Terrassenboden aus Holz oder Kunststoff (WPC)

Terrassenboden aus Holz oder Kunststoff (WPC)

Terrassenböden können durchaus aus Massivholz angefertigt werden, wenn eine entsprechend widerstandsfähige Holzart gewählt wird. Als Alternative bieten sich aber auch die Terrassendielen aus WPC an, die aus einem Gemisch aus Holz und Kunststoff bestehen.

terrasse-holz6 flTerrassenböden aus Holz

Für Terrassenböden aus Massivholz werden vor allem sehr robuste heimische Holzarten oder Tropenhölzer verwendet. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit sind und meist mit nur wenig Pflege auskommen. Besonders beliebt sind als Terrassenbelag
  • Lärche
  • Douglasie
  • Bangkirai
  • Garapa
Lärchenholz

gehört zu den heimischen Holzarten, die sich gut im Außenbereich verwenden lassen. Vielfach wird hierfür aber auch die Sibirische Lärche genutzt, die eine etwas längere Lebensdauer hat. Lärchenholz hat einen rotbraunen Farbton und dunkelt mit der Zeit stark nach, wenn die Terrasse direkt von der Sonne beschienen wird. Es hat allerdings den Nachteil, dass es splittern kann, sodass auf einem solchen Belag nicht unbedingt barfuß gegangen werden sollte.

Douglasienholz ist zunächst leicht rötlich und dunkelt zu einem Rotbraun nach. Genau wie das Lärchenholz gibt es der Terrasse ein etwas rustikales Aussehen. Douglasienholz ist sehr widerstandsfähig gegen Pilze und
Insekten, als Belag für eine nicht überdachte Terrasse benötigt es allerdings einen Holzschutz, der regelmäßig erneuert werden muss.

terrasse-holz3 flBangkirai ist ein sehr hartes und widerstandsfähiges Tropenholz mit einer gleichmäßigen Struktur. Frisch verlegt ist es gelblich-braun, nimmt aber im Laufe der Zeit einen olivbraunen Farbton an. Ein Nachteil dieses Holzes liegt darin, dass es ausbluten kann. Dann kommt es zu Verfärbungen am angrenzenden Mauerwerk, die sich nicht mehr entfernen lassen, daher ist gegebenenfalls durch eine Folie für einen entsprechenden Schutz zu sorgen.

Garapa besitzt die gleichen Eigenschaften wie Bangkirai und kann ebenfalls ausbluten. Es kann sehr gut geschliffen werden und bekommt dadurch eine sehr glatte Oberfläche, die aber trotzdem nicht rutschig ist. Garapa benötigt an sich überhaupt keine Pflege, kann aber wie Bangkirai einmal jährlich geölt werden, damit es nicht vergraut.

Bodenbeläge aus WPC

WPC ist ein Mischprodukt aus Holz und Kunststoff. Es besteht mindestens zur Hälfte aus Holzmehl oder Holzfasern und wird zusammen mit Polypropylen oder Polyethylen in Form gepresst. Hierbei können Farbstoffe hinzugegeben werden, sodass es diesen Terrassenbelag in den unterschiedlichsten Farbtönen gibt. Gegenüber Massivholz hat WPC den Vorteil, dass es sehr witterungsbeständig ist und sich kaum verzieht. Weiterhin wird dieser Belag bei Feuchtigkeit nicht rutschig und er splittert nicht, sodass er bedenkenlos barfuß benutzt werden kann.

Aufgrund dieser Eigenschaften wird WPC gern für die Umrahmung eines Swimming-Pools verwendet. Da WPC jedoch viel Holz enthält, müssen Terrassendielen aus diesem Material genau wie andere Fußbodenbeläge für die Terrasse auf einer Unterkonstruktion verlegt werden, sodass sich darunter kein Wasser stauen kann. Bearbeitet wird WPC mit ganz gewöhnlichen Maschinen wie sie auch bei der Holzbearbeitung zum Einsatz kommen.