|
Bausparkassen in Deutschland - Bausparkasse finden |
|
Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung -
Bausparen - Bausparvertrag zur Baufinanzierung
|
Bausparkassen im ÜberblickSeit Ende des Zweiten Weltkriegs wurden in Deutschland von den Bausparkassen mehr als 1000 Milliarden Euro zur Finanzierung von mehr als 13 Millionen Wohnungen zur Verfügung gestellt. Damit konnten alleine mehr als neun Millionen Neubauten errichtet werden. Betrachtet man die Bausparkassen im Überblick, so kommt noch eine nicht genau messbare Zahl von Modernisierungs- und Renovierungsvorhaben hinzu. Das Wesen des Bausparens liegt in der Kombination des systematischen Ansparens von Eigenkapital mit einem niedrig verzinslichen und zinsstabilen Baudarlehen. Dieses kann zudem nachrangig im Grundbuch abgesichert werden. Der Festzins für das Baudarlehen bietet Zinssicherheit bis zur vollständigen Tilgung.
...
width="200" height="133" align="left" hspace="6" alt="Image" title="Image" border="0" />Um die Bausparkassen im Überblick zu betrachten, muss auch auf die Geschichte dieser Institute eingegangen werden. Erste Ansätze für ein Bausparsystem soll es bereits um 200 vor Christus in China in Form von gemeinnützigen Spargesellschaften auf Gegenseitigkeit gegeben haben. Die erste Bausparkasse im eigentlichen Sinne wurde 1775 im englischen Birmingham ins Leben gerufen. Mehr als 100 Jahre später, 1885, gründete Pastor von Bodelschwingh in Bielefeld die erste deutsche Bausparkasse. Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich die Idee der Bausparkassen in Deutschland endgültig durch. Eine ganze Reihe kleiner und teilweise auch regionaler Bau- und Sparvereine entstand, um den hohen Kapitalbedarf für den Wiederaufbau im privaten Bereich zu decken. Schaut man sich das damalige Wesen der Bausparkassen im Überblick an, fällt eine grundlegende Abweichung zu heute auf. Die Bauspardarlehen wurden nach dem Losverfahren verteilt. Erst 1930 erfolgt per Gesetz die Änderung hin zu einem Bewertungsverfahren mit festen Zuteilungsterminen. Nach dem zweiten Weltkrieg erlebten die Bausparkassen im Zuge des Wirtschaftswunders einen erneuten Aufschwung. Das System der Bausparkassen wurde 1973 mit dem Bausparkassengesetz und der Bausparkassenverordnung geregelt und 1991 mit der Novellierung des Bausparkassengesetzes den Bedürfnissen des Gemeinsamen Europäischen Marktes angepasst.
Bei der Betrachtung der Bausparkassen im Überblick fällt heute eine Zweigliederung in private und öffentlich-rechtliche Bausparkassen auf. Die 15 privaten Bausparkassen werden in der Rechtsform der Aktiengesellschaft betrieben und haben sich im Verband der privaten Bausparkassen organisiert. Sie sind weitestgehend im Besitz von großen Versicherungsunternehmen oder Banken, mit Ausnahme der Bausparkasse Schwäbisch Hall, die von der DZ Bank, der Dachorganisation der Volks- und Raiffeisenbanken betrieben wird. Die bis 2005 vom Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Deutschen Beamtenbund betriebene Bausparkasse BHW gehört heute zur Postbank. Auf öffentlich rechtlicher Seite stehen elf Landesbausparkassen, die alle in der Trägerschaft eines oder mehrerer Bundesländer sind. Die privaten Bausparkassen erwirtschaften etwa zwei Drittel des Bausparvolumens, die öffentlich-rechtlichen ein Drittel.
Wer die Geschichte der Bausparkassen im Überblick betrachtet, wird feststellen, dass immer wieder auch staatliche Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung beitrugen. So ist es nicht nur die Zinssicherheit, die häufig den Ausschlag für die Entscheidung zu Gunsten einer Bausparfinanzierung gibt, sondern auch die Möglichkeit der staatlichen Förderung über Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmersparzulagen.
|