Stützmauer selbst bauen

Stützmauer selbst bauen

Eine Stützmauer übernimmt eine anspruchsvolle Aufgabe. Wie der Name schon sagt, stellt sie eine Unterstützung für etwas dar, im Garten sind das in Regel Hänge oder Böschungen.

In der Fachsprache heißt es, die Stützmauer übernimmt eine statische Aufgabe, deshalb ist bei deren Errichtung äußerst sorgfältig vorzugehen und im Vorfeld eine genaue Planung durchzuführen, damit der eigentliche Zweck einer solchen Mauer erfüllt werden kann.

Eine Stützmauer wird in der Gegenwart üblicherweise als Trockenmauer errichtet. Hinter diesem Begriff verbirgt sich lediglich die Tatsache, dass beim Mauern kein Mörtel verwendet wird. Diese Bauweise hat

im Winter erhebliche Vorteile, da sich durch den Verzicht auf Mörtel die Mauer an die Gegebenheiten anpassen kann und weniger anfällig für Frostschäden ist.

Wie bei allen Mauern spielt das Fundament eine große Rolle. Gerade bei der Stützmauer muss das Fundament nach bestimmten Kriterien angelegt werden. Als erstes muss ein Graben für das Fundament ausgehoben werden. Er sollte eine Mindesttiefe von 40
Zentimetern haben. Die Tiefe des Grabens sollte der Höhe der Mauer angepasst werden. Die Breite wird nach den Steinen bemessen. Sie sollte etwa 5 - 10 Zentimeter mehr betragen. Der Graben wird mit ebenfalls frostsicherem Material aufgefüllt. Bewährt hat sich hier Wandkies.

Eine Stützmauer benötigt eine Neigung von 10 bis 15 Prozent, um ihre Stützfunktion erfüllen zu können. Damit die Neigung erreicht wird, ist es jetzt Zeit, ein geeignetes Gerüst aufzustellen. Das kann zum Beispiel ein Schnurgerüst mit Dachlatten sein. Sinnvollerweise stellt man das Gerüst außerhalb des Aktionsradius beim Mauern auf.

Jetzt kann mit dem Aufmauern der Steine begonnen werden. Diese werden immer versetzt aufgeschichtet, damit die Stützmauer ihre Stabilität erhält. Können wacklige Steine nicht bearbeitet werden, sollte man mit Kies oder ähnlichem auffüllen, da sonst die Stabilität der Stützmauer verloren geht.

Die Rückseite der Mauer muss immer wieder mit einem frostsicheren Material während des Aufmauerns aufgefüllt werden. Dazu nimmt man im Regelfalle das gleiche, wie zum Auffüllen des Grabens für das Fundament.

Hat die Mauer ihre gewünschte Höhe erreicht, schließt man diese, wenn gewünscht, mit einer Platte oder speziellen Kronsteinen ab. Das hat auch den Vorteil, dass von oben kein Wasser etwa durch Staunässe eindringen kann.