Heizung im Wintergarten - Heizen, Belüften, Klimaanlagen

Wintergarten Heizung - Heizen, Belüften, Klimaanlagen Im Wintergarten möchte man sich ganzjährig wohlfühlen - auf die richtige Heizung kommt es anEine Wohnraumerweiterung mittels Wintergarten, der sog. voll beheizte Wintergarten, auch Wohnwintergarten genannt, bei Temperaturen, die nie unter 18°C fallen, ist für tropische Pflanzen ideal. Ein derartiges Nutzungskonzept steht mit Belüftung, Beschattung, Bewässerung (Raumfeuchte) in engem Zusammenhang, läuft also praktisch auf eine Klimatisierung hinaus.

Welche Heizungsarten kommen infrage?

Hinsichtlich der Kosten und der für die Zukunft prinzipiell zu

erwartenden Energieprobleme, ist die Verteilung auf mehrere Energieträger vorteilhaft. Neben vorhandenen Gas- oder Ölheizungen sollten unbedingt Solaranlagen eingesetzt werden und die zusätzliche Elektro-Nachtspeicherheizung in klassischer Form oder als Fußbodenheizung zur Ergänzung in der Übergangszeit ist durchaus bedenkenswert. Für die Überwinterung von Pflanzen oder gar für die Pflanzenan- und -aufzucht ist ein derartiger Wintergarten ungeeignet. Ein zusätzliches frostfrei beheizbares Gewächshaus am Wintergarten wäre hier die Lösung.

Wintergarten im Winter heizen ...

Der frostfrei beheizbare Wintergarten bedarf einer thermischen Trennung zum Wohnbereich. Die Temperatur sollte nie unter 5°C fallen und die mediterranen Pflanzen fühlen sich wohl, der Mensch bei der Temperatur naturgemäß weniger. Zur Beheizung bietet sich an, die Einbindung in die vorhandene Heizungsanlage, Entlastung des Budgets durch Einsatz einer Solaranlage, die aber in den Anschaffungskosten erst einmal zusätzlich belastet. Elektroenergie ist zwar nicht ganz billig, aber dafür variabel einsetzbar. Zum einen als eine Art Frostwächter für die gesamte Anlage über Sockelheizung, Fußbodenheizung oder sei es mittels der flexibel einsetzbaren Elektro-Ölradiatoren. Punktuelle Beheizung, z.B. des Schaukelstuhles mittels Wärmestrahler, könnte den eingemummelten Opa auch an einem schönen Wintermittag zur Zeitungsschau in den Wintergarten locken.

Der unbeheizte Kalt-Wintergarten hat, wie der Name schon vermuten lässt, gar kein installiertes Heizungssystem. Aufgrund der durch Einfachverglasung meist auch nicht vorhandenen Isolierung, ist jede Wärmezufuhr in der kalten Jahreszeit der komplette Wärmeverlust. Ein derartiger Wintergarten ist quasi ein Gewächshaus und auch nur in dieser Konzeption, also auch nicht zur Pflanzenüberwinterung, nutzbar.

Die Heizung ist also voll abhängig vom Nutzungskonzept. In der Planungsphase sollte man durchaus Energieträger-Varianten nach heutigen Energiepreisen rechnen oder rechnen lassen. Zu beachten ist in jedem Fall die Zuspitzung der Energiesituation. Jeder ist gut beraten, der auf erneuerbare und möglichst einheimische Energieträger setzt. Während die Biomasse- oder
href="http://www.hausgarten.net/haus/energie/pelletheizung.html">Holzpellet-Anlage nicht allerorts einsetzbar ist, sind Solar- und Photovoltaikanlagen durch die in Zukunft steigenden Preise zunehmend rentabler.

Ökologische Heizungsanlagen fürs Haus kommen auch für den Wintergarten infrageDer passende Wintergarten für jeden Anspruch

Spielen Sie mit dem Gedanken an eine Wohnraumerweiterung durch einen Wintergarten, werden jedoch durch die Idee, noch mehr Heizenergie bezahlen zu müssen, in Ihrer Planung sofort wieder gebremst? Dann sollten Sie also zunächst sorgfältig prüfen, welche Anforderungen Ihr Wintergarten eigentlich erfüllen soll und diese Anforderungen mit folgender, nach Arbeitsaufwand beim Bau erstellten Liste vergleichen:

  1. Haben Sie genug Platz und möchten keinen ganzjährig nutzbaren Raum gewinnen, sondern nur ein schönes Plätzchen schaffen, um im Sommer eine besondere lichtdurchflutete Atmosphäre zu genießen? Dann können Sie unter Umständen schneller bauen, als Sie es mit Blick auf die Kosten geplant haben - indem

    Sie nämlich zunächst eine einfache Überdachung bauen, die zwar noch keinen Schutz gegen jedes Wetter bietet, aber di Zeit, die Sie vor dem Haus im Freien sitzen können, schon einmal erheblich verlängert.

  2. Diese bloße Überdachung kann dann später einmal zum Wintergarten ausgebaut werden, indem Sie Wände zufügen. Die spätere Einfügung von Wänden ist grundsätzlich bei sehr vielen Konstruktionsmodellen möglich, Sie müssten dieses Vorhaben bei der Planung mit Fremdfirmen jedoch jeweils erwähnen.

  3. Diese beiden Varianten haben vom Baukörper her "nichts mit dem Haus zu tun", außer dass Sie aufpassen müssen, dass das Konstrukt vor dem Haus sich nicht negativ auf die Fassade auswirkt, indem z. B. Feuchtigkeit in den Übergang zwischen Wintergarten und Haus eindringen kann. Ein solcher überdachter bzw. eingehauster Sitzplatz wird auch nur jeweils punktuell und gezielt geheizt, nicht um ihn wirklich als Wohnraum zu nutzen, sondern um die Nutzbarkeit ein wenig über die Sommersaison hinaus zu verlängern.

  4. Die nächste „Stufe“ ist ein Wintergarten, dessen Gestell fest mit dem Haus verbunden wird. Auch eine solche Lösung ist möglich, ohne die Heizung des Hauses in den Wintergarten zu erweitern, wenn der Wintergarten nicht auch dann unbedingt genutzt werden soll, wenn draußen Minustemperaturen herrschen. Bei einem nicht ganzjährig mitgeheizten Wintergarten kommt es entscheidend darauf an, ihn dort anzufügen, wo die Sonneneinstrahlung am größten ist. Am besten wäre es natürlich, wenn sich der Wintergarten komplett nach Süden richtet, wo täglich die meiste Sonneneinstrahlung aufkommt. Nicht immer macht die Lage des Hauses das jedoch möglich, dann ist vielleicht ein Übereck-Wintergarten die Lösung, der die Sonne von zwei Seiten einfängt.

  5. Wenn ein solcher Wintergarten ganzjährig genutzt werden soll, sollten Sie zunächst die neuesten Entwicklungen in Richtung Dämmung prüfen. Zum Beispiel gibt es heute Aluminium-Rahmen für Verglasungen, die keine Abnahme der Wärmedämmung des Isolierglases zum Rand hin verursachen, die sogenannten "Warmen Kanten". Auch die Isolierverglasung selbst wird laufend verbessert, so gibt es heute mit Edelgasen gefüllte und mit Beschichtungen versehene Gläser, die sogar die Reflexion von Infrarot-Wärmestrahlung in den inneren Raum erhöhen.

  6. Für den Anbau eines ganzjährig als Wohnraum genutzten Wintergartens wäre sogar denkbar, auf die heute entwickelten Glas-Fassaden-Systeme zurückzugreifen, die Photovoltaik zur Gewinnung von Strom oder Wärme in das Konstrukt einbinden.

Fazit der Redaktion

Lassen Sie sich bei Ihren Überlegungen und bei der Einholung von Informationen nicht von den Bezeichnungen irritieren, die im Handel verwendet werden. Ob eine von Ihnen bevorzugte Konstruktion Wintergarten oder Wintergarten-Gestell oder Fassadensystem oder Glasfassaden-Modul nennt, ist unerheblich. Worauf es im beheizten Wintergarten ankommt, sind die technischen Werte, die Aussagen über die Wärmedämmung treffen und der durch technische Berechnungen zu ermittelnde Energieverbrauch.