quadratmeter Zugabe sind hier nötig; verwendbare Reste können aufbewahrt werden, um später schadhafte Flächen auszubessern.

An Werkzeug
braucht der Heimwerker Hammer und Nägel, eine Wasserwaage und eine Schnur, mit deren Hilfe er es schafft, gerade zu arbeiten. Wo Verschraubungen nötig sind, sollten eine Bohrmaschine, ein Akkuschrauber mit geladenem und vielleicht Reserve Akku vorhanden sein.

Zum Zuschneiden von Balken, Brettern und anderen Holzteilen eignen sich Handkreissäge und Kreissäge, eine Stichsäge und eine Kapp- und Gehrungssäge für die komplizierten Stellen an Ecken und Kanten der Terrasse.

Der Terrassenbau Schritt für Schritt

terrasse-verlegen3_flNachdem der Boden auf seine Beschaffenheit überprüft wurde, kann mit dem Bau der Terrasse begonnen werden. Ist der Boden weich und nicht sonderlich standfest, muss dies abgeändert werden, da sich die Terrasse sonst in Teilen oder sogar als Ganzes absenken könnte. Eine geeignete Unterkonstruktion, vielleicht sogar ein günstiges Pflaster oder eine Betonschicht können hier Abhilfe schaffen.

Gebrauchtes Pflaster wird sogar manchmal verschenkt, wenigstens aber sehr günstig verkauft. Dieses eignet sich, da später unsichtbar, als Unterboden für die Holzterrasse geradezu perfekt. Wichtig ist es, beim Verzicht auf solche Vorbereitungen, ein Vlies unter dem Holz zu verlegen, das das Durchstoßen von Unkraut verhindert, zugleich aber das Wasser absickern lässt. Entsprechendes Material bekommt der Kunde im Baumarkt.

Ist die Unterkonstruktion fertig, müssen Bretter oder Holzfliesen aufgeschraubt werden. Hier ist auf ausreichende Fugen, gleichmäßiges Befestigen und eventuell die Einhaltung eines Musters zu achten. Unterkellerungen oder Flachdächer, die mit Holzterrassen versehen werden, bedürfen manchmal

eines besonderen Schutzes durch dicke Gummimatten, die ein Schrauben in wasserführende Schichten und sonstige Beschädigungen der Bauwerke unterhalb der Terrasse verhindern.

Auf die vorher gleichmäßig – anzuraten ist ein Abstand von etwa 60 Zentimetern – verteilten Konstruktionshölzer werden die Zierbretter aufgeschraubt. Dazu verwendet der Heimwerker einen leistungsfähigen Akkuschrauber und gute, rostfreie Schrauben. Wichtig ist es, alle vier Ecken eines jeden Brettes zu fixieren und lange Bretter mehrmals in ihrem Verlauf anzuschrauben. Dabei sollten die Schrauben eine gewisse Tiefe erreichen, damit sie sich nicht bei der kleinsten Belastung schon lösen können.

Am Ende wird am Rand einer Terrasse mit einer Stichsäge oder einer Handkreissäge für einen sauberen, gleichmäßigen Abschluss gesorgt.

Muss das Holz der Terrasse behandelt werden?

Die Frage, ob mit Lasuren oder Schutzlacken das Holz der Terrasse behandelt werden muss, ist unterschiedlich zu beantworten. Einheimische Hölzer, wie Fichte, Kiefer oder Lärche dürfen nicht ohne eine entsprechende Behandlung verlegt werden. Das Holz würde viel zu schnell an Stabilität verlieren und sogar faulen.

Wählt der Bauherr für seine Terrasse aber Holzarten, wie Ipe, Bangkirai oder Cumaru aus, kann eventuell auf eine Behandlung verzichtet werden. Informationen bekommt der Kunde hier beim Kauf des Holzes.