Hochbeet bauen - eine Kurzanleitung

Hochbeet bauen - eine Kurzanleitung Gerade für ältere oder behinderte Menschen ist ein Hochbeet sehr hilfreich, fällt doch bei dessen Bearbeitung das lästige Bücken weg. Aber natürlich ist es für jeden Gärtner zu empfehlen. Außerdem bietet es den Vorteil, dass man über die Beschaffenheit des Bodens Bescheid weiß und somit Pflanzen, die eine größere Wurzeltiefe benötigen, ohne Bodenprüfung anbauen kann. Für andere Gemüsesorten ist es nebenbei natürlich ebenfalls gut geeignet.

Gerade für Gärten mit steinigen oder felsigen Untergrund ist ein Hochbeet sehr empfehlenswert, sogar auf einem gepflasterten Hof oder

einer Terrasse ist ein Hochbeet möglich. Bei letzterem Untergrund sollte man aber möglichst keinen Beton wählen, da hier das durch den Boden sickernde Wasser nicht ablaufen kann und so Staunässe mit weiteren Folgen wie Fäulnis entsteht.

Das Bauen eines Hochbeetes ist nicht kompliziert. Als Baumaterialien benötigt man eine Umrandung
für das Beet, die zum Beispiel aus Rundhölzern oder Ziegeln errichtet werden kann. Wichtig bei der Auswahl ist, dass keine Schadstoffe verwendet wurden, die dann in die Erde eindringen können.

Daneben sollte man zum Schutz gegen Mäuse engmaschigen Draht besorgen und noch Plastikfolie zur Innenauskleidung des Hochbeetes, damit Flüssigkeit nicht verdunsten kann und das Beet nicht austrocknet. Zum einfachen Bearbeiten des Hochbeetes sollte die Breite nicht mehr als die Armlänge des bearbeitenden Gärtners betragen. Die Länge kann individuell gewählt werden.

Hat man alles zusammen, kann mit dem Bau begonnen werden. Zuerst wird der Boden auf der Fläche, wo das Hochbeet aufgebaut werden soll, ungefähr 25 bis 30 Zentimeter tief abgetragen. Ist dies erfolgt, wird die Beetumrandung aufgebaut. Danach wird der Erdboden des Untergrundes aufgelockert und nun wird das Hochbeet innen komplett mit dem erworbenen Material zum Schutz gegen Wühlmäuse ausgestattet.

Ist das geschehen, erfolgt das ganze noch einmal mit der Plastikfolie. Aber Achtung: Damit nur die Seitenwände auskleiden! Nach diesem Schritt kann mit der Befüllung des Hochbeetes begonnen werden. Auf die erste Schicht, die etwa 25 bis 30 Zentimeter dick sein soll, aus grobem Holzschnitt ist und am besten festgetreten wird, kommt eine genauso hohe Schicht aus feinem Holzschnitt.

Hierauf kommt Kompost oder Pferdemist, der allerdings erst halbverrottet sein sollte. Als letztes wird eine Humusschicht aufgetragen, die wiederum zwischen 25 und 30 Zentimeter hoch ist. Nun ist das Hochbeet fertig und die Bepflanzung kann erfolgen.

Wer sich die ganze Arbeit der verschiedenen Materialien sparen will, kann auch auf Erde von guter Qualität aus dem Gartenmarkt zurückgreifen.