Gartenholz - für den Garten geeignete Hölzer

Gartenholz - für den Garten geeignete Hölzer

Im Garten- und Landschaftsbau kommt dem nachwachsenden Baustoff Holz eine besondere Bedeutung zu. Aus Holz lassen sich Gartenmöbel, Zäune und Terrassen ebenso bauen, wie eine Gartenlaube, die als Stauraum dient. Dabei können viele verschiedene Hölzer eingesetzt werden, so dass den eigenen farblichen Gestaltungswünschen kaum Grenzen gesetzt sind.

So eignen sich beispielsweise Fichte und Kiefer für Gartenzäune und die Gartenlaube. Sie sind zudem zu den besonders preiswerten Gartenhölzern zu zählen. Allerdings sollten sie wirklich nur in diesen Bereichen eingesetzt werden. In allen Bereichen, in denen die für den

Garten geeigneten Hölzer stärkeren Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, sollten deutlich härtere Holzarten eingesetzt werden.

Thermo- und Dauerholz für den Garten

Ebenfalls besteht die Möglichkeit, durch bestimmte Verfahren selbst einheimische Hölzer deutlich haltbarer zu machen, als es normalerweise der Fall wäre. Sie ähneln in der Haltbarkeit dann oft den tropischen Hölzern, wie etwa Bangkirai.

Eines dieser Verfahren ist die Thermobehandlung oder Wärmebehandlung. Hierbei wird das Holz sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, was es deutlich haltbarer macht. Auch dunkelt es während der Behandlung deutlich nach, so dass Esche oder Buche sogar farblich den Tropenhölzern ähneln.

Außerdem gibt es das Verfahren, mit dem Dauerholz hergestellt wird. Hierbei wird das Holz bis in den Kernbereich mit Paraffin durchtränkt. Die Haltbarkeit wird somit sehr stark erhöht, die Hersteller gewähren Garantien von bis zu 15 Jahren. Eingesetzt werden kann dieses Dauerholz für Außenverkleidungen und Carports, für den Gartenbau und Gartenmöbel, für Gleisanlagen, Möbel, Terrassendielen, Zäune und sogar im Brückenbau.

Die Kesseldruckimprägnierung bei Gartenhölzern

Am häufigsten wird noch immer das kesseldruckimprägnierte Holz für den Garten im Handel angeboten. Dabei kommt ein Vakuum-Druckverfahren zum Einsatz. Dieses entzieht dem Holz Feuchte und ersetzt diese durch
Holzschutzsalze. Jedoch ist die Qualität der einzelnen Hölzer sehr unterschiedlich.

Tropenholz für den Garten

Besonders beliebt im Gartenbau ist das Tropenholz. Hier gibt es verschiedene Arten, die eine sehr lange Haltbarkeit aufweisen. Ipe stammt beispielsweise aus Südamerika und weist eine erdbraune Farbe auf. Die Haltbarkeit wird mit über 50 Jahren angegeben.

Auch Garapa, das ebenfalls aus Südamerika stammt, weist eine Haltbarkeit von 20 bis 25 Jahren auf und ist hellbraun gefärbt. Am bekanntesten ist wohl das indonesische Holz Bangkirai, das braun gefärbt ist und 20 bis 30 Jahre Lebensdauer hat. Das patina-dunkelbraune Holz Itauba aus Südamerika ist für 20 bis 30 Jahre haltbar und Massaranduba weist ebenfalls eine dunkelrotbraune Färbung auf. Die Haltbarkeit wird mit 30 Jahren angegeben.

Besonders beliebt bei den Tropenhölzern für den Garten ist übrigens Bangkirai. Es stammt ursprünglich zwar aus Indonesien, aufgrund der hohen Nachfrage wird es mittlerweile aber genauso in Forst-Plantagen angebaut. Es zeichnet sich durch eine sehr hohe Dichte aus, so dass es beispielsweise im Wasser nicht schwimmt.

Ebenfalls ist Bangkirai sehr robust, selbst wenn es nicht imprägniert wird, können ihm Pilze und Holzschädlinge nur selten etwas anhaben. Jedoch sind spezielle Werkzeuge für die Bearbeitung von Bangkirai erforderlich, da einfache Sägeblätter und Bohrer schnell verschleißen.

Heimische Hölzer für den Garten

Daneben kommen natürlich auch verschiedene heimische Hölzer für den Garten in Betracht. Die thermisch behandelten und Dauerhölzer sind hier besonders empfehlenswert. Ein

deutlicher Vorteil bei der Thermo-Buche beispielsweise liegt darin, dass trotz Verwitterung keine Holzsplitter abgelöst werden. Insbesondere für Terrassendielen ist das wichtig, um dort auch barfuss laufen zu können, ohne Gefahr zu laufen, sich Splitter einzufangen.

Außerdem können Douglasie, Lärche und Robinie im Gartenbau eingesetzt werden. Ihre Haltbarkeit liegt im Schnitt bei 15 bis 20 Jahren. Allerdings sind sie weniger für Terrassendielen geeignet, da sich Splitter herauslösen können. Besser geeignet sind sie für Holzstege, Sichtschutzelemente und Zäune, aber auch Spaliere und Co.

Bei Holzstegen und Terrassen kann als Unterkonstruktion Eichenholz eingesetzt werden. Es weist eine hohe Resistenz gegen Fäulnis selbst im Wasser auf, so dass es sehr widerstandsfähig ist.