Bauabnahme beim Wintergarten

Bauabnahme beim Wintergarten Bei der Bauabnahme sollte der Auftraggeber pingelig sein: Nachbesserungen zu fordern, ist nicht verwerflichDer Bauabnahme-Termin wird auf keinem Fall kurzfristig, also von heute auf morgen vereinbart. Der Termin wird auch nicht für irgendwann, sondern für den Moment, wenn die Ausführungsarbeiten gerade abgeschlossen sind, vereinbart. Gute Firmen können den Termin auf die halbe Stunde genau planen.

Ablauf einer Bauabnahme

Der Bauherr / Auftraggeber erscheint mindestens mit einer weiteren Person zur Abnahme, nie allein. Der Ausführungsbetrieb (Auftragnehmer - Abk. AN) übergibt an

den Bauherren oder seinen Beauftragten (Auftraggeber - Abk. AG). Die Übernahme/Übergabe wird protokolliert, die Restmängel werden penibel dokumentiert und der Endtermin der Nachbesserung vereinbart. Sicherungseinbehalte werden festgelegt. Damit ist in der Regel der Abnahmetermin geplatzt und ein neuer Termin zur Endabnahme wird vereinbart. Das Protokoll wird von beiden Parteien unterschrieben.

Sollte der AN ohne vorbereitetes oder leeres Protokollformular zum Termin erscheinen, benutzt der AG ein weißes Blatt, setzt die entsprechende Überschrift, notiert die Mängel, das Datum und lässt darunter unterschreiben. Wird die Unterschrift verweigert, wird das emotionslos notiert - gut, wenn ein Zeuge anwesend ist und mit unterschreibt.

Lassen Sie sich Zeit. Der Verantwortliche des Ausführungsbetriebes, der mit Ihnen die Bauabnahme macht, muss sich die Zeit nehmen. Steht er unter Zeitdruck und teilt er Ihnen das mit, vereinbaren Sie mit ihm am besten einen neuen Termin. Sie lassen sich auf gar keinen Fall unter Druck setzen!

Worauf Sie achten sollten

Alles vorführen lassen, alles nachmachen können, alles verstehen, das ist das Prinzip. Installationen müssen leichtgängig sein, nichts darf klemmen oder nur mit Mühe
funktionieren. Technische Unterlagen und Dokumentationen werden übergeben. Sofern vertraglich vereinbart, sind spätestens jetzt die Zertifikate der eingesetzten Materialien, die Ihnen die zugesicherte Qualität bestätigen, auszuhändigen. Zu Steuerungs- und Regelungsanlagen muss es verständliche Betriebs- oder Bedienungsanleitungen in deutscher Sprache geben. Ist das nicht der Fall, bestehen Sie darauf, notfalls muss die Firma übersetzen lassen.

Lassen Sie sich keinesfalls auf Aussagen ein, wie: „Wenn es Probleme gibt, rufen Sie bei uns an.“ Bestehen Sie darauf, dass derartige Restmängel im Protokoll notiert werden.

Werden Ihnen Wartungsverträge angeboten, dann keinesfalls sofort unterzeichnen. Nehmen Sie diese lediglich zur Prüfung entgegen und geben Sie einen Termin bekannt, zu dem Sie sich dazu äußern, 14 Tage bis drei Wochen sind in Ordnung.

Beim Traum vom Wintergarten sollte nicht am falschen Ende gespart werdenGrundlegende Tipps zum Wintergartenbau


Ein Wintergarten ist toll, aber viele werden gebaut, ohne das wichtige Dinge Beachtung finden. Wintergartenhersteller wollen verdienen. Sie machen kaum einen Käufer auf mögliche Gefahren dieser Bauweise aufmerksam. Oft wird der Wintergarten zum Alptraum. Im Sommer wird er zur Sauna und die heiße Luft wabert durchs ganze Haus. Im Winter wird er zur Tropfsteinhöhle, dann zieht auch die Feuchtigkeit in alle Räume, Wasser läuft innen die Scheiben herunter.

Beim Bau eines Wintergartens wird leider viel zu oft nur auf den finanziellen Rahmen geachtet. Dabei ist das gerade der Teil des Hauses, der, will man ihn richtig machen, das meiste kostet. Dabei werden die Schwierigkeiten,

welche hinterher entstehen können, weil am falschen Ende gespart wurde, von Laien gern übersehen.
  • Die meisten Probleme können vermieden werden, wenn man den Wintergarten als geschlossenes System baut, also mit Glastüren zum Wohnraum hin abschließt. Diese Bauweise, abgeschlossener, unbeheizter Wintergarten, verbessert sogar die Energiebilanz des Hauses. Alle anderen Bauweisen schaden ihr, meist erheblich!

  • Hochmoderne Gläser dämmen sehr gut, sind aber für die meisten Bauherren unerschwinglich. Wer kann, sollte sie unbedingt einbauen.
  • Auf alle Fälle muss der Wintergarten zum Haus thermisch isoliert werden. Eine Holz-Alu-Konstruktion sorgt für eine gute Wärmedämmung. 2- bis 3-fach Verglasung mit selbstreinigender Glasaußenflächen ist ebenfalls hilfreich.

  • Unverzichtbar sind automatischer Sonnenschutz und automatische Luftklappen.
  • Alles zusammen kostet eine Menge Geld, aber erspart eine Menge Ärger und teure Nacharbeitung.