Garagendach erneuern und begrünen

Garagendach erneuern und begrünen

Ein Garagendach ist durch seine meist flache Bauweise besonders Wind und Wetter ausgesetzt und verschleißt daher im Laufe der Zeit.

dach-renovieren_flDann wird es undicht, Wasser fließt die Mauern entlang und es wird Zeit, etwas zu unternehmen. Bei dieser Gelegenheit kann das Garagendach auch gleich begrünt werden, das erhöht die Haltbarkeit des neuen Daches, bringt in vielen Gemeinden finanzielle Vorteile und sieht auch noch gut aus. Daneben ist ein Gründach aber natürlich auch ein positiver Beitrag zum Schutz der Umwelt und ein zusätzlicher

Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Das neue Garagendach

Bei einer Sanierung muss zunächst das alte Dach entfernt werden, dies sollte mit etwas Vorsicht geschehen, um keine Schäden am Mauerwerk zu verursachen. Danach werden die Mauern begutachtet und bei Bedarf ausgebessert, damit sie einen bündigen Abschluss für die Montage der Dachkonstruktion bilden. Ein Garagendach, das mit kleinen Pflanzen wie Moosen und Gräsern in der sogenannten Extensivbegrünung bepflanzt werden soll, muss ein Gewicht von etwa 100 Kilogramm pro Quadratmeter tragen können, das entspricht in etwa einem Kiesbelag von fünf Zentimetern Höhe. Daher sollte die Dachkonstruktion entsprechend stabil gewählt werden. Bei den meisten vorhandenen Garagen ist die Tragfähigkeit des Mauerwerks und auch des Dachs für eine solche Begrünung durchaus ausreichend.

Eine grüne Oase auf der Garage

Flachdächer sind generell gut für eine Begrünung geeignet, nur wenn sie ganz flach
sind, das heißt eine Neigung von weniger als 5° haben, ist eine spezielle Entwässerung notwendig, um Staunässe zu vermeiden, die sowohl dem Dach wie auch den Pflanzen schadet. Für ein neues Dach kann bei einer geplanten Begrünung als Dachabdichtung gleich ein wurzelfestes Material gewählt werden, das verhindert, dass die Wurzeln der Pflanzen in das Dach eindringen. Bei einem bereits vorhandenen Belag kann dieses Ziel durch das Verlegen einer Folie auf dem Dachbelag erreicht werden. Um diesen Durchwurzelungsschutz nicht beim Bepflanzen zu beschädigen, können Schutzlagen darauf verlegt werden, die je nach Ausführung später auch Nährstoffe und Wasser speichern können. Als Drainageschicht werden neben Matten und Aufschüttungen häufig profilierte Elemente aus Kunststoff verwendet, in die Vertiefungen gestanzt wurden, die überschüssiges Wasser auffangen. Damit nicht das Substrat für die Pflanzen in diese Vertiefungen fällt, wird über solche Kunststoffelemente ein Vlies ausgebreitet, das zwar Wasser, aber keine gröberen Partikel durchlässt. Auf dieses Vlies wird das Substrat für die Pflanzen verteilt, das passend zu den geplanten Pflanzen ausgewählt werden sollte. Für ein Garagendach sind vor allem Moose und Gräser gut geeignet, die nur während der ersten Wochen regelmäßig gewässert werden müssen. Danach werden sie ausreichend durch Regenwasser versorgt und für Trockenzeiten speichern das Substrat und die Drainageschicht Feuchtigkeit, sodass der Pflegeaufwand abgesehen von der Anfangszeit bei dieser Form der Begrünung sehr gering ist.

Bei einer solchen Extensivbegrünung eines Garagendachs ist mit Kosten von etwa 30 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Allerdings wird eine solche Investition inzwischen von vielen Gemeinden in Form eines Zuschusses unterstützt, die rechtzeitig vor Baubeginn beantragt werden sollte. Auch die Niederschlagswassergebühr, die bereits in vielen Orten entrichtet werden muss, wird häufig bei begrünten Dachflächen reduziert, weil das Regenwasser auf dem Dach zurückgehalten wird.