Weidengeflecht als Sichtschutzzaun, Sichtschutz

Weidengeflecht als Sichtschutzzaun, Sichtschutz

Um im Garten, der Terrasse oder dem Balkon nicht wie auf einem Präsentierteller zu sitzen, bieten sich Sichtschutzzäune oder –wände an. Besonders harmonisch fügen sich solche aus Naturmaterialien in den Garten ein.

terrasse1Weidengeflecht ist ein solch natürlicher Sichtschutz.

Besonders interessant ist das Bewurzlungspotential der Weiden. So können grüne Sichtschutzzäune geschaffen werden, natürlicher geht es kaum.

Verschiedene Sichtschutzelemente aus Weidengeflecht

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Zäune und Sichtschutzelemente aus Weidenzweigen: senkrechte, waagerechte und diagonale Weidenflechtzäune und Rautenflechtzäune. Auch können die

einzelnen Teile einen Rahmen haben, vorzugsweise aus Holz. Diese Zaunelemente sind etwas stabiler und oft auch transportabel. Man nennt sie Paravents. Oft kann man sie zusammenfalten. So nehmen sie nicht viel Platz weg, wenn sie nicht benötigt werden.  Der Vorteil eines Paravents ist seine Mobilität. Die Teile sind vom Gewicht her nicht schwer und können überall hin gebracht werden, wo sie benötigt werden. Praktisch ist, dass man  ihn dem Stand der Sonne anpassen kann. Auch als Windschutz sind sie nicht zu verachten.

Eine andere Möglichkeit ist der Rollzaun. Für diesen wird Spanndraht vertikal mit dünnen Weidenruten durchflochten. So kann der Zaun beliebig lang gestaltet werden. Benötigt man ihn nicht, kann er ganz Platz sparend zusammengerollt werden.

Am natürlichsten wirken so genannte ausgrünende Weidenzäune, sehr lebendige Zäune. Sie bieten von April bis in den späten Herbst einen dichten grünen Sichtschutz. Der Zaun wird aus ausgrünenden Weiden vertikal geflochten. Die Ruten treiben aus und bilden Blätter. Man muss dazu nur Weidenruten in den Bodenstecken. Es bilden sich schnell Wurzeln. So können auch ganze
Gebäude aus Weidenruten gebaut werden.

Unterschiedliche Farben

Wenn unterschiedliche Weidenruten zum Flechten verwendet werden, kann ein Sichtschutzzaun auch farbig gestaltet werden. Es gibt grüne, hell- und dunkelbraune, rötliche, gräuliche und fast schwarze Weidenruten.

Weidengeflecht selbst herstellen

Weidenruten kann man leicht selbst schneiden. Dies tut man am besten im unbelaubten Zustand während der Vegetationsruhe. Es ist auch die beste Zeit, will man ein grünendes Sichtschutzelement schaffen.

Trockenen Weidenzaun bauen

Ein trockener Weidezaun ist einfach zu bauen. Man steckt einige starke Ruten als Pfosten in den Boden. Diese sollte bewurzeln. Dann biegt man dünne Ruten drum herum. Sie trocknen, wachsen aber nicht an, da sie keinen direkten Bodenkontakt haben. Man flicht Querstreben ein, so hat die Sache Halt.

Ausgrünenden Weidenzaun bauen

Wenn der Zaun richtig stabil werden soll, ist es sinnvoll, auf der gewünschten Länge einen 20 bis 30 cm tiefen Graben zu schaufeln. In diesen schlägt man 5 bis 10 cm dicke Weidenäste in etwa 1 Meter Abstand auf die endgültige Höhe des Zaunes ein. Dazwischen werden dünnen Ruten gesteckt, im Abstand von etwa 15 bis 30 Zentimetern. Sie wachsen besser an, wenn man sie überkreuz einsteckt. Dann wird das Erdreich wieder eingefüllt und festgetreten. Will man schon zu Beginn einen gut blickdichten Zaun haben, werden auch waagerecht Ruten eingeflochten. Auch der Neuaustrieb kann regelmäßig eingeflochten werden. Wenn die sich neu bildenden Triebe zu viel und zu groß werden, kann man den Zaun ohne Probleme zurückschneiden. Dazu nutzt man am besten eine Heckenschere. Wichtig ist, den frisch gepflanzten Sichtschutz gut zu wässern, damit

die Ruten gut anwachsen.

Fazit

Es gibt die unterschiedlichsten Zäune und Sichtschutzwände aus Weidengeflecht. Wichtig ist, dass man weiß, dass die Weide in der Natur nur bis Ende Februar geschnitten werden darf. Wer das vergisst, hat den Zug in diem Jahr verpasst. Dann muss man sich entscheiden, ob man einen lebenden oder einen trockenen Zaun bauen möchte, oder vielleicht sogar einen kombinierten. Es gibt ganz viele verschiedene Möglichkeiten. Im Internet findet man viele genaue Beschreibungen, wie man vorgehen muss und was zu beachten ist. Der „Zaunbau“ ist nicht schwer. Man sollte sich ruhig einmal daran versuchen.