Du bist hier: » » » Fremdwährungsdarlehen

Fremdwährungsdarlehen

Wer vor der Frage der Hausfinanzierung steht, stolpert in der Werbung immer wieder über verlockende Angebote, die mit Zinssätzen von weniger als 1,5 Prozent werben. Dahinter verbergen sich Fremdwährungsdarlehen.

Ob es ...



sich hierbei wirklich um sehr günstige Finanzierungen oder einfach nur eine hoch spekulative Geschichte handelt, soll im Folgenden geklärt werden.

Die Vorteile vom Fremdwährungsdarlehen liegen eigentlich auf der Hand. Der Kreditnehmer schließt seinen Kreditvertrag in der Währung eines Landes ab, in dem das Zinsniveau noch deutlich unter dem deutschen liegt und vertraut darauf, dass sich der Währungskurs auch noch günstig für ihn entwickelt. Fällt der Wert der fremden Währung im Vergleich zum Euro, so werden während der Darlehenszeit die Schulden automatisch weniger. Bei der Rückführung des Darlehens in Euro macht der Darlehensnehmer dann einen Währungsgewinn. Um letztlich erfolgreich zu sein, muss der Darlehensnehmer sich die Währung eines Landes aussuchen, bei dem er davon ausgeht, dass der Wechselkurs im Vergleich zu Euro fällt. Gelingt ihm das nicht oder steigt gar der Wechselkurs, so wächst im Laufe der Darlehenszeit auch die Darlehensschuld weiter an.

Welche Währungen eignen sich für das Fremdwährungsdarlehen? Denkbar ...



wären hier zum Beispiel den Schweizer Franken oder den Yen. Das Zinsniveau in Japan ist mit unter 1,5 Prozent deutlich unter dem deutschen und der Yen steht im Vergleich zum Euro auf einem historisch gesehen relativ niedrigen Niveau. Obwohl der Zinssatz verlockend ist, raten die Analysten deshalb von Fremdwährungsdarlehen in Yen ab. Es ist nämlich damit zu rechnen, dass der Wechselkurs steigt und damit auch die Schuldenlast. Die negativen Folgen durch das Wechselkursrisiko werden hier gewichtiger eingeschätzt als der Zinsvorteil. Hier ist es besser, eine Währung wie zum Beispiel den Schweizer Franken zu wählen. Wenn auch die Zinsdifferenz zu Deutschland nicht so groß ist wie beim Yen, so ist doch damit zu rechnen, dass der nicht zum EU-Raum gehörende Schweizer Franken weiterhin an Wert gegenüber die Euro verliert.

Wie kann man das Währungsrisiko beim Fremdwährungsdarlehen minimieren? Bei den meisten Fremdwährungsdarlehen werden nur Zinsen gezahlt, und die Tilgung erfolgt am Ende der Laufzeit. Anstelle monatlicher Tilgungsraten zu leisten, spart der Darlehensnehmer parallel an. Spart der Darlehensnehmer nun regelmäßig in der gleichen Währung an, in der er auch das Fremdwährungsdarlehen übernommen hat, so wird er zwar von jeder noch so kleinen Wechselkursänderung betroffen. Doch über die Jahre der Laufzeit hinweg profitiert er mal von günstigeren Wechselkursen oder wird auch von teuren Wechselkursen betroffen. Unter dem Strich erzielt er aber eine Ansparleistung, die dem durchschnittlichen Umtauschkurs über die gesamte Laufzeit entspricht. In der Fachsprache wird dies auch als Cost-Avarage-Effekt bezeichnet. Selbstverständlich kann der Darlehensnehmer die gegenüber der Finanzierung in Euro gesparten Zinsen auch dazu benutzen, um zusätzliches Eigenkapital anzusparen, und so Verluste aus einer negativen Wechselkursentwicklung ausgleichen.



NewsletterUnsere Heimwerker- und Garten-Newsletter informieren Sie über alle Neuigkeiten auf Hausgarten.net: Praxistipps, aktuelle Themen, Gutscheine & mehr!

Jetzt anmelden!

Baufinanzierung - Vergleich

Suchen auf Hausgarten.net

Benutzerdefinierte Suche