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Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung -
Bankdarlehen - Darlehen im Überblick
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FremdwährungskreditAls Alternative zu den herkömmlichen Hypothekendarlehen in Deutschland bieten immer mehr Banken den Fremdwährungskredit an. Waren es früher eher international aufgestellte Unternehmungen, die mit dem Fremdwährungskredit Investitionen finanzierten, so sind es heute immer mehr auch Privatkunden.
Im Unterschied zu den Krediten in Euro kalkulieren Fremdwährungskredite die Wechselkursveränderungen mit ein. Je nach Entwicklung der Wechselkurse kann sich die Schuld erhöhen oder verringern.
Es versteht sich von selbst, dass die Aufnahme eines Fremdwährungskredits nur Sinn macht, wenn auf positive Wechselkursveränderungen spekuliert wird. Das setzt wiederum enormes Wissen über die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge
voraus. Die wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern der Fremdwährung hat natürlich Auswirkungen auf die Wechselkurse. Hier muss letztlich auch die politische Situation der Länder genau beobachtet werden.
Wie funktioniert der Wechselkurs? Bei Finanzierungen wird als Referenzkurs immer der Euro genommen. Finanziert ein Kunde sein Immobiliendarlehen dann zum Beispiel in Dollar, so wird zunächst der zu Beginn des Darlehens herrschende Wechselkurs zu Grunde gelegt. Steigt der Kurs des Dollars im Verhältnis zum Euro im Zuge der Laufzeit an, so spricht man von einem Wechselkursgewinn, im Umkehrfall, dass der Dollar sinken würde, entsteht ein Wechselkurverlust. Zum Tragen kommt die Wechselkursentwicklung immer erst bei der Rückführung des Fremdwährungskredits in die Ausgangswährung Euro. Ein Beispiel soll diese verdeutlichen. Es soll ein Fremdwährungskredit im Wert von 100.000 Euro aufgenommen werden. Als Fremdwährung wird der Dollar gewählt. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erhält man für einen Euro 1,20 Dollar. Nach Ablauf des Darlehensvertrages werden die 120.000 Dollar wieder in Euro umgerechnet. Erhält man zu diesem Zeitpunkt für einen Euro zum Beispiel 1,50 Dollar für einen Euro, so ist der Wechselkurs des Dollar gefallen. Der Wert der Schulden hat sich im Vergleich zum Euro verringert. Schuldner benötigt für die Rückführung seines Darlehens nicht mehr 100.000 Euro sondern 80000 Euro. Er hat also einen Wechselkursgewinn von 20.000 Euro gemacht.
Natürlich werden für Fremdwährungskredite auch Zinsen berechnet. Diese setzen sich aus dem Libor, das ist der Wert, mit dem die Bank sich in der ausländischen Währung refinanziert, und einem Wagniszuschlag der Bank als Aufschlag zusammen. Der Libor wird monatlich, vierteljährlich, halbjährlich und jährlich ausgeworfen. Was sich auf den ersten Blick kompliziert anhört, ist in der Praxis relativ einfach und wird über die Hausbank oder spezielle Kreditinstitute abgewickelt. Unter Umständen kann der Darlehensnehmer hier auch von den niedrigeren Zinssätzen im Ausland profitieren und natürlich von den Wechselkursschwankungen. Und genau hier liegt auch das Risiko. Die Wechselkursänderungen können sich natürlich auch nachteilig auswirken. Darüber hinaus läuft der Kunde natürlich auch Gefahr, gerade bei variablen Zinssätzen von steigenden Zinsen im Ausland betroffen zu werden.
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